Mannheim
Compact Memory

Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-08-01 · 15 (1.8.1934) · p. Seite 315

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
15 (1.8.1934)
Date
1934-08-01
Page
Seite 315 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2727810-2728000-2728015--09620-2742899
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 15 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 315 Heuer wählt die Dame ihre PE LZ*GAR DE ROBE direkt bei S.ORLJANSKY&Co., München, Neuhauserstr. 29 Jedes einzelne Pelzstück, das sie sich dort wählt, ist mit fachmännischer Gewissenhaftigkeit so solide hergestellt, daß es viele Jahre als Schmuckstück und als Dauerwert ihre Wünsche befriedigt. Verfügung zu stellen, damit die knappen Jahre der Lehre im Werkdorf dann den Arbeiter heranreifen lassen, die in dem künftigen schweren Kampf ums Dasein seinen Mann stellen läßt." Das Ziel der Schulung, das man sich im Werkdorf gesteckt hat, ist nicht utopisch, aber ein harter Weg ist es, den vielen ungewohnten körperlichen und menschlichen Aufgaben, die zu seiner Meisterung führen, Herr zu werden. Als wir nach den eindrucksreichen Stunden des Besuches in Nieuwesluis wieder landeinwärts fuhren, haben wir die Hoffnung mitgenommen, daß der Ernst und die verantwortungsbewußte Entschlossenheit der Praktikanten und ihrer Leitung das hier begonnene Werk zu gutem Ende führen wird. Hans Lamm. IRIFI Reichsbund jüd. Frontsoldaten Ortsgruppen München und Augsburg e.V. Glaube und Heimat Nach langer Pause hatte der „Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten" (Ortsgruppe München) zum erstenmal wieder zu einer Veranstaltung eingeladen. Die Kameraden und Freunde des Bundes begrüßte der Vorsitzende, Landgerichtsrat a. D. Dr. Max Bretzfeider, der den Willen der Ortsgruppe zum Neubau betonte und die Frontsoldaten aufforderte, ein Vorbild an Disziplin und Haltung nach innen und außen zu liefern. — Der zweite Vorsitzende des Reichsbundes, Dr. Ernst Fraenkel (Berlin) — im Weltkrieg Führer einer bayerischen Kompagnie — gab in ausführlicher und lebendiger Weise ein Bild der Arbeit des RJF und seiner geistigen Grundlage. Wenn auch die Geschichte der Emanzipation abgeschlossen ist, führte er aus, so muß doch der RJF auf Grund des vierjährigen Erlebnisses deutscher Volksgemeinschaft in der Gemeinschaft der Frontsoldaten sich zu dem Wort des Freiherrn vom Stein bekennen „Ich kenne nur ein Vaterland und das heißt Deutschland . . .". So eindeutig diese Stellung zum Vaterland, so klar sei auch die Stellung des Frontbundes im jüdischen Lager: Der RJF bejaht die Notgemeinschaft des deutschen Judentums und will an der Lösung ihrer Aufgaben freudig mitwirken, er hat Achtung vor dem hohen Idealismus der Chaluzim in Erez Israel, lehnt aber jeden Totalitätsanspruch nationaljüdischer Ideen ab. Die zionistischen Glaubensgenossen haben mit der gleichen Selbstverständlichkeit im großen Krieg ihre Pflicht dem Vaterlande gegenüber erfüllt, aber heute kann die Führung beim Neubau im Judentum Deutschlands nur der beanspruchen, der die Zukunft für sich und seine Kinder um jeden Preis im deutschen Vaterland aufbauen will. Auch im Jüdischen, das wir heute mehr denn je bejahen, sind wird im Krieg und in der Nachkriegszeit gestärkt worden. Der RJF würde seine Ansprüche nie erheben dürfen, wenn er nur eine Interessenvertretung wäre und nicht seine Aufgabe darin sieht, fürs ■Gesamtjudentum Deutschlands zu wirken. Indem der RJF seine Aufgabe darin sieht, die Tradition der 12 000 deutsch-jüdischen Gefallenen zu wahren, baut er an einer neuen Zukunft, auch wenn diese Generation sie nicht mehr erleben sollte. Abschließend würdigte Dr. Fraenkel noch die Bedeutung des Abkommens zwischen dem RJF und der „Deutsch-Jüdischen Jugend" und des Umschichtungswerks des Reichsbundes. Mit Betrachtungen zur Stellung des Juden in der deutschen Wirtschaft und einem Gelöbnis unbeirrter und geradliniger Arbeit in der Zukunft beendete der Redner seine Ausführungen, für welche ihm der Vorsitzende herzlich dankte. Von der Ortsgruppe Augsburg des Frontbundes geht uns ein Bericht über den Vortrag von Dr. Fraenkel am 12. Juli zu. Das Thema „Schicksal und Wille" fesselte die in der dicht gedrängten Synagoge erschienenen Zuhörer aufs stärkste. Der Vorsitzende der Ortsgruppe, Kam. Wormser, konnte dem Redner den Dank der Teilnehmer in einer schlichten Schlußansprache ausdrücken. Kameradschaftsabende im August Am Mittwoch, den 8. August, und am Montag, den 20. August in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2. Aus der Gemeinde München 8 0. Geburtstag In den ersten Augusttagen wird der Seniorchel' des Bankhauses J. L. Feuchtwanger, Herr Angelo Feuchtwanger, achtzig Jahre alt. Die Gemeinde München, der engere und weitere Kreis der Freunde des Jubilars freuen sich, ihm an diesem Tag ihre besondere Sympathie und die innigsten Glückwünsche zu übermitteln. Von dem äußeren Wirken Herrn Angelo Feuchtwangers haben wir vor einiger Zeit anläßlich des 7 5jährigen Bestehens der Firma J. L. Feuchtwanger berichtet. Es entspricht nicht seinem bescheidenen Sinn und der äußersten Zurückhaltung, die er sein Leben lang übte, hier einen Lebensabriß des 80Jährigen zu geben. Herr Angelo Feuchtwanger ist uns das Sinnbild der Treue, der nicht klügelnden und nicht fragenden Glaubens- „Sie zeichnet sich durch ihren leichten Anschlag und die große Stabilität ganz besonders aus und fertigt auch in größerer Zahl tadellose Durchschlage, sodaß sie unseres Erachtens allen großen und wesentlich teueren Maschinen durchaus gleichwertig ist." So schraibf ein Corona-Schreiber. Verlangen Sie unverbindi. Vorführung 9 Kleine Anzahlung Kleine Raten ( o.. I Duro CORONA »S« die Schreibmaschine für < Heim | Reise Hauptvertretung: Alfred Bruck, Sonnenstrafye 12 Schreibmaschinen — Bürobedarf Inh.: Rudolf Lewin Tel. 90786

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.