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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-04-01 · 7 (1.4.1936) · p. Seite 154

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
7 (1.4.1936)
Date
1936-04-01
Page
Seite 154 (sequence 10)
Language
German
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154 Bayerische Israelitische Gemeindezeituntf Nr. 7 Adolph Schlesinger Prielmayerstr. 12 Gegr. 1881 Das Spezialhaus für Trikotagen ^Af ir führen die Markenfabrikate: Bleyle Strickwaren SSL0'- JägCr } Unterwäsche Schachenmayr Wolle Rogo Strümpfe SIC finden aber auch in den unteren Preislagen Qualitätsware». KOSTÜME . KXEIDEK» MÄKTEIi, FE1LZE Meine Spezialität: Unterwäsche für jedes Klima. MÜNCHEN\ BRIENNERS'f RASSE52 Aus dem Verbände Ludwig. Rosenzweig — 75 Jahre alt Vor kurzer Zeit beging Herr Kommerzienrat Ludwig Rosenzweig, Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg und Schatzmeister des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, den 75. Geburtstag. Wir glaubten im Sinne des Jubilars zu handeln, wenn wir davon abgesehen haben, den Geburtstag selbst einer größeren Öffentlichkeit bekanntzugeben. Abhold allem Gefeiertwerden, hat Herr Rosenzweig fern seiner Heimatstadt das neue Lebensjahr begonnen. Aber Dank und Verehrung, die dem verdienten Manne im reichsten Maße gebühren, lassen sich nicht zurückdrängen und müssen wenigstens in diesen Blattern sich zu herzlichsten Glück- und Segenswünschen verdichten. In einem Alter, in . welchem die meisten Menschen müde geworden sind, steht Ludwig Rosenzweig ungebeugt im schaffenden Leben: als Kaufmann, in-seinem Fache wegen seiner Kenntnisse und seiner, beste und vornehmste Tradition aufrechterhaltenden Art weit über die Grenzen Nürnbergs bekannt, als jüdischer Po-, litiker führend und richtunggebend. Seit Jahren an der Spitze der Kultusgemeinde Nürnberg stehend, weiß Ludwig Rosenzweig auch in schwerster Zeit das Gemeindeleben in seiner Heimatstadt nicht nur aufrechtzuerhalten,.sondern trotz zahlenmäßiger Verkleinerung den Erfordernissen der Zeit anzupassen. Fast möchte es scheinen, als seien dem stets regsamen und nimmermüden Manne in den Altersjahren die Kräfte noch gewachsen, hat er doch gerade in der letzten Zeit neue und vorbildliche Einrichtungen in Nürnberg geschaffen und vor allem ein beispielhaftes Schulwerk errichtet und ausgebaut. Seit mehr als einem Menschenalter hat Rosenzweig tiefe und gründliche Einblicke in das Wirtschaftsleben gewonnen. Das Ergebnis seiner Erfahrung, gestützt durch reiche theoretische Kenntnisse, wirkt sich insbesondere auch fruchtbar bei seiner Tätigkeit als Verbandsschatzmeister aus. Bedacht und sparsam, aber auch aufgeschlossen für alles, was unter neuen Verhältnissen notwendig und fördernswert erscheint, verwaltet er die Finanzen des Verbandes. In dankbarer Würdigung alles dessen, was Ludwig Rosenzweig für die jüdische Allgemeinheit geleistet hat, sei" ihm heute herzlichst gratuliert. Unser Wünschen und Hoffen geht dahin, daß dem ausgezeichneten Manne noch viele Jahre eines auch weiter tatkräftigen, von allem Leid verschonten Lebensabends beschiedenjsein mögen. * ■■<.■*■ Lerntagung des Landesverbands Bayern der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands am 15. März in Würzburg. Unter reger Beteiligung der Bünde aus Bayern und der Pfalz fand diese erste Lerntagung seit der endgültigen Entscheidung des Verbandes zum Zionismus statt. Sie bezeugte den einmütigen Willen aller Mitglieder," der dieser Entscheidung zugrunde liegt. Der .Verbandsleiter, Dr. Paul Eppstein (Berlin), eröffnete die Lerntagung mit einer Arbeitsgemeinschaft über Siedlungsformen und Kibbuzim. Anschließend leitete Reinhold Herz (Berlin) eine Arbeitsgemeinschaft über die Grundlagen der Erziehungsarbeit des Verbandes, im Verlauf derer sich die einmütige ' Haltung ergab, Erziehungsarbeit im Sinn der Chaluziuth unter stärkerer Berücksichtigung des religiösen Faktors in den Vordergrund der Verbandsarbeit zu stellen. Dies gilt sowohl für die Älterengruppen als auch insbesondere für die Gruppen des dem Verband angeschlossenen Brith Jehudim Zeirim. Es folgte eine weitere Arbeitsgemeinschaft über die zweckmäßige Einbeziehung jüdischer Gegenwartskunde in die Bundesarbeit. Der Leiter des Landesverbands Bayern, Luitpold Neumann (Bamberg), erstattete zum Abschluß Bericht über die Tätigkeit der bayerischen Bünde. Luitpold Neumann, der in wenigen Monaten auswandert, schlug zu seinen Nachfolgern Dr. Kurt Freudenthal und Herbert Strauß (Würzburg) vor. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Mit Worten des Dankes für die geleistete Arbeit an 6 scheidende Bundesfreunde beschloß Dr. Eppstein die Lerntagung, die allen Teilnehmern sehr viel Anregungen für die weitere Arbeit geben konnte. Es sei auch an dieser Stelle erlaubt, dem aus dem Verband scheidenden Freunde Luitpold Neumann (Bamberg) zu danken für seine langjährige fruchtbare Arbeit im Verband der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Seine bescheidene Art und seine auch in schweren Zeiten hervorragende Arbeitsweise muß und wird allen Chawerim und Chaweroth des Bundes Vorbild sein. Wir wünschen ihm Chasak auf seinem ferneren Lebensweg. K. H., Sp. Tägliche Ersparnisse durch täglichen Einkauf von Lebensmitteln — Textilien — Haushaltartikel bei KLEINPREISE Nymphenburgerstr. 128 * Tel. 62471 * Lieferung frei Haus FROH JAHRS-PELZE Füchse, Capes Elegante Paletot-Modelle in großer Auswähl b,i S. ORLJANSKY & Co. Neu haus er Straß e 2 9 Unverbindliche Änsichts-Sendungen nach auswärts/

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