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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-06-15 · 12 (15.6.1936) · p. Seite 271

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
12 (15.6.1936)
Date
1936-06-15
Page
Seite 271 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 12 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 271 Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 25. Juni 1936, 20.30 Uhr, im Sitzungssaal der Gemeinde. Dr. Richard Eisen, der soeben von einer Palästina-Reise zurückgekehrt ist, wird einen Bericht über die Situation im Laude sowie ihre politischen Hintergründe und Auswirkungen geben. Anschließend werden Bilder aus Erez Israel, insbesondere von den Unruhen vorgeführt. In einer einleitenden Gedenkfeier wird Dr. Walter Eichelberg über Nachum Sokolow — Mensch und Werk — sprechen. * Hebräische Sprachschule München ©ei 'genügender Beteiligung wird) ein neuer Amfängerkurs beginnen. Schriftliche Anmeldungen an die Z. 0. G., Schtosserstraße 2, Telefon 53 0 52. * Arabisch Bei genügender Zahl von Anmeldungen wird ein Arabisch- Kurs für Anhänger eingerichtet. Leitung Dr. Ehrenfcranz. * Chug Iwri Der nächste Chug Iwri findet am Sonntag, den 21. Juni 1936, 20 Uhr, im Sitzungssaal der Gemeinde statt. * Nächste Abfahrten nach Palästina Die hiesige Vertretung der PALBSTINE EXPRESS CO. im Reisebüro Carl Bierschenik Naahf., Karispktz 3, gibt folgende Abfahrten nach Palästina für die nächsten 4 Wochen aib Triest unid Genua bekannt: ab Triest ab Genua Dampfer GALILEA 17. 6. — TEL AVIV 19. 6, — MARCO POLO 20. 6. PALESTINA , 24.6. — 'ESPERIA — 27. 6. GALILEA 1. 7. — TEL AVIV 3. 7. — MARCO POLO 4. 7. — GERUSALEMME 8. 7. — PALESTINA 10. 7. — ESPERIA — 11. 7. GALILEA 15. 7. - Aus bayerischen Gemeinden Augsburg. Die I. Fußballmannschaft der Privaten; Tenmisgesel'lschaft Augsburg 'unternahm an dien Pfingstfeiertagen eine Wettspielreise nach Stuttgart. Am 'ersten Tage konnte die Augsburger Mannschaft gegen die kombinierte I. und II. Mannschaft des Haikoah Stuttgart einen überlegenen 5:3 (2:2) Sieg davontragen. Am zweiten Tag gewann die alte Herrnmannscha'ft des R. J. F. Stuttgart in einem harten Kampfe gegen die körperlich schwächeren Augsburger mit 3:1 (2:0). Die beiden Spiele zeichneten sich durch Fairneß, Schnelligkeit und eine geschlossene Mannschaftsleistung seitens der Augsburger au«. Die Mannschaft hatte folgende Zusammensetzung: Goldlsdhmidt — Einstein — Einstoß I — Einstoß II, Oppenbeiraer I, Dottenbeimer — Landmantai, Bissinger, Neuiburger, Oppenihieimer, Metzger. Aus der Gemeinde Bamberg. Am \34. Mai konnte die Z. O. G. im großen Saale der „Weißen Taube" dien Palästina-Tonfilm „Land der Verheißung" nachmittags und abends vor jedesmal ausverkauftem Hause zur Vorführung bringen. Dem wirkungsvollen Film wurde von der gesamten Gemeinde, alber aiuch von den Mitgliedern der benachbarten Landgemeinden ein ganz besonderes Interesse entgegengebracht. Am Nachmittag hielt Fritz Stein (Bamberg), am Abend Dr. Capell (Nürnberg) den einleitenden Vortrag. Am 12. Mai hatte vor den Mitgliedern der Z. O. G. Simon Isak (Bamberg) über „Im iKatmpf um dien Zionismus, Resignation oder Aufbau" gesprochen. Qiisilitiit s kl ei <1 u ug' bei Rosenf eider, München Bayerstrasse 5 Special-Abteilung: Zweckmässige Ausstattung f. Auswanderun g. Bezirkstagung der Agudas Jisroel in Nürnberg Die Landesorganisation der Agudas Jisroel in -Deutschland veranstaltet voraussichtlich am Sonntag, den 28. Juni 1936 in Nürnberg, eine bayerische Bezirkstagung der Agudas Jisroel. Interessenten wollen sich zwecks Teilnahme an das Büro der Agudas Jisroel in Nürnberg-W, Essenwainstraße 7, wenden, woselbst das genaue Programm erhältlich itst. Als Abschluß der Tagung ist eine große öffentliche Kundgebung vorgesehen. Aus dem Reiche Keine Auswanderung ohne Sprachkenntnisse! Der Hilfsverein der Juden im Deutschland teilt mit: Die verstärkte Auswanderung nach Übersee, die im Herbst 1935 eingesetzt hat, hält unvermindert an. Bei den meisten Ländern könnte mann die Aussichten unserer Auswanderer als verMItnismäßig günstig bezeichnen, zumal die großen ausländischen Organisationen bei der Unterbringung der Neu-Eingewanderten unschätzbare Hilfe leisten. Demgegenüber mehren sich aber in letzter Zeit immer stärker die Klagen, daß unsere Auswanderer selbst verhängnisvolle Fehler begehen, die nicht nur ihr wirtschaftliches Fortkommen erschweren, sondern auch eine unerträgliche Belastung für die Arbeit . der ausländischen Hilfskomitees darstellen. Daß es Pflicht des jüdischen Auswanderers ist, sich im Eircwanderungsknde jeder politischen Tätigkeit strikte zu enthalten, ist vom Hilfsverein wie von den zuständigen ausländischen Organisationen mehrfach betont worden und muß auch an dieser Stelle mit allem Nachdruck wiederhalt werden. Ein sehr viel .allgemeineres Verschulden unserer Auswanderer liegt indes in ihrem mangelnden Eifer zur Erlernung der künftigen Landessprache. Es liegt auf der Hand, daß der Einwanderer auf wirtschaftlichen Erfolg in der Regel nur rechnen kann, wenn er die Sprache seiner neuen Heimat von Anfang an wenigstens einigermaßen beherrscht und sich dann im Lande selbst möglichst rasch in ihr vervollkommnet. Dies gilt natürlich inl besonderem Maße für die Angehörigen der kaufmännischen und akademischen Berufe, die ohne Beherrschung der Landessprache als Arbeitskräfte meistens geradezu 'unbrauchbar sind. Trotzdem wird immer häufiger aus den überseeischen Ländern berichtet, daß kaum ein kleiner Teil der Einwanderer auch nur über die bescheidensten Sprachkeninitnisse verfügt, und daß viele sich einfach darauf verlassen, sie würden die Sprache schon im Einwanderungslande sozusagen von selbst lernen. Allein innerhalb der letzten Tage sind dem Hilfsverein aus Südafrika, aus Columbien, aus Argentinien, Uruguay und Brasilien heftige Klagen über die Trägheit vieler Auswanderer in dieser Hinsicht zugegangen. PELZAUFBEWAHRUNG E. & O. MERZBACHER Ritter-von-Epp-Platz 6 Telefon 11014

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