Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 22 (15.11.1935)
- Date
- 1935-11-15
- Page
- Seite 493 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 22 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 493 Arbeitsgemeinschaft der Zionistischen Ortsgruppe Augsburg •iii Verbindung mit dem Snif Hechaluz über das Thema: „Staats- und völkerrechtliche Fragen Palästinas unter Berücksichtigung der geschichtlichen Entwicklung des Palästina-Manda t s". Die AG beginnt am 4. November und findet wöchentlich Montag 20.30 Uhr im Schulzimmer statt. Zur Teilnahme sind Gäste eingeladen. An jedem Abend finden zwei ca. halbstündige Referate statt. Der Rest des Abends ist für die Aussprache bestimmt. Aktive Mitarbeit ist erwünscht! Vorbereitung nach beiliegender Bibliographie! Die Leitung der A.G haben Dr. Ludwig Mayer und Herbert Seliger. 4.11. 1. Palästina als Staat im Wandel der Zeit bis zum Krieg. 2. Palästina im Krieg — Balfour-Deklaration bis zum Völkerbund-Mandat. 11.11. 3. Die Lage Palästinas im vorderen Orient. 4. Palästina als moderner Staat. 18.11. 5. Palästina geographisch und geopolitisch. 6. Die Wirtschaft Palästinas. 25.11. 7. Fragen des arbeitenden Palästinas. 8. Araberfragen. Bibliographie: Hugo Herrmann: Palästinakunde, 1. mit 4. Teil: 1—8. Böhm: Die zionistische Bewegung, 1. und 2. Teil: 1—8. *Hechaluz-Verlag, Israel: Volk und Land, eine jüdische Anthologie: 1—8. Bonne: Palästina, Land und Wirtschaft: 4—8. Hans'Kohn: Europäisierung des vorderen Orient: 2, 3, 5, 6. *Hechaluz-Verlag: Zum jüdisch-arabischen Problem: 8. *Habonim: Wege der Verwirklichung: 7, 8. Walter Preuß: Die jüd. Arbeiterbewegung in Palästina: 6—8. Ernst Marcus: Palästina ein werdender Staat: 2—8. Josef Cohn: England und Palästina: 2—4. Die mit * versehenen Schriften sind bei Leo Zinner, Pfannenstiel 17, zu haben. Der Israelitische Frauenverein Augsburg beabsichtigt anfangs Januar für junge Frauen und Mädchen je einen Kurs in Säuglings- und häuslicher Krankenpflege abzuhalten. Der Unterricht wir zweimal wöchentlich nachmittags oder abends je eineinhalb Stunden durch eine staatlich geprüfte Säuglings- und Krankenschwester erteilt. Gesamtdauer des einzelnen Kurses 18 Stünden. Teilnehmergebühr für einen Kurs 5 RM., auf Wunsch Ermäßigung. Anmeldungen erbeten an die 1. Vorsitzende Frau Clemy Heymann, Völkstr. 24, Fernruf 4917. Aus der Gemeinde Bamberg In welchem Maße es der Zionistischen Ortsgruppe gelungen ist,' das jüdische Leben in Bamberg zu beeinflussen, bewies die Veranstaltung im Oktober im Saal des Jüdischen Jugendheims: „Was Jüdische Jugend Euch zu sagen hat." Trotz der beschränkten Raumverhältnisse hatten sich etwa 200 Menschen eingefunden, als der Vorsitzende der Zionistischen Ortsgruppe, Herr Julius Strauß, den Abend eröffnete, der seine besondere Note durch die bevorstehende Alijah zweier Chawerim erhielt: Karl Wiesenfelder, dem Snifleiter des Hochaluz, und Fritz Ehrlich. Als erster Referent sprach Josef Strauß, dessen Ausführungen eine eindringliche Mahnung an die Freunde des Bundes Deutschjüdischer Jugend waren. Anschließend kam Fritz Ehrlich zum Wort, mit dem Thema: „Aufbruch in der Golah." Stärkstes Verantwortungsbewußtsein aller nach Erez Israel strebender Menschen sei unerläßlich, insbesondere bei den Kapital transferierenden Palästinafreunden. Karl Wiesenfelder sprach über „Revolution des jüdischen Wollens". Er skizzierte, losgelöst von aller persönlichen Tragik, die tieferen Ursachen unseres jüdischen Schicksals, da idie an uns alle herantretenden Aufgaben nur unter diesem Aspekt zu lösen sind. Im Namen der Israelitischen Kultusgemeinde überbrachte der erste Vorsitzende Herr Dr. Morgenroth den scheidenden Olim den Abschiedsgruß der Gemeinde. Er versprach die Unterstützung der Gemeinde in der Umschichtungs- und Palästinafrage und betonte, daß die Bamberger, Gemeinde auf dem Boden des; Arbeitsprogramms der Reichsvertretung stehe.- Für den Bund Deutschjüdischer Jugend sprach Kurt Wollenberg. Das Schlußwort hatte Fritz Stein; er rief alle Willigen zur aktiven Mitarbeit auf, denn nur so könne das Werk gelingen, das der einzige Lichtstrahl des gesamten Judentums ist. H. E. JiNliscIier Tum- und Sport verein Fußball. JTSV Würzburg : JTSV München 5:2 (3:2). 3. November 1935. Auf die Dauer ist das Glück immer mit dem Tüchtigen. Die Münchener haben besonders mit ihren Heimspielen kein Glück, sie sind halt leider auch nicht so tüchtig. Eine zeitweise drückende Überlegenheit nützt nichts, wenn man sie nicht in Tore umwandeln kann. Und wenn der Gegner einige leicht zu verhütende Tore für sich buchen kann, so entstpht ein nicht mehr einzuholender Vorsprung. Gewertet wird das Ergebnis als verlorenes Spiel, wenn auch die — wieder leider — wenigen Zuschauer einen derartigen Qualitätsunterschied nicht feststellen konnten. Bei den Würzburgern waren Torwärter und Verteidigung fast nicht zu überwinden, der Mittelläufer war im Angriff und in der Verteidigung gleich ausgezeichnet und der Sturm spielt sein bekannt gefährliches Spiel mit genauem Passen auf den freien Raum. Bei München waren Torwärter und Verteidigung schwächer als sonst; dafür war die Läuferreihe stabiler. Der Sturm brachte den Ball zeitweise in schöner Kombination vor das gegnerische Tor, zeitweise aber verfiel er wieder in ein nervöses und hohes Spiel. Die Außenstürmer starteten bei den ihnen zugedachten Vorlagen zu spät. Als nach der Pause eine 20 Minuten dauernde drükr kende Überlegenheit kein Ergebnis brachte, wuchs die Nervosität. Würzburg kam in der ersten Halbzeit zu zwei sehr billigen Toren, erzielte allerdings durch einen sehr schönen Schuß des Halbrechten noch ein drittes, denen München nur zwei schöne Tore entgegensetzen konnte. Nach der Halbzeit kam die schon erwähnte Sturm- und Drangperiode der Münchener, die infolge der glänzenden Hintermannschaft der Gäste keinen Erfolg zeitigte. Als dann Würzburg noch zwei absolut vermeidbare Tore schoß, war die Niederlage besiegelt. JTSV München-Schü1er : PTG Augsburg- S c h ü 1 e r 3 :1. JTSV München I : PTG Augsburg I 6:0. 27. Oktober 1935. (Bericht noch nicht eingegangen.) JTSV München beim Hallensportfest in Frankfurt a.M. Am 27. Oktober veranstaltete der Bar Kochba Frankfurt im dortigen Hoppodrom em Hallensportfest, dem — Münchener hört, staunt und macht es nach! — 4000 Zuschauer anwohnten. Angesichts der starken und schweren Konkurrenzen hatte der hiesige Verein seine Vorbereitungen ganz besonders sorgfältig getroffen. Der Eifer wurde auch durch Erfolge belohnt. Am Vormittag wurden die Vor- und Zwischenläufe abgewickelt. Da immer nur der Erste in den Endlauf kam, hieß es für unsere Leute ganz besonders aufpassen; denn die ungewohnte Halle und ein schlechter Start konnte von entscheidender Bedeutung sein. Trotz der großen Beteiligung gelang Levinger Zigarren haben ihre Stammkunden! S. LEVINGER, Bayersfr. 21 im Höfel Rheinischer Hof. Gegr. 1886 ' Fernsprecher 54897