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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1937-01-15 · 2 (15.1.1937) · p. Seite 29

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
13 (1937)
Issue
2 (15.1.1937)
Date
1937-01-15
Page
Seite 29 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2 Bayerische israelitische Gemeindezeitung Gefeierte im Interesse der Gemeinde und des Klall Jisroel aus-- übt und zwar selbstverständlich alles im Ehrenamt, so ergibt sich, daß seine ganze Zeit mit Mizwoth ausgefüllt ist. Infolge seiner früheren führenden Tätigkeit in der privaten jüdischen Volksschule wurde er nach Eingemeindung in das engere Kuratorium derselben gewählt und als nach Wegzug des langjährigen Mitglieds Herrn Rosenthaler die nach der Übung der Orthodoxie zustehende Besetzung einer Vorstandsstelle der jüdischen Gemeinde frei wurde, fiel die Wahl einstimmig auf ihn. Auch in dieser neuen Funktion bewährt sich seine große Tüchtigkeit und Erfahrung. Außer seiner Arbeit in verschiedenen gemeindlichen Ausschüssen wird er hier besonders ständig in Grundstück- und Bausachen zu Rate gezogen. Wenn auch dem Jubilar so manche Schicksalsschläge nicht erspart blieben, so konnte er dieselben doch immer durch seine Frömmigkeit, seine Energie und seinen für große und heilige Zwecke sehr gedeihlichen Fanatismus überwinden. Daß es ihm und uns vergönnt sein möge, noch viele Jahre wie bisher in der Gemeinde und für die Gemeinde ihn wirken zu sehen, das ist der innige Wunsch, den ihm heute seine vielen Freunde und die Gesamtgemeinde darbringen. JR. E. F. An die Mitglieder der Kulfusgemeinde München! Wie seit einer Reihe von Jahren wird auch jetzt wieder die Einhebung von Mitgliedsbeiträgen für die Wohlfahrts-Vereine unserer Gemeinde durch Frau Weil-Eckstein erfolgen. Die Vorstände der hiesigen Wohlfahrtsvereine richten an die Mitglieder der Gemeinde München die eindringliche Bitte, sich der hiesigen Wohlfahrtseinrichtungen, die zum großen Teil durch Vereine betreut und unterhalten werden, anzunehmen und ihnen durch möglichst reich bemessene Beiträge und Spenden die vielfach gefährdete Weiterarbeit zu ermöglichen. Die Gebefreudigkeit aller wird zwar durch Umstände mancherlei Art und durch eine Reihe von Sammlungen in hohem Maße in Anspruch genommen. Ohne die Wichtigkeit all der Zwecke, die Beachtung und Förderung durch Spenden fordern, irgendwie verkennen zu wollen, muß doch nachdrücklichst gesagt werden: Die örtlichen Wohlfahrtsinstitutionen und -Vereine, die zum Teil schon über 100 Jahre hier wirken, müssen bestehen bleiben. Auch die zentralen Stellen und die gemeindliche Wohlfahrtspflege sind auf ihre Leistungen unbedingt angewiesen. So wird die herzliche Bitte und bestimmte Erwartung ausgesprochen, daß die Mitglieder unserer Gemeinde sich nach Kräften unserer Vereine annehmen und sie zu weiterer, gerade jetzt besonders notwendigen Wirksamkeit in Stand setzen. München, im Januar 1937. Die Vorstände der Wohlfahrtsvereine in der Kultusgemeinde München Dr. L. B a e r w a 1 d. Herren -Ski-Anzüge 28.— 38.— 48.— Ski- Knickerbocker 13.50 16.50 19.50 S k i -Wi n d b I u se n 13.— 16.50 19.50 ßAMBERGER & HERTZ Die zuverlässigen Kleiderfachleute Zionistische Ortsgruppe München schio**cr*ir.2/i Tei.53052 Vortrag Dr. Hans Friedenthal. Im Museumssaal wird Dr. Hans Friedenthal (Berlin), Mitglied der Leitung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und des Präsidiums der Reichsvertretung, zum erstenmal in einer öffentlichen Versammlung vor das Münchener Publikum treten. Sein Vortrag wird sich mit den brennenden Fragen der jüdischen Gegenwart beschäftigen und sicher allgemein stärkstes Interesse finden. Näheres ist der Anzeige dieser Gemeindezeitung zu entnehmen. _______. Oneg Schabbath über Achad Haam. Der nächste Oneg Schabbath der ZOG ist dem großen jüdischen Denker und hebräischen Schriftsteller Achad Haam gewidmet, dessen Todestag sich zum zehnten Male jährt. Dr. M. Ehrenkranz wird eine Darstellung der Persönlichkeit und des Wirkens von Achad Haam geben. Vorlesung und Gesang werden die Veranstaltung umrahmen. Sie findet am Samstag, den 16. Januar, um 6 Uhr nachmittags im Bibliotheksaal der Gemeinde statt. Gäste sind herzlich willkommen. Das große Kinderfest am 24. Januar. Am Sonntag, den 24. Januar, veranstaltet die Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina (WIZO) ein Kinderfest zum 15. Schwat (Neujahr der Bäume) im Museumssaal. Die jüdischen Kinder Münchens sind zu diesem Fest, dem ersten seit langer Zeit, herzlich eingeladen. Die wichtigsten Punkte aus dem reichhaltigen, bunten Programm sind aus der Anzeige in dieser Nummer ersichtlich. Um sich gute Plätze zu sichern, empfehlen wir die Eintrittskarten im Vorverkauf zu lösen. Sprechzeit des Palästina-Amtes. Die in der letzten Gemeindezeitung enthaltene Bekanntmachung bedarf einer Berichtigung: Nach Rückkehr des Leiters der Münchener Zweigstelle, Herrn Paul Grünbaum, finden ab 1. Januar 1937 die Beratungsstunden wieder in der Theatinerstraße 30/2 statt und zwar Montag mit Donnerstag von 4—5.30 Uhr. Gemeinde-Bibliothek. Vom 16. Januar 1937 ab gelten folgende neue Lese- und Leihzeiten: Sonntag 9.30—11.30 Uhr, Montag 18.15—19.30 Uhr, Dienstag 9—11 Uhr, Donnerstag 18.15—19.30 Uhr, Freitag 9—11 Uhr. Diese Stunden sind gleichzeitig auch Sprechstunden der Geschäftsführung des Lehrhauses der Gemeinde.

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