Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 17 (1.9.1934)
- Date
- 1934-09-01
- Page
- Seite 355 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 17 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 355 geschichtlicher Abteilungen mitgewirkt und gehört dem Redaktionsstab der „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" an. Sein neuestes Werk, die „Germania Judaica", eine Darstellung von tausend Jahren jüdischer Geschichte in Deutschland, wird demnächst von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums herausgegeben. Von der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" zu Frankfurt a. M. Das Wintersemester an der unter Leitung des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Jakob HoH'mann stehenden Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" beginnt am Mittwoch, den iwmp'm 10. Oktober. Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorbereitungsklasse, Unter- Mittel- und Oberstufe) werden schon jetzt entgegengenommen. Der Unterricht erstreckt sich auf: Pentateuch mit Kommentaren, biblisches Schrifttum, Mischna, Talmud mit Kommentaren, Decisoren, Hebräische Grammatik, Neuhebräisch (Lektüre und Konversation), Jüdische Geschichte und Palästinakunde. Für den Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die schon einige Vorkenntnisse in Chumisch mit Raschi und Mischan besitzen. Anmeldungen mit genauen Altersdaten und Angabe der jüdischen Vorkenntnisse sind bis spätestens 20. September an das Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" Frankfurt A., Theobaldstr. 6, zu richten, welches zu jeder tarieren Auskunft gerne bereit ist. Das Kuratorium der Rabbin. Lehranstalt Schulungskurs für Wohlfahrtspflege Unter Bezugnahme auf die vorläufige Mitteilung in der vorigen Num;r;r geben wir nochmals bekannt, daß der Schulungskurs für Wohlfahrtspflege vom 3. Oktober bis 3. November d. J. •^uttfindet. Der Preis für den Kursus beträgt 30 RM. Es besteht ,e Mcgli.'.'veit, auswärtige Teilnehmer in den Räumen des Lehr£a;gi,s für Kindergärtnerinnen unterzubringen. Der Preis für Woiinung und Verpflegung für die Dauer des Kursus beträgt C-i.t RM. Meldungen von Teilnehmern werden erbeten an die Zentralwohlfahrtssteile der deutschen Juden, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 158. Nachstehend veröffentlichen wir den inzwischen fertiggestellten Lehrplan: Allgemeines. I. Judentumkunde. 1. Die geistigen Strömungen im deutschen Judentum: Otto Hirsch. 2. Einführung in die jüdische Geschichte: Ernst Simon. II. Grundlagen der jüdischen Sozialarbeit. 1. Grundlagen, Aufbau und Probleme der Wohlfahrtspflege: Friedrich Ollendorff. 2. Grundlagen, Aufbau und Probleme der jüdischen Sozialpolitik: Max Kreuzberger. 3. Soziale und sozialpsychologische Struktur des jüdischen Hilfsbedürftigen (Milieukunde): Georg Lubinski. 4. Fragen der Mittelbeschaffung: Hildegard Böhme. 5. Berufliche und ehrenamtliche Arbeit: Paul Eppstein. III. Jüdisches Bildungswesen. 1. Grundlagen, Aufbau und Probleme der Erwachsenenbildung: Paul Eppstein. i 2. Schulbildung: Adolf Leschnitzer. MÜNCHEN\ BRIENNERSTRASSE52 KOSTÜME . KLEIDER . MANTEL . PELZE Besonderes. I. Wohlfahrtspflege. 1. Wohlfahrtspflege mit Berücksichtigung der Fragen des Existenzminimums und der Haushaltsführung des Hilfsbedürftigen Kleingemeinen: Gertrud Blank. Großgemeinden: Adelheid Levy. 2. Jugendwohlfahrt: Kurt Bondy. Voraussetzungen: Hannah Karminski. Maßnahmen: Bella Schlesinger. 3. Gesundheitsfürsorge einschließlich Erholungsfürsorge: Erich Seligmann, Gustav Tugendreich. Gesetzliche Grundlagen der Gesundheitsfürsorge: Walter Lustig. 4. Anstaltswesen: Erich Seligmann. 5. Fürsorge für Nervöse und Geisteskranke: Otto Juliusburger. II. Auswanderung, Rückwanderung und Binnenwanderung. Auswanderung: Mark Wischnitzer. Rückwanderung, Binnenwanderung: S. Rudel. III. Wirtschaftshilfe. 1. Die Wirtschaftslage der deutschen Juden: Cora Berliner. 2. Wirtschafts- und Kredithilfe: Paul Eppstein. 3. Arbeitsrecht: Georg Flatow. 4. Arbeitsnachweise: Gertrud Prochownik. 5. Berufsberatung, Berufsausbildung Berufsberatung: Lucie Zobel. Berufsausbildung: Georg Lubinski. 6. Selbsthilfe der freien Berufe: Fritz Aron. IV. Palästina im Rahmen der Sozialpolitik. Zertifikatswanderung: Alexander Adler. Berufliche Einordnung: Walter Tempel. Jugend-Alijah: Mordechai Schattner. V. Fürsorgerecht und Organisation der öffentlichen Wohlfahrtspflege (für Nichtwohlfahrtspfleger: Fritz Wittelshöfer. VI. Ausländerrecht. Aufenthalt, Ausweisung, Arbeitserlaubnis, öffentliche Unterstützung: Fritz Wittelshöfer. VII. Jüdische Organisations formen: Cora Berliner. Es ist an der Zeit daß Sie sich um die Neuanschaffung oder Umarbeitung Ihrer Pelze kümmern. ■ I Jetzt ist dia Auswahl an Fellen am gröfjten. Noch sind die Preise sehr billig. Alle Arbeiten können jetzt mit der größten Sorgfalt ausgeführt werden. Gekaufte oder umgearbeitete Pelze werden gegen kleine Anzahlung bis Weihnachten zurückgelegt. Darum Ihr nächster Weg zum Kürschnermeister PELZ-REISS Marienplatz 28, II. Stock