Mannheim
Compact Memory

Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1937-01-01 · 1 (1.1.1937) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
13 (1937)
Issue
1 (1.1.1937)
Date
1937-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2727810-2728075-2728076--10979-2744375
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

w BayßEischß^j^,elitiscIie Gemeindezeitung Nr. 1 wachsener jüdischer Menschen beiderlei Geschlechts in den unten angegebenen Fächern, zugleich auch die Umschulung aus anderen Berufen, wie die Fortbildung Berufstätiger. Vorerst sind die folgenden Abteilungen vorgesehen: I. Werbekunst: Schrift- und Gebrauchsgraphik — Plakat — Schaufenstergestaltung — angegliedert eine Lehrwerkstätte für praktische Schaufenster-Dekoration (Gebrauchswerbung). IL Mode- und Konfektionszeichnen: angegliedert praktische Lehrwerkstätten für Schneiderei, Putz, Wäsche, Handarbeiten. Es soll Tages-Vollunterricht erteilt werden, außerdem sollen neben der geschlossenen Fachausbildung Umschulungs- und Ergänzungskurse, auch Abendunterricht für die im Beruf Stehenden geboten werden. Als Ergänzung sind schließlich allgemeine Kurse in Werbelehre, Stoffkunde, Stil- und Kunstgeschichte, Kostümkunde, Farbelehre, Perspektive in Aussicht genommen. Da essich um spätere Auswanderer handelt, sollen die Schüler verpflichtet werden, an Sprachkursen anderer Organisationen (u. a. Hilfsverein der Juden in Deutschland) teilzunehmen. Die Ausbildungsdauer ist für die Jachausbildung auf zwei Jahre angesetzt, für die Umschulungs- bzw. Fortbildungskurse sollen semesterweise Lehrgänge eingerichtet werden. Als Lehrkräfte kommen nur Persönlichkeiten in Frage, die auf den jeweiligen Fachgebieten ein hervorragendes Können besitzen. Die Schulgeldsätze werden, dem gemeinnützigen Charakter der Schule entsprechend, auf das unentbehrliche Mindestmaß beschränkt. Die sollen für die Vollschüler (45 Wochenstunden) 50 RM. monatlich, für die Abendschüler (je nach der belegten Stundenzahl) zwischen 10 und 25 RM. monatlich betragen. Um die tatsächliche Nachfrage schon jetzt feststellen zu können, werden von Anwärtern und Anwärterinnen für die geplante Ausbildungsanstalt, die mindestens 10 Jahre alt sein müssen, nur schriftliche Bewerbungen sofort — bis spätestens 31. Dezember 1936 — erbeten, und zwar von den in Berlin wohnhaften Bewerbern an die Adresse der Jüdischen Gemeinde, Berlin C 2, Rosenstraße 2/4, Zimmer 7, von den außerhalb Berlins Ansäßigen an die Adresse der Reichsvertretung der Juden in-Deutschland, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 158. Das Bewerbungsschreiben muß enthalten: Lebenslauf mit Angabe des Namens, Alfers, der Schulbildung und gegebenenfalls der beruflichen Vorbildung, außerdem genaue Angaben über den Beruf und wirtschaftliche Lage, aus denen hervorgehen muß, ob die Aufbringung der Ausbildungskosten aus eigenen Mitteln für die Dauer der Ausbildung gesichert ist. Nach Möglichkeit sind Lichtbild und einige Arbeitsproben beizufügen (Zeichnungen nicht gerollt, mit Namen versehen). Zentrale für jüd. Pflegestellen und Adoptionvermittlung Kinder- und Mutterschutz des Jüd. Frauen- . bundes e. V. in Wuppertal-Elberfeld , Die diesjährige Vorstandssitzung der Adoptions- und Pflegestellenzentrale des Jüd. Frauenbundes fand im November in Elberfeld statt. Es nahmen wie stets Vertreter des Vorstandes des Jüd. Frauenbundes, des Rabbiner- und des Lehrerverbandes, der Reichsvertretung und.der Zentralwohlfahrtsstelle, der Anstaltsleiter, der Isenburger Heimkommission, der Sammel-. Vormundschaft und des Berliner und einiger rheinischer Wohlfahrtsämter teil. Die einführenden Worte der Vorsitzenden galten dem verewigten Vorstandsmitglied Bertha Pappenheim, deren Einsicht und reiner Wille, deren Hingebung an eines ihrer höchsten Ziele, das Lebens recht des Kindes zu waferec und die Verpflichtung der jüdischen Gemeinschaft, für es einzutreten, awch das Ziel dies Vorstandes bleiben wird. Die Herren Rabbiner Dr. EscJuelbacher und Dr. Neuimark gedachten igleiohlalls in warmen Woir- (Fortsetzung Seite 15) Bevor Sie auswandern besichtigen Sie bitte meine kombinierten Wohnzimmer, praktischen Küchen, Schlafzimmer Und Bett-COUCheS. Elegant und preiswert KULTUSGEMEINDE MÜNCHEN r"^Mörjel€ben,Schwanthalerstr.9 ^■■■■■■■■■■■■■■^h nächst sonnenstrase ■■■■ ichen, I jreiswert ■ 8tr.9| I lehrhaus" Lernzeit für jüdische Jugendführer vom 3. bis einschließlich 10. Januar (geschlossene Teilnehmerzahl). Samstag, den 9. Januar, abends 8.30 Uhr in der Synagoge Herzog - Max - Straße Vortrag von Prof. Martin Buber: Die Auserwählung Israels in der Bibel. Dienstag, den 19. Januar beginnen die Kurse über P a 1 ä s t i n a k u n d e : a) Dr. SiegfriedKessler,Landeskunde (abends 8.15 Uhr im Sitzungssaal); b) Dr. Riebard Eisen, Politische Grundlagen des Palästinaaufbaus (abends 9.15 Uhr im Sitzungssaal). Die Kurse über P a 1 ä s t i n a k u n d e finden 14tägig (jeden Dienstag) statt. Dienstag, den 26. Januar, abends 8.15 Uhr im Sitzungssaal beginnt der angekündigte Kurs (Arbeitsgemeinschaft mit beschränkter Teilnehmerzahl) von Rechtsjati.R. Dr. Otto Weiler über Fragen des Rechts der Juden in Deutschland (Wirtschafts¬ und Sozialrecht) mit besonderer Berücksichtigung der jüdischen Wohlfahrtspflege (14tägig). Fortsetzung der im Novemb. begonnenen Kurse (Teilnahme neuer Hörer möglich): Dienstag, ab 12. Januar: 20.15Uhr Prof. Cohen'über Soziologie der Juden — 21.15 Uhr Dr. M. Ehrenkranz, Lektüre von Midrasch-Rabba. Mittwoch, ab 13. Januar: 20.15 Uhr Dr. Benno Silberschmidt, Einführung in das philosophische Denken — 21.15 Uhr Dr. Ludwig Feucht wanger, Historischer Kurs (Die Juden im Mittelalter). Donnerstag, ab 14. Januar: 20.15 Uhr Studienrat Adolf Sch aal mann, Grundlagen der heutigen Physik (Elektrizität — Licht) — 21.15Uhr Rabbiner Samuel Wiesner, Mischna- Lektüre. Singkreis für die gesamte Jugend: Kantor J. Hohenemser (monatlich einmal). Lehrpläne für Hebräisch (Sprachschule der ZOG.) und moderne Fremdsprachen, ferner die Zeiten für. den Bibelkurs des Jüdischen Frauenbundes werden. gesondert veröffentlicht. Ankündigung von Montagsvorträgen des Lehrhauses erfolgen in der nächsten Nummer der Gemeinde-Zeitung.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.