Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 24 (15.12.1936)
- Date
- 1936-12-15
- Page
- Seite 537 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 24 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 537 Freunde .Oberschlesiens sollen ihm über, das Grab hinaus danken für das, was er als oberschlesischer Pionier auf weit entferntem Posten geleistet hat----" Zionistische Ortsgruppe München Sdilosserttr.2/1 Tel. 53 052 Oneg Schabbath am 19. Dezember Am Samstag, den 19. Dezember, wird der Oneg Schabbath der Zionistischen Ortsgruppe wieder aufgenommen. Diese Veranstaltungen sollen in einer feierlichen und unterhaltenden Form Gegenstände der jüdischen Geschichte und der jüdischen Gegenwart vermitteln. Dieser erste Oneg Sohabbath, der um K>9öhr im Sitzungssaal der Gemeinde beginnt, ist dem Schöpfer des Oneg Schabbath- Gedankens, Chaim Nachman B i a 1 i k , gewidmet, dessen Geburtstag auf den 4. Teweth fällt. Die Ansprache hält Dr. Walter Eichelberg. Sie wird umrahmt von hebräischen und deutschen Rezitationen, Gesang und Schallplatten. Ortsgruppen-Abend Der letzte OrtsgruippeTiabend im Restaurant Schwarz brachte zunächst einen Vortrag von Heinz Löwenstamm über „Erlebnisse und Beobachtungen bei den Arabern Palästinas". Der unmittelbare Einblick, den der Redner in das Leben der palästinensischen Araber erhalten hatte, ermöglichte eine ungewöhnlich aufschlußreiche und lebensvolle Darstellung, die allgemeinen Beifall 'fand. Die anschließend vorgeführte Palästina-Monatsschau zeigte wieder hervorragend aufgenommene urnid ausgewählte Bilder von den Auswirkungen der Unruhen und von neuem Aufbau in den Städten und auf dem Lande. Ein Garten der jüdischen Jugend in München Die Zionistischen Bünde in München haben beschlossen, innerhalb der allgemeinen Wiederaufforstungs-Aktion der während der Unruhen zerstörten Wälder in Palästina einen „Garten der jüdischen Jugend in München" zu errichten und fordern auch die übrige jüdische Jugend Münchens auf, sich an dieser allgemeinen jüdischen Aufgabe zu beteiligen. Die Ergebnisse sind für den Wald der ersten Siedlung der Jüdischen Jugend-Alijah aus Deutschland bestimmt. Jeder Sammler erhält einen Sammelblock, in den Quittungen über einen ganzen Baum (6 RM.), aber auch über Teilbeträge enthalten sind. Material ist bei der Zweigstelle des KKL (J ü d i s c h e r N a t i o.n a 1 - F o n d s), Schlosserst r. 2/1, zu erhalten. Eine wohlgelungene Veranstaltung zu Chanukka Im Sitzungssaal der Münchener Gemeinde veranstaltete die Ortsgruppe des Frauenbundes eine gut beschickte und gut besuchte, in jeder Hinsicht erfolgreiche „Chanukka-Messe". Unter anderem zeigten die Damen Rosa Eisberg, Ida Eschhorn, Halt, Else Kerold, Marie-Luise Kohn, Klara Lismann, Ella Marx, Hanria Pappenheim, Alice Rosenthal, Rothschild, Lotte Schonberg, Elisabeth Springer und Resi Sternglanz selbst gefertigte Arbeiten aus Keramik, Metall, Glas, Stoff, die durch geschmack- Willkommene Geschenke w- .^i-rarr;PSV Ski-Änzüge Rauch-Jacken Pullover und Herrenartikel ROSENFELDER Bayerstraße 5 Gegründet 1878 Das Fachgeschäft für gute Herrenkleidung volle Entwürfe, künstlerische und gediegene Ausführung und niedere Preise viel Freude machten. Der glückliche Gedanke solcher „Chanukka-Messen" sollte auch anderwärts Nachahmung finden; tüchtigen Kunstgewerblern wird damit ebensogut Erwerb verschafft, wie dem Publikum wertvolle Ware. Die Damen des Frauenbundes, an der Spitze Frau Jenny Baerwald, haben auf die Organisation und Durchführung Tatkraft, Geschmack und Zeit verwendet. Zu dem Hinscheiden von Frau Seiinger Die Münchner Wohlfahrts- und Frauen-Institutionen, insbe- -sondere der Frauenverein von 1830 und der Verein Ferienkolonien und zur Bekleidung von Schulkindern beklagen den Tod von Frau Emma S e 1 i n g e r, einer hochverdienten führenden Persönlichkeit ihrer Reihen. Jüdischer Frauenbund Der nächste Bibelkurs findet wegen Chanukka erst am Montag, den 21. Dezember 5 Uhr, im Sitzungssaal statt. Thema: Hattara von Sabbat Chanukka. Secharia Kap. 2, 14—4, 7. Die nachexilische Prophetie. Die Bücherei des Jüdischen Jugendheimes München 2 NO; Von-der-Tann -Straße 19/o hält folgende Sprechstunden ab: Dienstag von 7—8 Uhr abends und Mittwoch von 6—7 Uhr abends. In Ausnahmefällen werden auch außerhalb dieser Zeiten durch denVerwialteriidels Jugendheimes Bücher ausgegeben. Der jüngste Katalog steht jedermann auf Anforderung zur Verfügung. Zu Chanukka wurden eine Reihe neuer Bücher eingestellt. Aus bayerischen Gemeinden Zum Heimgang von Elise Hopf (Nürnberg). Am 14. November verschied im 72. Lebensjahre Frau Elise Hopf, deren Name Klang und Ansehen weit über Nürnbergs Grenzen hinaus hatte. Mit ihr ging eine Frau ungewöhnlichen Formats dahin. Jahrzehntelang war sie nicht nur in der allgemeinen, sondern auch in der jüdischen Frauenbewegung führend tätig, so leitete sie bis vor wenigen Jahren den Landesverband Bayern des jüdischen Frauenbundes mit größtem Erfolg. Was Elise Hopf als 2. Vorsitzende des Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen in fast 20jähriger Tätigkeit leistete, bildet ein Ruhmesblatt in der Geschichte dieser Institution, die ihr Aufstieg und Bestand verdankt. Ihre hohen Geistesgaben, ihr kluger Rat, ihre nie ver- |VVVVVV\\\A^VVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVV\ VVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVtVVI Wir bitten dringend um Einzahlung der monatlichen Spendenbeträge für die Jüdische Winterhilfe der Israelifischen Kultusgemeinde München |.- Herzog.Max-Strafe 5 / Postscheckkonto: München Nr. i|5o43t ■vvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvv^ wvvw VWW^/WB