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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-12-15 · 24 (15.12.1936) · p. Seite 536

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
24 (15.12.1936)
Date
1936-12-15
Page
Seite 536 (sequence 6)
Language
German
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536 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 24 KULTUSGEMEINDE MÜNCHEN I LEHRHAUS Die im November begonnenen Abend-Kurse nehmen planmäßig ihren Fortgang; Unterbrechungen zwischen 15. Dezember und 15. Januar werden von den Kursleitern den Teilnehmern bekanntgegeben. Der Plan der alten und neuen Kurse ab Januar 1937 wird in einer der nächsten Nummern der Gemeinde-Zeitung veröffentlicht. Kurse in modernen Fremdsprachen 1. Englisch a) Für Anfänger: HellaKauders, Montag 20—22 Uhr. Einzelstunde für später Eingetretene, Donnerstag 19% bis 20% Uhr. b) Für Mittelstufe I: Gertrud Beuthner, Mittwoch 20—22 Uhr. Für Mittelstufe II: Emmy Levyn, Mittwoch 20—22 Uhr. c) Für Oberkurs für Fortgeschrittene, Irma Reh, Dienstag 20—22 Uhr. 2. Französisch I r m a R e h , Montag 20—22 Uhr. Italienisch Frau Vera Neumeyer, Dienstag 20—21 Uhr. Kurse für weitere Sprachen, namentlich Spanisch nach Anmeldung und Bedarf. Sämtliche moderne Sprachkurse werden im Jüdischen Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1, gehalten. Die Kurse haben begonnen; neue Teilnehmer können sich nach Anmeldung und Vorbesprechung anschließen. Die Kursgebühr beträgt monatlich RM. 3.— bei zwei Wochenstunden. Berichtigung: Versehentlich war die Erwähnung des Mittelkurses von Frau Gertrud Beuthner im allgemeinen, der Nummer vom 1. November beigefügten Lehrplan unterblieben. Sprach- und Lehrkurse der Kultusgemeinde (Lehrhaus) Auf die (in dieser Nummer angekündigten Lehrpläne, namentlich der Kurse in modernen Fremdsprachen wird besonders hingewiesen. Sprachen lernen ist notwendig! Wohl ist es wahr, daß man eine Sprache im Lande selbst am 'schnellsten lernt, doch geht damit viel kostbare Zeit verloren für den, der im fremdsprachlichen Lande eine neue Existenz soicht Erwerbstätige und Hausfrauen mit mangelhaften Sprachkenntnissen sind stets in wirtschaftlichem Nachtedi. Auch stehen sie hilflos dem 'gesellschaftlichen und kulturellen Leben des Auslands gegenüber, weil nur 'die genaue Kenntnis der Sprache den Charakter -und die Seele eines Volkes erschließt. Nur langsam, Stein für Stein, baut sich das feste Gefüge der Sprache auf. Darum beginne 'man rechtzeitig mit dem Studium! Gelegenheit dazu bieten die schon seit 1933 bestehenden Kurse in modernen Fremdsprachen, weiche vom Lehrhaus der Kuiltusgemeinde übernommen wordein sind. Nur regelmäßiger Besuch der Kurse sichert Erfolg! Verein Freunde der Israelitischen Volksschule München e. V. Wie wir bereits in der Nummer vom 15. September 1936 dieser Zeitung mitteilten, haben wir an unsere Mitglieder und an einen Teil der Elternschaft unserer Volksschulkinder Beitragsauffonderu'nig'en hinausgehen lassen, die zum großenTeil befriedigenden Erfolg hatten. Soweit dies nicht der Fall war, lassen wir nunmehr die Beiträge einkassieren und bitten, unsere BeitragSQuittungen einzulösen. An den übrigen Teil der Elternschaft unserer Volksschule gehen unsere Beitragsaufforderungen in diesen Tagen hinaus. Mit der Bitte, denselben alsbald und in ausreichendem Maße zu entsprechen, dürfen wir die Erinnerung verbinden, daß wir seit Beginn dieses Schuljahres von Monat zu Monat ansteigende Lasten übernommen haben, indem wir für die un- und minderbemittelten Schüler der israelitischen Volksschule die so dringend notwendigen Straßenbahnfahrten von den Wohnungen zu den Schullokalen an der Gabeisberger- und Herzog-Rudolf-Straße und zurück bezahlen. Dies erfordert jeden Monat Zuschüsse von uns in Höhe bis zu 190.— Mark; wir können und dürfen sie aber nicht einstellen, da für die Schülerfahrten bei den sehr weiten Schulwegen ein unabweisbares Bedürfnis besteht. Helfen Sie uns deshalb durch umgehende Einsendung dler Beiträge, unsere reichlichen Zuschüsse an die jüdische Volksschule für ihre minderbemittelten Schüler auch weiterhin aufrecht zu erhalten! Der Vorstand. Zum Heimgang von Kommerzienrat Lilienthal Am 23. November verstarb in München im Alter von 80 Jahren Herr Kommerzienrat Josef L i 1 i e n t h a 1, der in weitesten Kreisen der Münchener Käufmannschaft den besten Ruf genoß und sich allgemeiner Beliebtheit erfreute. Er hat vor mehr als 40 Jahren den Grundstein zu seiner späteren Firma J. Lilienthal K.-G. dadurch gelegt, daß er der bayerischen Industrie die für deren Zwecke außerordentlich brauchbare oberschlesische Steinkohle zuführte und dadurch nicht nur den dortigen Gruben ein neues großes Absatzfeld eröffnete, sondern auch der heimischen Wirtschaft früchtbare Möglichkeiten bot. Aus der Leitung des Konzernes, dem die frühere Firma Lilienthal angegliedert war, erging anläßlich seines Todes ein Nachruf, der die beste Charakteristik für den Entschlafenen darstellt: „...damit ist ein Leben abgeschlossen, das in vorbildlicher Pflichterfüllung dem Wohle seiner Familie und der Förderung der ihm so sehr am Herzen liegenden oberschlesischen Interessen galt. Wir alle, die wir den teueren Entschlafenen kannten, werden seiner stets als eines wirklichen vornehmen Kaufmanns im besten Sinne des Wortes gedenken und alle MAGISTER KIRSCH der gute Likör, Magister Münch c n VII Stadtfiliale Hochbrückenstr. 14, Ecke Herrnstr.

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