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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-04-01 · 7 (1.4.1935) · p. Seite 152

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
7 (1.4.1935)
Date
1935-04-01
Page
Seite 152 (sequence 8)
Language
German
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152 Bayerische israelitische Gemeindezeltung Kr. 7 KOSTÜME . KXEIDEB . MÄNTEL.. PEIiZE Stelle als mustergültig anerkannte Einrichtung der Kasse geschaffen. Dem Dank, der den Geschäftsführern für ihr wertvolles Wirken bereits seitens der Verwaltung der Gemeinde und des Vorstands der Iwria ausgesprochen wurde, soll auch an dieser Stelle Ausdruck verliehen werden. Ausstellung der Wirtschaftlichen Frauenschule Wolfratshausen im Sitzungssaal der Münchener Gemeinde Die Wirtschaftliche Frauenschule beschließt das Frauenlernjahr mit einer Ausstellung der im Laufe des Jahres von den Schülerinnen verfertigten praktischen Arbeiten. Das- Ergebnis der Prüfungsarbeiten in den verschiedensten Fächern wird hierdurch der allgemeinen Besichtigung unterstellt. Die Ausstellung im Sitzungssaal der Gemeinide, Herzog-Max- Straße 7, ist geöffnet: Samstag, den 6. April 1 935, von 10.30—18 Uhr; Sonntag, den 7. April 1935, von 12 — 18 Uhr. Zu zahlreichem Besuche wird herzlichst eingeladen. Eine Eintrittsgebühr wird n'icht erhoben. Ausstellung der jüdischen Volksschule Die jüdische Volksschule veranstaltete zum Schulschluß eine Ausstellung von Zeichnungen, Handarbeiten, Backwerk und Werkarbeiten. In der Gesamtheit geben die ausgestellten Gegenstände einen guten Uberblick über die Jahresarbeit in den einzelnen Klassen.und über den Aufbau ds technischen Unterrichts. Hervorzuheben smd 'bei den weiblichen Nadelarb eitern die sinnvollen einfachen Gebrauchsformen, die sorgsame Pflege der Farben- und Materialauswahl und der Zusammenstellung. Es gibt keine überflüssigen Gegenstände mehr, wie Strickstreifen und Flicktücher, sondern an Gebrauchsgegenständen werden die Nähte und Sticharten geübt. Die beigegebenen Entwürfe sprechen für die Betonung und Heranbildung des persönlichen Geschmackes. Unter den Zeichnungen, Pinselaribeiten und Scherenschnitten können als besonders gelungen die Kleisterpapiere und Drucke hervorgehoben werden. Ebenso sind sehr nette Ansätze in der Auswertung des hebräischen Schriftbildes zu verzeichnen. Vielleicht ergeben sich künftig noch Möglichkeiten die symbolische Darstellung oder die Darstellung der Symbole der Feiertage noch eindringlicher zu verwerten. (Auch Entwürfe ziü Stickereien und Ornamentierung von Kultgegenständen, Formen etc.) Sicher schmecken die leckeren Küchen und Kleingebäcke so gut, als sie schön aussehen. Erfreulich ist festzustellen, daß gerade diese technischen Unterrichtsfächer mit so viel Sorgfalt und Verständnis gepflegt werden; diese Fächer, die lange eine Aschenbrödelstellung eingenommen haben, ermöglichen dem jüdischen Kind und dem jüdischen Jugendlichen ein starkes Gestalten und Ausleben und bilden so die Grundlage zu späteren beruflichen Tätigkeiten. Die jüdische Volksschule "in München hat auch mit dieser Ausstellung wieder gezeigt, daß sie es versteht, den besonders schweren Aufgaben der Zeit gerecht zu werden und unsere Jugend vorbildlich zu erziehen. L. B e h r Ortsgruppe München des jüdischen Frauenbundes Am Montag, den 25. März war unser Sidrakurs für dieses Semester abgeschlossen. Als Vorbereitung für den Sederabend findet am Montag, den 8. April, 8.15 Uhr, abends im Sitzungssaal der Gemeinde, ein Haggadah- Kurs statt, zu dem wir unsere Mitglieder und interessierte Frauen einladen. Haggadah, event. auch interessante Sedergeräte sind mitzubringen. Der nächste Hausfrauennachmittag findet statt, am Dienstag, den 9. April, 4 Uhr, Restaurant Schwarz, Schlosserstraße. Im Anschluß an den letzten Hausfrauennachmittag der'Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes, bei dem Herr Restaurateur Schwarz unter großem Beifall über Küchengeheimnisse sprach', hat sich Herr Schwarz bereit erklärt, jeweils an den Nachmittagen mit Interessentinnen Fragen der Küche zu besprechen. Reichsbund jüd. Frontsoldaten Landesverband Bayern Ortsgruppe München. 1. Wir machen auf den Vortrag aufmerksam, den unsere Ortsgruppe für die Mitglieder der Gemeinde am 1. April 1935, im Großen Museumssaal, Promenadestraße 12, veranstaltet. Herr Dr. Hans Joachim Schoeps, Berlin, wird über „Deutsch-Jüdische Besinnung" sprechen. Eintrittspreise: Für Nichtmitglieder 75 Pfg., für Mitglieder 50 Pfg., für Jugendliche 25 Pfg. (Stehplätze). Am Montag, den 15. April 1935, kameradschaftlicher Abend in der Gaststätte Schwarz, Sohilosserstraße 2. Kamerad Herr Emil Kahn, St. Pauls-Platz 7, wird über seine Erlebnisse in Spanien bei Kriegsausbruch 1914 erzählen. Alle Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen mögen sich, soweit sie dem Bund nicht angehören, der Kriegsopferabteilung anschließen, die bei jeder Ortsgruppe besteht. Für die Mitgliedschaft bei der Kriegsopferabteilung wird ein monatlicher Unkostenbeitrag von 30 Rpf. erhoben. Die Kriegsopferabteilung bezweckt die Hilfeleistung an ihre Mitglieder und S. 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