Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 7 (1.4.1936)
- Date
- 1936-04-01
- Page
- Seite 153 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 7 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 153 Aus der Gemeinde München Israelitische Jugendhilfe Antonienstraße. Die Hauswirtschaftliche Abteilung des Kinderheims der Israelitischen Jugendhilfe E. V. München, Antonienstraße T, bleibt wegen Renovierung und Desinfektion des Hauses vom 18. März bis zum 30. April 1936 geschlossen. Das neue Schuljahr beginnt am 30. April 1936. Sterbegeldversicherung des isr. Vereins Chewra-kadischa Von maßgebender Stelle wird uns mitgeteilt, daß durch die bekannten Vorgänge bei der Lebens Versicherungsgesellschaft Phönix in Wien das deutsche Geschäft des Phönix und somit auch die Sterbegeldversicherung in keiner Weise berührt wird. Die Einzahlung der Prämien der einzelnen Versicherten muß deshalb auch pünktlich erfolgen, damit der Versicherungsschutz jedes einzelnen Mitgliedes auch fernerhin bestehen bleibt. fög Zionistische Ortsgruppe MÜndien ScMo*sersir.2/I Tel.53052 Pessach-Aktion des KKL. Die Landeskommission des Keren-Kajemeth-Lejisrael (Berlin W. 15), Meinekestraße 10) erläßt folgenden Aufruf: Seit vielen tausend Jahren lebt in unserem Volk die Erinnerung an die Befreiung aus Mizrajim. In keinem Augenblick unserer Geschichte standen wir so unter dem Eindruck dieses Festes wie in unseren Tagen. Heute wie damals steht das jüdische Volk im Anfang und im Kampf um neuen Lebensraum. Heute wie damals muß dieses neue Leben, muß der Boden, auf dem es wachsen soll, hart erkämpft werden. Schon ist Unerhörtes in Erez Israel erreicht. In weniger als einem Menschenalter entstand dort ein Werk, das sich bereits in unseren Tagen für die Juden als aufnahmefähiger und aufnahmewilliger erwiesen hat, als alle anderen Länder insgesamt — gegen alle kluge Voraussicht und gegen die fast unsere Kräfte übersteigenden Naturgewalten des Landes! , Einsicht, Lebenswille, Opfermut, Einsatzbereitschaft und der Drang einer kleinen Schicht des jüdischen Volkes zur Befreiung haben die Fundamente zu einer neuen jüdischen Heimat gelegt. Die zum Aufbau entschlossene zionistische Bewegung hat in zäher und mühevoller Anstrengung das nationale Kapital geschaffen, mit dem der Keren Kajemeth Lejisrael Boden in Palästina für das jüdische Volk erwarb, Wasserquellen erschloß, verkarstete Gebirge bewaldete und das Land zur Besiedlung durch die Juden vorbereitete. Auch noch die ödeste Bodenfläche, Wüste, Sumpf und Sand haben sich in Erez Israel als Lebensraum und Lebensquelle für Hunderttausende von Juden erwiesen. Jüdische Jugend, getrieben vom Willen zur Erneuerung, hat hier mit ihren Kräften aus dem Lande unserer Väter die Grundlage für die neue Heimstätte unseres Volkes geschaffen. Erschüttert in ihren wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Existenz-Grundlagen suchen die Juden im Galuth Länder und Territorien, die ihnen Lebensraum gewähren. Die Judenfrage ist nicht mehr Schicksal nur eines kleinen Teiles der Judenheit. Überall lastet ihr Druck auf den Juden. Sie drängt zur Lösung! Jüdische Männer von Ruf und Ansehen stellen in diesen Wochen in Amerika und Europa die Schaffung neuer Lebensmöglichkeiten in den Brennpunkt des öffentlichen jüdischen Interesses. Die gesamte jüdische Welt vereinigt sich in, ihren Anstrengungen um Hilfe und Aufbau für die Juden aus Deutschland. Die Stunde ist gekommen, wo auch in das Bewußtsein der Juden in Deutschland die Forderung nach eigener Mitwirkung und Gestaltung unseres künftigen Volkslebens dringen muß. Wir wollen nicht nur Auswanderung. Jüdische Jugend will ein Leben in Freiheit, Arbeit und Ehre! Unsere jungen, jüdischen Menschen brauchen Boden, auf dem sie als Jüden ihre Zukunft selbst formen können, Boden, auf dem sie arbeiten und leben können kraft Rechts und nicht aus Duldung. Weite, der Besiedlung harrende Gebiete kann der »NACH MASS« m unserem Sinne: edle Stoffe und beste, nach Maßtarif 1 entlohnte Schneiderarbeit. Unsere Maß-Anzug-Preise: 145.- 165.- 185.- BAMBERGER* HERTZ die zuverlässigen Kleidenf achl eute Keren Kajemeth Lejisrael heute in Palästina erwerben. Durch ihn kann Raum geschaffen werden für Hunderttausende neuer jüdischer Einwanderer. Wer den nationalen Bodenbesitz des Keren Kajemeth Lejisrael stärkt, hilft sich selbst; nur unsere eigene Hilfe ist echt und aufbauend! Nur mit unseren eigenen moralischen und materiellen Mitteln wird Erez Israel gefestigt und erweitert. Nur wir selbst machen es zu einer Heimstätte für uns und unsere Kinder. Schafft Euch Lebensraum! Spendet Boden für neue Siedlungen in Erez Israel. Der Palästina-Tonfilm „Land der Verheißung" in München. Nachdem verschiedene Schwierigkeiten eine mehrmalige Verschiebung der Aufführung in München notwendig gemacht hatten, sind nun im April mehrere Vorführungen festgesetzt, so daß endlich dem jüdischen Publikum in München Gelegenheit gegeben ist, dieses hervorragende Kunstwerk zu sehen. Die Qualitäten des Films, der bei seinen bisherigen Aufführungen in allen Ländern der Welt ungeteilten und begeisterten Beifall der unzähligen Zuschauer gefunden hat, sind so bekannt, daß darüber nichts mehr gesagt zu werden braucht. Bei der Internationalen Filmausstellung in Venedig wurde der Film bekanntlich unter den besten Filmwerken aller Länder ausgezeichnet. Eintrittskarten sind nur im Vorverkauf erhältlich. Bei dem zu erwartenden starken Besuch wird sehr empfohlen, frühzeitig die Karten zu besorgen. Alles Nähere ist aus der Ankündigung in dieser. Nummer ersichtlich, aus der auch Näheres über die Gültigkeit der zu den abgesetzten Aufführungen besorgten Karten hervorgeht. Israelitischer Verein für Bestattungswesen. Vom Vorstand des Israelitischen Vereins für Bestattungswesen und der Israelitischen Krankenfürsorge geht uns folgende Anregung zu: Es empfiehlt sich, zu Beisetzungen (Uberführungen) Verstorbener aus Kranken- und Heilanstalten mit Rücksicht auf die Ruhe in den Anstalten von allzu großer Beteiligung abzusehen. Es erscheint auch dringend geboten, nicht nur diese Beteiligung einzuschränken, sondern auch in einfacher Kleidung ohne Zylinder zu erscheinen. Reichsbund jüd. Frontsoldaten Ortsgruppe München Der am 13. April 1936 fällige Kameradschaftsabend fällt wegen der Feiertage aus. Der nächste kameradschaftliche Abend findet am Montag, den 27. April 1936 in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstr. 2, statt. Levinger Zigarren haben iFire Stammkunden! S. LEVINGER, Bayersir. 21 im Höfel Rheinischer Hol Gegr. 1886 Fernsprecher 54897