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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-09-01 · 17 (1.9.1934) · p. Seite 353

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
17 (1.9.1934)
Date
1934-09-01
Page
Seite 353 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 17 Baj^erische Israelitische Gemeindezeitung 353 Heuer wählt die Dame ihre PE LZ=GAR DE ROBE direkt bei S.ORLJANSKY&Co., München, Neuhauserstr. 29 Jedes einzelne Pelzstück, das sie sich dort wählt, ist mit fachmännischer Gewissenhaftigkeit so solide hergestellt, daß es viele Jahre als Schmuckstück und als Dauerwert ihre Wünsche befriedigt. den dort auch Abendkurse für Erwachsene statt, unter Leitung eines ausgebildeten Handwerksmeisters wird systematisch Schreinerei sowie Eisenbearbeitung gelehrt. Die Werkstatt ist mit allen notwendigen Werkzeugen versehen und bestens eingerichtet. Jeder, der neben seiner täglichen Arbeit Lust und Liebe zu ernster handwerklicher Beschäftigung und Ausbildung hat, wird gebeten, sich an den Handwerkslehrer Herrn Walter Korn, Rottmannstraße 10/4, zu wenden. Der Beitrag ist außerordentlich niedrig gehalten. Die Abendkurse können je nach Vereinbarung gehalten werden. Vorbereitungskurs für die Feiertage Um Frauen und Mädchen Gelegenheit zu geben, sich für den Gottesdienst an den bevorstehenden hohen Feiertagen vorzubereiten, lädt die Münchener Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes zu einem Einführungskurs in das Gebetbuch von Rosch- Haschonoh und Jomkippur ein. Zeit: Donnerstag, 6. September, abends 8.15 Uhr. Ort: Sitzungssaal der Kultusgemeinde München, Herzog-Max-Straße. Referentin: Frau Bertha Fraenkel-Ehrentreu. Es wird gebeten, das Rosch-Haschonoh-Machsor mitzubringen. Vermittlungsdienst Eine große Anzahl von Persönlichkeiten, die jetzt darauf angewiesen sind, sich nach einer neuen beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit umzusehen, suchen einen Weg, um sich mit dem ihnen verbliebenen Kapital an vorhandenen Unternehmungen tätig oder still beteiligen zu können. Sie wollen entweder mit Fachleuten zusammen neue Unternehmungen errichten oder bisher bestehende Unternehmungen durch Kauf oder Pacht erwerben. Solche Interessenten weisen wir auf den Nachrichtendienst der Zentralstelle der Jüdischen Wirtschaftshilfe, Berlin, der unter dem Namen „Vermittlungsdienst" erscheint, hin. Der Vermittlungsdienst enthält Beteiligungsmöglichkeiten für seriöse Objekte in großer Zahl. Jedes Objekt wird, bevor es nachgewiesen wird, auf seine Bonität hin geprüft. Der Vermittlungsdienst erstreckt sich auf das ganze Deutsche Reich und erscheint alle vier Wochen und zwar in der letzen Woche eines jeden Monats. Das Blatt liegt ständig zur unentgeltlichen Einsichtnahme für alle Gemeindemitglieder im Isr. Wohlfahrtsamt, Herzog- Max-Straße 5, auf. Anzeigen, die zur Veröffentlichung im Vermittlungsdienst bestimmt sind, sind entweder schriftlich an die unten angegebene Adresse zu richten oder nach vorheriger telefonischer Vereinbarung (Telefon 92 8 83) persönlich einzureichen. Kaufmännischer Ausschuß des Ausschusses für Hilfe u. Aufbau bei der Isr. Kultusgemeinde, Herzog-Max-Straße 5 Programm des Kulturbundes Der jüdische Kulturbund in Bayern hat zunächst für München ein reichhaltiges Programm von künstlerischen und wissenschaftlichen Veranstaltungen für das Jahr 1934/35 zusammengestellt. Neben musikalischen Darbietungen wird eine Reihe von Vorträgen gehalten; Rezitationsabende und kleinere literarische Versuche, Vorstellungen eines Marionettentheaters vervollständigen die Folge der Abende. Veröffentlichung des vorläufigen Gesamtprogramms in der nächsten Nummer der Gemeindezeitung vom 15. September. Maier Ambrunn 80 Jahre Am 31. Juli beging Herr Maier Ambrunn in aller Stille seinen 80. Geburtstag. Trotzdem ließ es sich der erste Vorsitzende der Chewra Kadischah, Herr Justizrat Leo Oppenheimer, nicht nehmen, an der Spitze aller tätigen Mitglieder dieses Vereins dem verdienstvollen Ehrenmitglied persönlich zu gratulieren. Er führte in seiner Ansprache aus, daß der Gefeierte über 50 Jahre für die Vereinszwecke tätig sei und wenn je an jemanden an ihm sich sichtbar der Psalm-Vers erfüllt habe: Zadik kathomor jiwroch „Der Gerechte blüht wie eine Palme". Der Jubilar wurde auch sonst von allen Seiten geehrt. Übte er doch, der Treueste der Treuen, jahrzehntelang das heiligste jüdische Ehrenamt in der Münchener Gemeinde aus. Seine Freunde, der engere Kreis von Ohel-Jacob und der weitere Kreis der Münchener Gemeinde denken in Ehrfurcht und Anerkennung an den aufrechten Mann, ein wahrhafter „Streiter Gottes", der seinen glaubenstreuen Weg immer gerade ging und der sich um Anerkennung und äußere Ehren als wahrhaft Frommer und Weiser nie kümmerte. 80. Geburtstag. Am 12. September dieses Jahres kann Frau Sophie Kahn, geb. Weil, München, Frauenhoterstraße 2, geboren am 12. September 1854 in Osterberg, in seltener Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag begehen. Wir wünschen der bescheidenen und gütigen alten Dame einen langen sorgen- und beschwerdelosen Lebensabend. Ihren 70. Geburtstag feiert Frau Fanny Löwenthal, München. Sigmundstrasse 1. Warnung Es ist wiederholt, auch durch das Rabbinat, darauf hingewiesen worden, daß jedem Unterstützungsgesuch gegenüber, mündlichen wie schriftlichen, die Vorsicht angewandt werden sollte, beim Wohlfahrtsamt Erkundigungen einzuziehen, damit die Hilfsbereitschaft unserer Gemeindemitglieder nicht irregeleitet wird. So schrieb in letzter Zeit eine Frau mit jüdisch klingendem Namen Bittbriefe an viele Gemeindemitglieder, auch unter Mißbrauch des Namens ihrer Mietgeber, ein Fall, in dem das Wohlfahrtsamt eine Unterstützung keinesfalls hätte befürworten können. Man wolle also in jedem derartigen Falle sich der Erfahrungen des Wohlfahrtsamtes bedienen. J. NEY, fAaffeistrasse 6 KLEIDER MRMTEL HÜTE Zeitgemässe Preise

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