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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-04-01 · 7 (1.4.1935) · p. Seite 153

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
7 (1.4.1935)
Date
1935-04-01
Page
Seite 153 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 7 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 153 insbesondere ihre Vertretung bei den Versorgungsbehörden. Der Obmann unserer Kriegsopferabteilung nimmt diesbezügliche Wünsche und Anfragen entgegen. Hebräische Sprachkurse Ende März verließ Herr Norbert M e 1 b e r, der seit' einem Jaihr als Nachfolger von, Dr. Percikowitsch die Hebräische Sprachschule in München geleitet hat, seinen bisherigen Wirkungskris, um nach Palästina überzusiedeln. Seine zahlreiche Schülerschaft dankt Herrn Melber eine gründliche Einführung in die Sprache und Kultur von Erez Israel. Insbesondere ließ er sich eine ernste grammatikalische Schulung angelegen sein. Auch um die Vertiefung der Kenntnisse und die Belebung des kulturellen Lebens hat sich der scheidende Lehrer durch' die Abhaltung und Leitung regelmäßiger hebräischer Ssiahoth Verdienste erwofben: ihr steter guter Besuch bewies die Notwendigkeit und Beliebtheit dieser Veranstaltungen. Die besten Wünsche der Hebräischen Sprachkurse zu München begleiten Herrn Melber in seinen neuen Wirkungskreis. H.L. 50jähriges Geschäftsjubiläum. In diesen Tagen hat das angesehene Kolonialwarengeschäft Eugen Schwarz, München, Kaufingerstraße 25, nächst der Domfreiheit, das goldene Geschäftsjubiläum gefeiert. Durch strengste Gewissenhaftigkeit ist die Firma aus kleinen Anfängen zu ihrer heutigen Blüte gelangt. Unter der großen Zahl bewährter Mitarbeiter sind einige schon über 20 Jahre, eine Angestellte 38 Jahre bei der Firma tätig. Vor kurzem wurde eine moderne Kaffeegroßrösterei eingerichtet. Künstlerhilfe Der „Kalender der Jüdischen Künstlerhilfe", ein Werk für bildende Künstler. Die Herausgeber des von der Berliner „Jüdischen Künstlerhilfe" veröffentlichten Kunstkalenders hatten sich bei ihrer Arbeit von einer doppel- Tägliche Ersparnisse durch täglichen Einkauf von Lebensmittel — Textilien — Haushaltartikel bei KLEINPREISE Nymphenburgerstr. 128 * Tel. 62471 » Lieferung frei Haus Adolph Schlesinger Prielmayerstraße 12 Gegründet 1881 Eine reizende Neuheit: Goldfisch-Bemberg„FäItli"Blusen A QC _ Eingestricktes Plissee SpezialhailS für Trikotagen, Strumpfu. Strickwaren Großhandel in Strumpf-, Wirk- und Strickwaren ten Aufgabe leiten lassen. Es galt zunächst, einen weiten Kreis der jüdischen Öffentlichkeit mit den Werten vertraut zu machen, die unsere Maler und Bildhauer in der Stille des Ateliers während der letzten Jahre geschaffen halben. Zugleich sollte damit auch dem bildenden Künstler das gegeben werden, was der Schauspieler und Musiker in den Kulturbünden gefunden hat: ein Publikum, eine Resonanz für sein Werk, das ia erst in der Zwiesprache mit dem Beschauer zu Leben und Wirksamkeit gelangt. Diese Hoffnungen haben sich in erfreulicher Weise erfüllt. Deshalb soll in einem zweiten Jahrgang des Kalenders alles das, was in den vielen Besprechungen und Zuschriften Widerhall gefunden hat, in umfassenderem Maße geboten werden. Die Künstlerhilfe fordert daher die jüdischen Maler, Graphiker un'd Bildhauer Deutschlands auf, geeignete Photos ihrer neueren Arbeiten den Herausgebern des Kalenders zur Auswahl einzusenden. Die Photos müssen bis zum 15. April 1935 an das Jüdische Museum, Berlin N 24, Oranienburger Straße 31, eingesandt werden. Purimfeier der Zionistischen Ortsgruppe Über diese sehr besuchte und von verschiedenen Seiten uns als besonders gelungen bezeichnete Feier schreibt uns Herr Hans Lamm einen ausführlichen Bericht, aus dem wir wegen Platzmangel nur einen Auszug wiedergeben: Nach einer Purim-Rhapsodiie, die der Komponist Kapellmeister Josef Ziegler selbst am Klavier interpretierte, wurden Bilder vom letzten Purim in Tel-Awiw gezeigt. Herr Shainermann (Bariton) brachte mit Herrn Klein (Tenor) em Duett „Schoschanas Jaakow" zum Vortrag. Mit besonderem Beifall sang Klein eine Arie aus Halevys „Jüdin". Frau Rhea Glus. die schon jüngst bei der Palästina-Woche von einer Gruppe des Lehrlingsheims und der „Werkleute" choreographische Gruppen zeigte, führte mit den gleichen Kräften ein „Wiegenlied" und ein „Purimlied" vor, ferner tänzerische Variationen der Horra. Frau Sonja Ziegler erfreute durch ostjüdische Volkslieder. Bernhard Renka erzählte jiddische Anekdoten und' erwies sich neuerlich als ausgezeichneter Rezitator. Der junge Egon Pumnian sang ein witziges von Justizrat Emil Frankel verfaßtes Esther-Lied. Dr. Ferdinand Kahn betätigte sich geschickt und taktvoll als Ansager. Die Dekorationen hatte Fräulein Gabriella Rosenthal mit Fantasie und Farbenfreude geschaffen. Den Abend beschloß die Purim-Puppen-Komödie von Ben Chorin . Hersch Ostropoler wird Kalendermacher". Dazu schreibt uns Herr Lamm besonders: Diese Aufführung überragte an Witz des Textbuches und an Reiz der Darstellung bei weitem all das. was wir bei Vereinsveranstaltungen zu sehen gewohnt sind. Das jüdische Till-Eulenspiegel-Spiel Ben Chorins (bereits zu Ghanukka mußte sein erstes wiederholt gegeben werden!) mit seinen launig-holprigen Versen ä la Hans Sachs und' seiner höchst vergnügsam-modernisierten Megillah ist durch d:e großartige Darstellung (PuDpen unid PuDoenführung: Lotte Schoenberg-Ernst. Elisabeth Springer un'd Maria Luiko) zu einem ganz starken Erfolg geworden. „Einer Ihrer Inserenten" Obwohl es sonst nicht meiner Gewohnheit entspricht auf anonyme Schreiben in irgend einer Form zu erwidern, möchte ich dem Einsender eines Briefes mit der oben bezeichneten Unterschrift ganz gerne persönlich Aufklärungen gebert die sich naturgemäß nicht zur VeröSfentlichung an dieser Stelle eignen. Wenn es dem Einsender ernst um die Sache ist. so bitte ich ihn um Angabe seiner Adresse. Dr. Heller. Frühjahrs-Neuheiten"* in'{grosser Auswahl und in bekannt guten Qualitäten eingetroffen Neue Farben und Muster in allen modernen Geweben zu besonders Dünstigen Preisen Muster nach auswärts Versand von RM. 20.— an franko S.Eichengrün&Co. MÜNCHEN Ritter-von-Epp-Platz 21,1. u. II. Stock

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