Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 24 (15.12.1936)
- Date
- 1936-12-15
- Page
- Seite 538 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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538 Bayerische Israelitische Gemeiridezeitung Nr. 24 KCiSCIl nach Nordamerika Südamerika Sudafrika Palästina etc. durch PalesfiiieExpressCo. Vertretung: Reisebüro Carl Bier schenk Nachf. München, Karlsplatz 3 Telefon 13377 Besorgung von Visen, Kreditbriefen, Bahnkarten, Hotelgutscheinen. -Kostenlose Beratung. Bankgeschäft Gebrüder A. & L. Maier München, Lenbachplatz 9/o im Hotel Leinfelder Telefon 12236 und 13051. sagende Opferwilligkeit und Hilfsbereitschaft schufen ihr die einzigartige Stellung, die sie innehatte; ihr Tod bedeutet für viele Menschen, denen sie Freundin, Helferin und Beraterin war, einen schier unersetzlichen Verlust. Dankbarkeit und Verehrung folgen ihr über das Grab hinaus. D. Aus der Gemeinde Bamberg. Am 29. November 1936 versammelte sich die Gemeinde in der Synagoge zu einer Weihestunde. Dr. Eduard Strauß (Frankfurt a. M.) sprach über „Gibt es eine Idee des Judentums?" Der Begriff der Idee stammt aus der hellenischen Kultur, der Philosophie des Plato und Aristoteles. Im Gegensatz zur Idee steht im Iudentum die am Sinai ergangene Weisung oder vielmehr die Antwort, die das jüdische Volk auf diese Weisung gegeben hat: Wir wollen es tun und vertrauen! Erst die Tat, dann das Vertrauen, daß es die richtige Tat ist. Also wirkliche Heiligkeit! Auf die Frage der Juden aller Zeiten: Was bin ich eigentlich? antwortet Gott: „Mein Volk". Der tiefgründige, fesselnde Vortrag machte auf die zahlreichen Zuhörer einen nachhaltigen Eindruck. Der Synagogenchor brachte als Umrahmung die Psalmen 42 und 150 von Lewandowski unter Leitung des ersten Kantors Julius Schapiro und zeigte dabei wiederum sein hohes Können. Am 2. Dezember 1936 veranstaltete die Gemeinde einen sehr gut besuchten Bierabend in der „Weißen Taube". Rechtsanwalt Loew, Mitglied der Gemeindekammer, der im Auftrag des Gemeindevorstandes an der großen Palästinakonferenz teilgenommen hatte, berichtete von seinen Eindrücken. Diese Konferenz war eine Kundgebung des gesamten deutschen Judentums, des zionistischen wie des nichtzionistischen, für Palästina und die für Erez-Israel zu leistende Arbeit. Der Vorsitzende der Gemeinde, Rechtsanwalt Dr. Morgenroth, dankte dem Referenten für seinen Bericht, der in der Gemeinde Bamberg einmütigen Widerhall findet. Die diesjährige Keren-Hajesod-Aktion werde erst in den nächsten Monaten stattfinden; jetzt gelte es, alle Kräfte für die jüdische Winterhilfe zu mobilisieren, die Lauen aufzurütteln und für unsere gesamte Sozialarbeit, die sich immer schwieriger gestaltet und immer größere Mittel erfordert, alle Leistungsfähigen restlos zu erfassen. Zionistische Ortsgruppe Bamberg. Am 16. November sprach vor Mitgliedern und Freunden Frl. Diplom-Kaufmann Käte Heilbrunn über „Von Herzls Tod bis zur Balfourdeklaration". Nach einem Referat des geschäftsführenden Vorsitzenden, Fritz Stein, über den Dienst der Schotrim in Erez Israel beschloß die Versammlung, zu Chanukka Geschenke an 5 Schotrim zu senden. 60. Geburtstag Am 6. November beging der Vorsitzende der ZOG. Bamberg, Herr Julius S t r a u s s, Mitglied der Gemeindeverwaltung und der Tagung des Verbandes Bayerischer Isr. Gemeinden, seinen 60. Geburtstag. Bad Neiistadt a. d. Saale, den 2. Dezember 1936. Am 30. November 1936 verschied nach langem, schweren Leiden im 82. Lebensjahre Herr Sigmund Sichel, 1. Kultusvorstaud der hiesigen Gemeinde. Ihm ist es zu danken, daß alle Einrichtungen, diie das Wesen einer jüdischen Kehillo ausmachen, in vorbildlicher Waise dastehen. Er war der Gründer unserer jüdischen Volksschule. Ausgezeichnet durch ein reiches profanes und jüdisches Wissen, liebenswürdiges Wesen, Geradheit und Rechtschaffenheit in seinem kaufmännischen Berufe erwarb sich der Verstorbene allgemeine hohe Achtung. Das zeigte 'die große Beteiligung an der Beerdigung. Herr Oberlehrer J. Wahler zeichnete ein lebenswahres Bild des Verewigten als Vater, Jude und Mensch; er hob seine großen Verdienste um Gemeinde, Wohlfahrtseinrichtungen, Schule und die jüdische Allgemeinheit hervor. Im Auftrage des erkrankten Bezirksrabbiner Dr. Ephraim, Bad Kissingen, schilderte der Redner das segensvolle Wirken des Entschlafenen als Mitglied des Bezirksausschusses 'des Rabbinats-Bezirks Bad Kissingen und rief ihm auch hiefür herzlichen Dank nach. Namens der isr. Kultusverwal'tung gedachte Herr Max Friedmann des verdienten Vorstandes. Der Name Sigmund Sichel s. A. wird mit der isr. Kultusgem'einde stets ehrend verbunden bleiben. Jüdischer Turn-u. Sportverein München e. V., Jtus" Geschäftsstelle: Plinganserstraße 76, Telefon 72 6 99 Tennisplätze: 73 6 66 Sekretariat: Plinganserstr. 76. Sprechzeit: 10—13, 15—22 Uhr. Sportplätze an der Marbachstraße (Linie 6 Forstenriederstraße). Plinganserstr. 76. Turnhalle, Box-, Judo-, Tischtennis-Säle und Kegelbahn: Fahrtenbuch Morgen 6 Uhr raus! Ein Wettspiel in Nürnberg soll doch frische, muntere Mädels sehen, darum die Parole früh ins Bett. Unsanft weckte man uns am Sonntagmorgen, ungern standen wir bei noch dunkler „Nacht" auf, aber pünktlich müssen KEREN KA3EMETH LEJISRAEL Spendet Bäume für neue Wälder in Erez Israel. Sie machen das Land schöner, gesünder und fruchtbarer. JÜDISCHER NATIONALFONDS E.V., ZWEIGSTELLE MÜNCHEN, Schlosserstr. 2/1