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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-07-01 · 13 (1.7.1935) · p. Seite 292

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
13 (1.7.1935)
Date
1935-07-01
Page
Seite 292 (sequence 8)
Language
German
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292 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 13 Alle Artikel des täglichen Bedarfs gut und billig IS iÜZUd Wptftlder C.m.bfj IHündjcn. im %orantal ner, der die Wahl, gleich seinen hierauf gewählten Stellvertretern Justizrat Dr. Max Feuchtwanger und Dr. med. Berthold Weiß, annahm. — Die Versammlung vollzog dann die Wahl des Gemeindevorstandes. Zum 1. Vorsitzenden wurde Oberstlandesgerichtsrat Dr. Alfred Neumeyer, zu seinen Stellvertretern Justizrat Dr. Carl O estreich und Rechtsanwalt Dr. Siegbert Feuchtwanger unter allgemeiner Zustimmung wiedergewählt. — Anschließend wurden die Ausschüsse neu besetzt. — Der Vorsitzende des Gemeindevorstandes erstattete hierauf einen eingehenden Bericht, aus welchem die wichtigsten Ausführungen an anderer Stelle dieser Nummer wiedergegeben sind. Justizrat Dr. Carl Oestreich, der anschließend zur Berichterstattung als Finanzreferent das Wort nahm, schilderte eingehend die Entwicklung* der Lage der Gemeinde auf Grund der veränderten Besteuerungsbestimmungen und umriß in großen Zügen den Gemeinde-Etat, der sich daraus für die Zukunft ergibt und baldigst zur Beratung kommt. Er besprach weiterhin die ersten Maßnahmen der Gemeinde zur Behebung der Raumnot der Volksschule und fand abschließend für verschiedene Vorschläge die Zustimmung von Vorstand und Gemeindevertretung. — Rechtsrat i. e. R. Dr. Otto W e i 1 e r gab in seinem Wohlfahrtsbericht einen Einblick in die Aufgaben des Wohlfahrtsamtes, und über dessen Gestaltung seit der unter seiner Führung vorgenommenen Umbildung. Er unterschied klar zwischen der^r reinen Wohlfahrtspflege (Wirtschafts-, Gesundheits- und Jugend-Fürsorge) und der Wirtschaftshilfe (Umschichtung, Arbeits-Fürsorge, KreditundWanderungshilfe), für welche beide Gebiete seitens der Gemeinde ansehnliche Mittel aufgewendet werden müssen.;— Die Referenten fänden für ihre Ausführungen nicht nur die gespannte Aufmerksamkeit der Ver- S. Levinger Zigar ren rühmlichst bekannt durch feine Qualität jetzt wieder Bayerstrasse 21 im Neubau Hotel Rheinischer Hof / Gegründet 1886 / Fernsprecher 54897 Sammlung, sondern auch ihren herzlichen Beifall, der das Vertrauen in die verantwortungsschwere Arbeit der Gemeindeführung bewies. Ortsgruppe München des Jüd. Frauenbundes Die nächsten Sidra-Kurse finden Montag, den 1. und 15. Juli nachmittags 5 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde Herzog-Max-Straße 7/o, statt. Veranstaltung der „Werkleute" am 8. Juli Der Ortsring München der Jüdischen Jugend lädt hiermit zu einem Vortrag ein, den Ernst Bauer, Berlin, der Führer des Bundes Jüdischer Jugend „Die Werkleute" am Montag, den 8. Juli 1935, abends 8 Uhr pünktlich, über „Zur Frage der Bildung in unserer Zeit" im Sitzungssaal der Israelitischen Kultusgemeinde München, Herzog-Max-Straße 7, halten wird. Reichsbund jüd. Frontsoldaten Landesverband Bayern * Ortsgruppe München. 1. Da vielfach Unklarheit darüber besteht, ob die reiohsdeutschen jüdischen jungen Leute der Jahrgänge 1914/15 wehrpflichtig seien, sei hier darauf hingewiesen, daß dies 'der Fall ist. Sie unterliegen in vollem Umfange den für die Musterung und Aushebung geltenden Bestimmungen. Sie werden lediglich gemäß § 15 des Wehrgesetzes nicht dem aktiven Wehrdienst zugeführt, da hierfür arische Abstammuinig Voraussetzung ist. Gemäß § 19, Absatz 2 können jedoch wehrfähige Dienstpflichtige niohtardscher Abstammung innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach dem Musterungstage einen Antrag auf Heranziehung zum aktiven Wehrdienst dem „Prüfungsausschuß für die Zulassung zum Wehrdienst" einreichen. Nach den Ausführungen des Leiters des Wehrmachtsamtes im Reichskriegsministerium ist zwar n'icht zu erwarten, daß bei reinrassigen Juden die Zulassung zum aktiven Wehrdienst erfolgen wird. Trotzdem wird es sich -rwie die Bundesleitung schreibt — der einzelne jüdische junge Mann, der als wehrtauglich erklärt worden ist, ernstlich überlegen müssen, ob er den vorerwähnten Antrag auf Zulassung zum aktiven Dienst fristgemäß stellt, um dam'it auf jeden Fall seinen Anspruch anzumelden, als Jude am Ehreindienst unter der Waffe teilzuhaben. Auskunft in allen einschlägigen Fragen gibt .die Ortsgruppenleitung. Die weiteren kameradschaftlichen Abende fallen bis Anfangs September aus. Zionistische Ortsgruppe München Lichtbilder-Vortrag „Palästina 1935" am 4. Juli Dr. N. Gidalewitsch, der soeben von einer mehrmonatigen Studienreise durch Palästina zurückgekehrt ist, hat ein außerordentlich reichhaltiges Bildmaterial von der Makkabiah und dem Lande mitgebracht. Eine Auswahl seiner besten Palästinaaufnahmen und einen Schmalfilm wird er am Donnerstag, den 4. Juli, 20so Uhr im Müseumssaal vorführen und erläutern. Bei dem Ruf, den Dr. N. Gidalewitsch (Gidal) als einer der besten Fotografen und Bildberichte?statter genießt, verspricht der Abend ein besonderes Ereignis zu werden. Da der Palästina-Tonfilm „Das Land der Verheißung" erst im Herbst nach München kommen kann, werden diese neuen hervorragenden Aufnahmen starkem Interesse begegnen. In einer gut besuchten Mitgliederversammlung sprach am 15. Juni Dr. David Schloßberg, Berlin,- über' aktuelle Fragen der zionistischen Arbeit. Als eine der führenden Per-

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