Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 22 (15.11.1935)
- Date
- 1935-11-15
- Page
- Seite 492 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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492 Bayerische,. Israelitische .Gemeindezeitung Nr. 2.2 Radio-Apparate a 11 e r Systeme Ganz bedeutend herabgesetzte Preise gelten letzt tür Empfänger aus dem Baujahr 1934/35. Aber nur so lange Vorrat. Daherkommen Sie heute noch b»0 ^gi? heben Oberpollinger * Neuhauserstr. 50 Auch für Sie ist die Pflegestätte Ihrer Haushalt- und Stärkewäsche die Wäscherei Mflncöner Hausfrauennille Tölzerstr. 145 / Georg Höcker Telefon 70614 Großer Rasentrocken platz Stadfannahmestellen t Landwehrstraße 71, Telefon 596858 Baaderstraße 13, Telefon 25702 FÜR PALÄSTINA nur den Kühlschrank „Marke FRIGIDAIRE" Prospekt, Auskunft, Referenzen durch: F. Osterlag, München, Pettenkoferstr. 42/© Telefon 56862 Mod ernes Kauf Ii aus führt in allen Abteilungen Artikel des tägl. Bedarfs Tempo- Warenverkaufs G. m. b. H. Ecke Augusten-Theresienstraße Telefon 53344 Für Strumpfwaren und Wasche empfiehlt sichdie STRUMPF-TANTE HANS REINE MAN N Färb ergraben JI gegenüber Knagge & Peitz M. SII^BEBTHAU «fc CO. £. 9. KAUFINGERSTKASS« lO Das Haus für hübsche Geschenke in Uhren e Schmuck Silberwaren Clianukkalileuchter Kultusgeräte Einzelterminen wiederholt. Es wird aber gebeten, die Anmeldung zu den beiden Kursen möglichst. bald i n . d e r ZOG, Schlosserstraße 2, vorzunehmen. Das Interesse wird sicher gerade für diese beiden wichtigen Themen besonders stark sein. Oneg-Schabbat. Im Rahmen der Zionistischen Ortsgruppe München wird am Samstag, den 23. November Arno Grünbaum gemeinsam mit Heinz Philipps (Paderborn) im Bibliotheksaal der Gemeinde um 16.30 Uhr einen Oneg- Schabbat veranstalten. Wir laden hierzu die jüdische Jugend herzlichst ein. Aus der Gemeinde Augsburg Zum lOOsten Geburtstag c£s Augsburger Rabbiners Heinrich Groß s.A. Die Stadt Augsburg scheint auch für die Juden der Ort einer confessio Augustana zu sein. Der gegenwärtig amtierende Rabbiner von Augsburg, Dr. Jacob, ist nicht der erste Augsburger Rabbiner, der eine „Israelitische Religionslehre" herausgegeben hat: einer seiner Vorgänger, Heinrich Groß (1835—1910), dessen hundertsten Gebuitstag wir in diesem Jahre feiern können, hat sich als Verfasser einer populär und kurzgefaßten „Glaubenslehre" bei allen jüdischen Mittelschülern Bayerns einen Namen gemacht, bis er dem oben erwähnten Schriftchen seines Nachfolgers weichen mußte. Aber sehr wenige Schüler von einstmals werden wissen, daß Groß einer der besten Kenner des mittelalterlichen jüdischen Schrifttums war, über das er eine Reihe von wertvollen Aufsätzen in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht hat. Sein Hauptwerk ist die in Paris 1897 erschienene Gallia Judaica, zu der er die weitschichtigen Materialien in jungen Jahren, als er Hauslehrer bei Baron Horace-Günzburg war, gesammelt hatte. Die Gallia Judaica ist eine alphabetisch nach Orten geordnete Darstellung der Geschichte der Juden in Frankreich, die ein beinahe lückenloses Material für diesen wichtigen Teilabschnitt der jüdischen Geschichte des Mittelalters, von den ältesten Zeiten bis zur Vertreibung (im französichen Kernland 1394) bietet. Bei dem engen Zusammenhang zwischen dem nordfranzösischen und dem rheinisch-deutschen Judentum in jenen Jahrhunderten, für den die Person und das Werk von Raschi ein Symbol ist, ist ein Vergleich der Gallia Judaica mit dem im vorigen Jahr erschienenen ersten Band der Germania Judaica (vgl. Bayer. Isr. Gemeindezeitung, Nr. 1 vom I. Januar 1935) besonders aufschlußreich. Das Werk von Heinrich Groß ist kennzeichnend für den eindringenden fachgelehrten Fleiß vieler deutscher Rabbiner aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Es waren ruhigere Zeiten, alsdie unsrige es ist die jenen Typ hervorbrachten. Aber etwas von seiner Haltung sollten wir alle In uns wachhalten. Dr. Werner Cah n'm a n n. Hebräische Sprachkurse in Augsburg. Das Bedürfnis nach hebräischem Sprachunterricht, das in anderen Städten außerordentlichen Umfang angenommen hat, ist sicher auch in Augsburg in starkem Maße vorhanden. Es soll jetzt durch Kurse für verschiedene Kenntnisstufen, die von der Leitung der Hebräischen Sprachkurse München eingerichtet werden, die Möglichkeit zur gründlichen Erlernung geboten werden. Alle Interessenten werden gebeten, sich schriftlich anzumelden beim Beth Chaluz Augsburg, Friedbergerstraße 9. Dort wird am Sonntag, den 24. November, von II. 30—1 Uhr Herr Dr. M. Ehrenkranz, der Leiter der Münchener Kurse, eine Sprechzeit abhalten; alle, die die Absicht haben, an den Kursen teilzunehmen, werden gebeten, sich dort zu einer Besprechung einzufinden. Auf diese Weise 'soll zunächst der für die Organisierung der Kurse notwendige Überblick ermöglicht werden. Die Aufnahme des Unterrichts wird dann sofort erfolgen-