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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-10-01 · 19 (1.10.1934) · p. Seite 398

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
19 (1.10.1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 398 (sequence 10)
Language
German
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398 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 19 Heuer wählt die Dame ihre PE LZ^GAR DE ROBE direkt bei S. ORLJANSKYd Co.r München, Neuhauserstr. 29 Jedes einzelne Pelzstuck, das sie sich dort wählt, ist mit fachmännischer Gewissenhaftigkeit so solide hergestellt, daß es viele Jahre als Schmuckstuck und als Dauerwert ihre Wünsche befriedigt. längstens Mittwoch, den 10. Oktober 1934, zu richten an: Hans Lamm, München 22, Schließfach. Dabei wolle angegeben werden, ob freie Unterkunft und Verpflegung gewünscht wird. Die Gesamtteilnehmerzahl ist beschränkt. Die Berechtigung zur Teilnahme wird erst durch die Übersendung eines auf Namen lautenden Teilnehmerausweises erlangt. Etwaige Anfragen und Wünsche bitten wir umgehend an die obengenannte Anschrift zu richten. Mit Rücksicht auf die notwendigen Vorarbeiten wird dringend um baldmöglichste Anmeldung ersucht. München, den 27. September 1934. Dr. Marschütz Dr. Neumeyer Vor 1 äufiges Programm für den Schulungskurs in München vom 1. bis 4. November 1934 Donnerstag, den 1. November 1934: 10 Uhr: Eröffnung. 10.30—12.30 Uhr: Rabbiner Dr. Leo Baerwald (München) , „Behandlung der biblischen Geschichte für Jugendliche". 3—5 Uhr: Direktor Karl Adler (Stuttgart), „Musikpflege" (Singkurs). 8.30 Uhr: Gemeinsam mit dem „Jüdischen Kulturbund in Bayern": Vortrag Hugo Rosenthal (Leiter des Jüdischen Landschulheims Herrlingen), „Die Psychologie des jüdischen Kindes". Freitag, den 2. November 1934: 9.30—12 Uhr: Dr. Ernst Simon (Frankfurt a. M.), „Jossei von Rosheim und seine Zeit". 2.15—4 Uhr: „Das Gebetbuch als Lehrbuch" (Vortragender wird noch bekanntgegeben). 4.45 Uhr: Synagogenbesuch, anschließend gemeinsames Abendessen. Abends: Aussprache über Jugend und Tradition, Einleitung: Dr. Ernst Simon (Frankfurt a. M.). Samstag, den 3. November 1934: Vormittags: Synagogenbesuch. 11—r.l Uhr: Musterheiniabend über den Wochenabschnitt unter Leitung von Dr. Ernst Simon (Frankfurt a. M.). 3 Uhr: Direktor Karl Adler (Stuttgart), „Musikpflege" (Singkurs-Fortsetzung). Anschließend: Oneg Sabbat. 8— 9.30 Uhr: Dr. Ernst Simon (Frankfurt a. M.), „Jossei von Rosheim" (Schluß). Sonntag, den 4. November 1934: 9— 11 Uhr: .Prof. Dr. Kantorowicz (Frankfurt a. M.), „Aufgaben einer Gegenwartskunde". 11.15—1.15 Uhr: Dr.Ludwig Feuchtwanger (München), „Aufgaben einer jüdischen Gegenwartskunde im besonderen". 3—5 Uhr: Bezirksrabbiner Dr. Siegfried Ucko (Ofi'enburg): „Kultur- und Erziehungsfragen des arbeitenden Palästinas". 5—6 Uhr: Zusammenfassung und Schluß. P'ür Montag, den 5. November 1934, sind Führungen durch die Stadt München und die jüdischen Anstalten vorgesehen. (Änderungen vorbehalten.) Bücherschau Religion heute? Sonderheft der Zeitschrift „Der Morgen" (Berlin, Philo-Verlag). Das September/Oktoberheft des „Morgen" erscheint als Doppelheft zur religiösen Frage. Der einleitende Aufsatz von Ludwig Feuchtwanger „Religion heute?" stellt diese Frage in ihrer ganzen Schwere und Unausweichbarkeit: gibt es für den deutschen Juden von heute außerhalb der Orthodoxie und außerhalb der idealistischen rein persönlichen und subjektiven Erlebnis-Religiosität einen festen jüdischen Glaubensstandort? Um die gleiche Frage kreisen die Arbeiten von Max Dienemann „Gedanken über ein zentrales Synhedrion" (d. h. über die Frage neuer Autorität im Judentum), von Oskar Wolfsberg über „Geistige und geistliche Führung", Ernst Simons „Zwiesprache mit Martin Buber", . Günther Friedländers „Jugend auf der Suche" und — geschrieben mit der spitzen Feder des Satirikers und dem Lächeln des Humoristen — Leo Hirschs „Dreitage-Juden". Die gedankliche Bemühung um eine neue Religiosität (oder wenigstens den Weg zu ihr) ergänzen die Stimmen, in denen religiöses Erleben unmittelbar zum Ausdruck kommt: Margarete Susman führt durch die Höhen und Tiefen seelischer Not zu einem wirklichen „Trost", die aphoristischen „Sätze" von Ludwig Strauß packen religiöse Wirklichkeit in den kleinen Dingen, an denen sie sich entzündet. Rudolf Hallos nachgelassene Arbeit über „Die christliche Wissenschaft vom Judentum" stellt dem wechselnden Bild des Judentums, wie es im Wandel der Zeiten von außen erschien, dessen eigenen inneren Begriff von sich selbst gegenüber, und Erna- Fortsetzung auf Seite 403 M. & J. Ambrunn jetzt Tlicatiiicrsfrnssc 17 Elegante Herrenschneiderei u. Tuchhandlung

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