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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-01-15 · 2 (15.1.1935) · p. Seite 26

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
2 (15.1.1935)
Date
1935-01-15
Page
Seite 26 (sequence 6)
Language
German
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26 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 2 Pelze Jacken Mäntel Paletots nach unseren neuesten Modellen S. Orljansky dt Co., Neuhauserstr. 29 Szene vor der historischen Altneusdhul. Man empfand dankar die echte Kunst, die hier in kleinstem und feinstem Rahmen geboten wurde, und die schöne Geschlossenheit von Form und Inhalt. Dank an Direktor Karl Adler, Stuttgart. Aus dem Lehrlingsheim geht uns von einem Lehrling folgender offener Brief zum Abdruck zu: Lieber Herr Direktor! Da Sie leider nicht, wie wir Jungens, die wir den Singkurs anläßlich der Schulungstagung hier mitmachen durften, hofften, in kurzen Abständen zu uns Münchnern kommen, soll Ihnen dieser Brief eine herzliche Aufforderung sein. Vielleicht wissen Sie gar nicht, was Ihr Singen uns allen, und besonders uns, denen Sie ein paar Extrastunden im Rhea-Glus-Haus gewidmet haben, bedeutet hat Wir haben es Ihnen anfangs wohl gar nicht leicht gemacht, — Ihnen, der Ihnen ein rhythmisch-klangfreies Singen oberster Grundsatz ist — und gesangliche Disziplin — von der anderen ganz abgesehen! Aber es gelang — und es wurde das, was Sie wohl (von den paar strammen Stunden für Sie) kaum erwartet haben, — ein Stück innere Erlösung, — ein freies, frohes Singen, so wie wir es lange, vielleicht die meisten überhaupt nicht erlebt haben. Und es wurde uns allen ein Erlebnis — dieser Singabend —, den Jungens und Mädels. Wir hätten es Ihnen auch am liebsten am gleichen Abend noch gesagt und Sie gebeten „kommen Sie doch bald wieder!" Aber wir waren zu erfüllt, um es sagen zu können. — Sie haben es wohl empfunden. — Wir danken Ihnen nochmals — und bitten Sie: Auf baldiges Wiedersehn! T.W. Hebräische Sprachkurse München. Der starke Aufschwung, den die hebräische Sprachbewegung in den letzten beiden Jahren genommen hat, hält auch jetzt in München an. Die Hebräischen Sprachkurse sind bemüht, durch Ausbau und Konzentrierung der hebräischen Arbeit, den wachsenden Bedürfnissen entgegenzukommen. Neben Herrn N. Me 1 ber wird Herr A. Shainerraan als Lehrer bei den Kursen tätig sein. — Für weit Fortgeschrittene wird wieder ein Kurs (6. Kurs) gebildet, der sofort mit seiner Arbeit beginnt. — Die nächste hebräische Ssicha findet am 2. Februar 1935 im Bibliotheksaal der Gemeinde statt. — Anmeldungen und Anfragen werden an das Büro der Zionistischen Ortsgruppe, Prielmayerstraße 20/11, Tel. 53 0 52, erbeten. Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes. Montag, den 2 8. Januar, und Dienstag, den 2 9. Januar, abends 8 Uhr, Sitzungssaal der Israelitischen Kultusgemeinde, Herzog - Max - Straße 7/0. Dr. Dora Edinger, M. S1LBUKTHAU *V C O. KAUFIB1GERSTBASSE lO Das Haus für hübsche Geschenke in Uhren Schmuck Silberwaren Frankfurt a.M. Arbeitsgemeinschaft über Texte zur Emanzipation (als Vorbereitung ist die Lektüre der entsprechenden Kapitel bei Grätz und Dubnow erwünscht). Anmeldung schriftlich oder telephonisch (510 71) bei der Vorsitzenden Jenny Baerwald, Pettenkoferstraße 37/11. Am 23. Februar abends 8 Uhr Wiederbeginn der Nähkurse. Lokal Kinderhort der jüdischen Schule, Herzog- Rudolf-Straße (nicht mehr Klenzestraße). Anfragen telephonisch unter 41 0 80. Palästina-Amt München. Das hiesige Palästina-Amt bittet uns um Veröffentlichung folgender Zeilen: An unsere Palästina-Freunde! Jede Woche am Dienstag Morgen bringen die Züge aus verschiedenen Richtungen Gruppen von Palästina-Auswanderern. Um nun, wie in früheren Jahren, die Gewähr zu haben, daß die Olim am Zug immer hilfsbereite Freunde vorfinden, wollen wir den Bahnhofsdienst neu organisieren. Wir bitten daher gewandte, junge Menschen, die sich hiefür ehrenamtlich zur Verfügung stellen wollen, um die Bekanntgabe ihrer Adresse an das Palästina-Amt, Kaulbachstraße 71. Palästina-Lichbilderabend am Samstag, den 19. Januar 1935. Wie sieht das heutige Palästina aus? Diese Frage legen sich ständig alle die Vielen vor, die Verwandte in Palästina haben oder sich sonst der Entwicklung der jüdischen Heimstätte verbunden fühlen. Die Zionistische Ortsgruppe betrachtet es als ihre Aufgabe, zuverlässige und anschauliche Informationen über die Verhältnisse und Probleme des Landes zu verbreiten. Diesem Zweck wird auch ein Lichtbild-Abend dienen, der am 19. Januar, abends 8.15 Uhr im großen Saal des Museums, Promenadestraße 12, stattfindet. Dabei wird der in München noch nicht gezeigte neue KKL-Bildstreifen „Tel- Aviv und die Orangenküste" vorgeführt werden. Den Begleitvortrag hierzu hat Herr Justin Lichtenauer übernommen. Ferner wird Herr Hermann Knoblauch eine Auswahl de besten und charakteristischsten Bilder aus der großen Anzahl von Aufnahmen zeigen und erläutern, die er auf seiner vor kurzem beendeten Palästinareise gemacht hat. Dieser Film wird durch alle Teile des Landes führen. Eintrittspreis: Num. Plätze 80 Rpf., für Mitglieder der Z.O.G. 50 Rpf.; unnum. Plätze 50 Rpf.; Garderobe 10 Rpf. Vorverkauf im Büro der Zionistischen Ortsgruppe München, Prielmayerstraße 20/11, oder in der Ewer-Buchhandlung. Großes Kinderfest zum Neujahr der Bäume am 27. Januar 1935. Der Neujahrstag der Bäume (Chamischah assar bischwat), das Fest des Wiederauflebens der Natur und der Pflanzenwelt, wird in Palästina als ein Fest der Kinder gefeiert; in allen Teilen des Landes pflanzen an ihm die Kinder unter frohen Festlichkeiten neue Bäume. Auch in anderen Ländern hat sich der schöne Brauch herausgebildet, das Fest in entsprechender Weise zu begehen. — Die Frauen-Arbeitsgemeinschaft der Zionistischen Ortsgruppe lädt zu einem großen Kinderfest für Sonntag, den 27. Januar, 4 Uhr nachmittags, in dem St. Anna- Saal, Reitmorstraße, ein. Ein großes und abwechslungsreiches Programm wird den Kindern einige vergnügte Stunden voll jüdischen Gehalts bereiten, aber auch die Erwachsenen werden durch die Freude der Kinder und die Darbietungen selbst einen genußreichen Nachmittag verbringen. Es sei nur erwähnt: Chöre und palästinensische Volkslieder, ein neuer Palästina- Film, ein hebräisches Theaterstück und verschiedene Überraschungen in der Pause. Der Eintrittspreis beträgt 30 Rpf. für Kinder und Erwachsene. Vorverkauf: Büro der Zionistischen Ortsgruppe, Prielmayerstraße 20/11, und Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2. Abgabe von Speisemarken für die Rittersche Speiseanstalt. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Speisemarken für die Rittersche Speiseanstalt, Klenzestraße 4, ab 1. Februar 1935 in dem Kolonialwarengeschäft Leopold Mendler, Klenzestraße 12, statt wie bisher bei Frau Steinheimer zu beziehen sind. An Samstagen und Feiertagen werden Marken nicht aborpirphoti

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