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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-12-15 · 24 (15.12.1935) · p. Seite 538

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
24 (15.12.1935)
Date
1935-12-15
Page
Seite 538 (sequence 4)
Language
German
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538 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 24 ChanukbaJi-Kinderfest veranstaltet von der Zionistiscken Ortsgruppe München | Sonntag, den 22- Deseinber ig3S7 i530 Unr, imiSaalderRliea-GlusjScIiule,Germaniastr.ao (1. Haltestelle nadi Danziger Freiheit) PROGRAMM 1. Knaoendkor der Synagoge Reidienbadistr. £ 2. Nicoletta Rosentlial erzänlt die Makkabaergescb.icb.te 3. Hebraiscb.es Lied 4. Ein Palästina-Kurzfilm von Dr. Nadiuin Gidalewitscn PAUSE Fliegendes Büffet * Krabbelsadt 5. Licbterzünden 6. Jemenitiscb.es Hirtenlied (Blockflöte: Elisabeth Gutmann) 7. Der grolje Zauoerer Doktor Katzenstein 8. Fünf Narren am |5arren (Komische Turnriege) Eintritt 40 Pfennig für Kinder, So Pfennig für Erwachsene. Karten im Vorverkauf in der ZOG, ScblosferAraße sjl £ Einlaß ab i5 Uhr, Beginn pünktlich. a.530 Uhr Ideal ungläubig geworden und ein jüdischer High Commissioner hat sogar, ohne auf den einhelligen Widerstand der Juden zu stoßen, die völkerrechtlich unzulässige Abtrennung Transjordaniens durchgeführt. Die politischen Erfahrungen aller Völker lehren, daß nür durch jüdische Mehrheit und volle politische Autonomie, ferner durch eigene Organisierung und unbedingte Bejahung der Selbstverteidigung eine endgültige Sicherung der Juden in Palästina möglich ist. In der Politik um das Mittellneer sind heute Wandlungen des politischen Bildes zugunsten des jüdischen Palästina nicht weniger möglich, als im Jahre 1917, dem Jahre der Balfour-Deklaration, die einem zerrissenen, wirtschaftlich und organisatorisch schwachen Judentum gegeben wurde. Um auf diesem Weg tatkräftig vorzuschreiten, ist allerdings eine klare, offene, nach alter bewährter zionistischer Auffassung auch die interessierten europäischen Mächte einbeziehende Politik erforderlich, was heute in immer breiteren Kreisen einge- ' sehen wird. Den großen Zielen müsse jede andere Frage hintangestellt werden. In Deutschland, wo die Juden fast wie auf einer Insel leben, spüre man noch wenig von der großen Wendung im Zionismus, der heute in aller Welt sich wieder den Einsichten Herzls zuwende, vor allem dem unverfälschten Gedanken des Judenstaates, dessen Aufbau keine offenen oder versteckten Klassenkampfideologien erlaubt. Die große Wandlung sei das Werk der Neuen Zionistischen Organisation, die auf ihrem ersten Kongreß in Wien nach wenigen Monaten der Vorbereitung schon mehr Wähler hinter sich hatte als die Luzerner Rumpfvertretung, die überdies bis in die letzten Jahre auch von der energischen Arbeit der Revisionisten Nutzen gezogen hatte. In Wien ist es zum ersten Male dem Zionismus gelungen, auch breite Massen der Orthodoxie zur Mitarbeit heranzuziehen, die niemals einen atheistischen oder religiös gleichgültigen Zionismus anerkennen könne und ebensowenig Verständnis für Klassenkampfpropaganda aufbringe. Die Teilnahme der Orthodoxie beweist die Kraft der N.Z.O., über alle Unterschiede der Herkunft und Interessen und kleinlichen Sonderwünschen hinaus alle jüdischen Kräfte für die dringendsten Ziele und nationalen Aufgaben zu sammeln und zu aktivieren. Kareski, dessen Rede von starkem Beifall begleitet war, legte schließlich ein klares Bekenntnis zu der anerkannt stärksten politischen Persönlichkeit des zeitgenössischen Zionismus, zu Jabotinsky ab. Er schloß seine auch rednerisch hervorragenden Ausführungen mit einer begeistert aufgenommenen Versicherung des unzerstörbaren Glaubens der staatszionistischen Bewegung an den jüdischen Staat als entscheidenden Faktor unserer Zukunft als Volk. Im Schlußwort wurde noch auf die geplanten künftigen Zusammenkünfte hingewiesen, in denen allen Interessenten Gelegenheit gegeben werden soll, zu einer genaueren Kenntnis der staatszionistischen Gedankenwelt zu kommen. Die Münchener Ortsgruppe der St.O. will ihrem ersten voll geglückten Versuch auch in Bälde wieder größere Kundgebungen folgen lassen. Dr. J. Heidecker. Aus der Gemeinde München Bibel-Stunden Die von Herrn Rabbiner Dr. Baerwald abgehaltene Bibelstunde (vergl. Gemeinde-Zeitung vom 1. Dezember, Seite 518) findet das nächstemal am Mittwoch, den 18. Dezember, um 20.30 Uhr in der Haupt-Synagoge statt. Jüdische Winterhilfe In dem Artikel „Fragen an die Jüdische Winterhilfe" in der vorigen Nummer muß es entsprechend unseren früheren Veröffentlichungen unter Ziffer 1 heißen: „Die Richtlinien lauten dahin, daß für die Dauer von 6 Monaten von Oktober bis März monatlich wenigstens 10 Prozent der Lohnsteuer oder für die Veranlagten 3 Prozent der Jahreseinkommensteuer an die Winterhilfe abgeführt werden sollen." MAGISTER KIRSCH der gute Likör, Magister München VII

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