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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-05-15 · 10 (15.5.1936) · p. Seite 228

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
10 (15.5.1936)
Date
1936-05-15
Page
Seite 228 (sequence 10)
Language
German
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228 Bayerische Israelitische Gemeiiidezeitung Nr. 10 durch fachmännische P© IAufbewahrung Neuhauserstr. 29 Tel. 10561/11 809 Ojz^ru C%i^c^njAJlß^ tsi^OUt^t. jStsi*iLi4<*£L-^ <JbJLQ£ 4J-Ö-t*~. Korsettgeschäfft Sigmund Reinauer Nürnberg-A, Fleischbrücke 6/8 Telefon 24960 Große Auswahl in Leibbinden und allen einschlägigen Artikeln. RESTÄURZ1NT SCHWÄRZ SCHLOSSERSTRÄSSE 2 . TELEPHON 50756 Hlle Donnerstag, Samstag, Sonntag abends KONZERT (Sarsky) Täglich Mittag- und Äbend-Menu von RM. 1.20 an (im Abonnement Ermäßigung) Tägi. nachmittags wiener Gebäck, Kaffee, Eisspezialitäten GERSTLE & LÖFFLER G.M.B.H. München, Weinstr. 3 Gegründet 1877 Das bekannte Haus für Mode und Wäsche MARX Hittag- und Abendtisch SchUtzenstraße 6/11 Tel. 52944 Eingang Luitpoldstraße 1 Min. v. Hauptbahnb. Behagl., angenehme Räume. Allererste gepflegte Küche. 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Abraham Heller wird in seinem neuen Buch dem Problem nicht gerecht, wenn er die bolschewistischen Juden nicht als Juden gelten läßt (vgl. darüber jetzt ebenfalls sehr einseitig: Histor. Zeitschr. Bd. 153, S. 336 ff.). Ein guter Kenner der Frage, ist F e d o r S t e p u n („Das Antlitz Rußlands und das Gesicht der Revolution" 1934, namentlich S. 102 f.). Man kann darüber zunächst nur Stoff von verschiedenen Seiten sammeln: ein endgültiges Urteil ist objektiv noch nicht möglich. Man muß auch ah der Objektivität Hellers zweifeln. Ein Kenner wie Grigori Landau setzt (in. der C.-V.-Ztg. vom 9. Jan. 1936) Zweifel in die Richtigkeit der Schlußfolgerung bei Heller über die „assimilierten Bolschewiken jüdischer Abstammung". Wir geben nach dieser Literatur-Ubersicht die Kritik der Jüd. Rundschau an dem Hellerschen Buch wieder: Diese Studie, die im Rahmen der „Schriften der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" erschienen ist, wurde als Dissertation an der Berliner Universität abgefaßt. Sie ist besonders in ihrem ersten Teil nützlich, der die historische Entwicklung von 1917 bis zur Stabilisierung der Sowjetmacht darstellt. Die Schilderung der tief eingreifenden Wirkungen der russischen Revolution und der mit ihr verbundenen und nachfolgenden furchtbaren Pogromperiode ist gerade durch ihre knappe Nüchternheit und das reichhaltige Zahlenmaterial, das ihr beigegeben ist, erschütternd. Wir erleben nochmals den Zusammenbruch des russischen Judentums, seine physische Vernichtung, seine gesellschaftliche Isolierung und zum Teil auch kulturelle Auflösung. Nicht'ganz so befriedigend ist der zweite Teil der Arbeit, der sich mit der Lage der Juden in der Sowjetunion beschäftigt. Der Hauptmangel dieses Abschnittes ist der, daß die meisten statistischen Angaben, die ihm zugrunde liegen, aus den Jahren 1926 bzw. 1927 stammen, so daß die Darstellung teilweise nur noch einen historischen Wert hat und die gegenwärtige Situation des russischen Judentums nur unvollkommen erfaßt. Obwohl gewiß nicht zu vergessen ist, daß es mangels ausreichender exakter Unterlagen für eine wissenschaftliche Arbeit schwer ist, die Darstellung an die Gegenwart heranzuführen — was im übrigen in einigen Punkten doch versucht wird —, wäre es nützlich gewesen, wenigstens in einem abschließenden Schlußteil auf Grund des vorhandenen Materials einen Querschnitt durch die aktuelle Lage der Juden in Rußland zu geben, wie sie sich heute darstellt. Dennoch bleibt auch der zweite Teil der Hellerschen Schrift wertvoll, da die Grundtendenzen, die er bis zu einer etwas zurückliegenden Zeit verfolgt, auch heute noch das Schicksal der russischen Juden bestimmen, die unter außerordentlichen Schwierigkeiten, beinahe völlig vom Leben des jüdischen Volkes in der Welt abgetrennt, existieren. Für uns besonders interessant ist in diesem Zusammenhange' d;e Schilderung- H?s Schicksals aller gesellschaftlichen Organisationen, der jüdischen Religion, der hebräischen Sprache und der zionistischen Bewegung in Rußland, die einer brutalen Unterdrückung ausgesetzt sind. M. »ICBEKTMAIJ & CO. KAUFINGKRSTBASSK 10 Das Haus für hübsche Geschenke in Uhren Schmuck Silberwaren Kultusgeräte Geschäftliches Herr Dipl.-Ing. M. E. Fulda, Heizungsanlagen, Nibelungenstr. 14, empfiehlt sich für die Ausführung von Heizungsanlagen aller Systeme, sowie für Reparaturarbeiten. S.Inserat!

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