Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 13 (1.7.1934)
- Date
- 1934-07-01
- Page
- Seite 275 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 bayerische Israelitische Gemeindezeitung 275 Montag nachmittags und abends massiert Frl. Cahnmann, Mittwoch abends^ und Donnerstag nachmittags Frl. Schwarz. Rosa Jordan. ' Leichtathletik für Damen Jeden Dienstag ab 19.15 Uhr Gymnastik für Damen unter Leitung von Frl. Loni Gutmann. An diesen Gymnastikübungen haben auch die Damen der Hockeyabteilung teilzunehmen. Kalter. Schwarzhaupt. Beiträge Wer nicht in die Turnhalle kommt, wolle seine Beiträge, sowie den halbjährigen Versicherungsbeitrag mit 1.20 bzw. 1.80 RM. (siehe Gem.-Ztg. v. 1. Juni, S. 229) auf Postscheckkonto München Nr. 4399 einsenden. Garderobe Zur Vermeidung von Diebstählen in den Garderoben wird bekanntgegeben: In der Geschäftsstelle sind, mit Nummern versehene Beutel in Empfang zu nehmen, in dem Geld und andere Wertgegenstände untergebracht werden können. Diese Beutel werden gegen eine Nummer, welche mit der auf den Beuteln befindlichen Nummer übereinstimmt, in der Geschäftsstelle abgegeben und nach dem Turnen gegen Rückgabe der Nummer wieder abgeholt. Nur wer dieses Verfahren beachtet, hat Gewähr, daß ihm in der Garderobe nichts entwendet wird. Sportplatz Ab 1. Juli steht dem Verein der Platz an der Marbachstraße zur Verfügung. Nähere Einteilung über den Sportbetrieb wird in der nächsten Nummer bekanntgegeben. Aus dem Reich Norderney Folgendes Schreiben ging uns zu: Staatliches Nordseebad Norderney, Betriebsgesellschaft m. b. H. Norderney, den 12. Juni 1934. An die Schriftleitung der ,.Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung", München. Obwohl wir bereits seit langer Zeit stets darauf hingewiesen haben, daß der Besuch nichtarischer Gäste im staatlichen Nordseebad Norderney nicht erwünscht ist, werden aus diesen Kreisen in letzter Zeit wiederholt Versuche unternommen, die Genehmigung für einen Kuraufenthalt auf Norderney zu bekommen. Im Interesse aller Nichtarier bitten wir Sie, in Ihrer Presse darauf hinzuweisen, daß es zwecklos ist und nur unnötige Kosten verursacht, wenn von diesen Personen eine Reise nach Norderney unternommen wird. Staatliches Nordseebad Norderney, Betriebsges. m. b. H. Wonnser 900 Jahr-Feier Der Dichter der schönen Verse, die in unserem letzten Bericht zitiert werden, ist, wie uns Herr Rabbiner Dr. Freudenthal mitteilt, nicht Karl Wolfskehl, sondern Fritz Rosenthal (München). Sie bilden die mittlere Strophe des Gedichtes: „In meinen Adern rollt das Blut der Jahrtausende" aus dem soeben erschienenen Gedichtband Rosenthals „Die Lieder des ewigen Brunnens". Bikhersdian Jesa'as Press, Neues Paläsüna-Handbuck, Führer durch Palästina. 18 mehrfarbige, 3 schwarze Karten und Planbeilagen, IS Pläne im Text. Unter Mitarbeit von Hugo Herrmann. 552 Seiten. Preis 13 RM. (Fiba-Verlag. Wien, 1934.) Die nachgerade nicht mehr gar geringe Reise-Literatur über Palästina wird durch das neue Handbuch von Jesaias Press um ein Werk vermehrt, das bei dem stets wachsenden Interesse für das Heilige Land sich rasch viele Freunde erwerben wird. Denn es bedeutet nicht bloß eine Vermehrung, sondern eine wahre Bereicherung der Palästina-Literatur; zeugt es doch von ernstester, sachlichster und liebend-kenntnisreichster Arbeit, man weiß gleich nach den ersten Abschnitten: Hier spricht einer, dessen Worten einfühlsame Anschauung zugrunde liegt, und man vertraut sich mit genugtuungsvoller Sicherheit seiner weiteren Führung an. Der Stoff — eine Überfülle des Stoffs, obwohl doch das Land vergleichsweise klein zu nennen ist — erscheint mit der souveränen Übersichtlichkeit des durchgebildeten, in allen einschlägigen Disziplinen durchgebildeten und bewanderten Fachmannes gegliedert. Eingangs werden wir mit einigen allernotwendigsten Einzelheiten über verkehrstechnische Dinge, über Zeiteinteilung beim Besuch des Landes, Reisepläne, Wohnverhältnisse, Verkehrsmittel, Geldarten und das Gestrüpp der Einwanderungsgesetze vertraut gemacht. Was dann folgt, ist ein überaus instruktiver Bericht über die politische Verwaltung des Landes (die merkwürdige Mischung von Freiheit und Unfreiheit eines mandatar regierten Landes), und wie sich die Weltorganisation des Zionismus, der gegründeten und noch sehr ausbaubedürftigen Gemeinschaft eines jüdischen Staatswesens, in diese nun einmal gegebenen, aber mit der Zeit doch wohl nicht unabänderlich gegebenen Verhältnisse hineinbaut. Obwohl alle diese geistig-politischen Dinge in den Tageskämpfen, den innerjüdischen und den jüdisch-englischen, hart umstritten sind, werden sie hier doch, wie es sich für einen Reiseführer auch einzig ziemt, mit Ruhe und jener Loyalität behandelt, die eine der schönsten Eigenschaften des geistigen jüdischen Menschen ist. — Der „Reiseführer" im engeren Sinne gibt in mehreren anschaulich gegliederten Kapiteln über die untereinander so mannigfach verschiedenen Landschaften und Städte Palästinas Aufschluß, je nach der kulturell-historischen oder aktuell-wirtschaftlichen Bedeutung des behandelten Gebietes hier länger, dort kürzer verweilend. Die historischen Darlegungen sind vielfach mit knappen Quellenangaben versehen, die dem interessierten Leser Winke für eingehenderes Studium geben. Wenn wir erfahren, wieviel großartig Sehenswertes. Einzigartiges das Land bietet, auf welche hochmerkwürdige Weise sich hier Heilig-Urältestes mit Neuem, Neuestem vermischt, so weckt diese erneuerte Erfahrung Sehnsucht und zugleich Genug- „Ganz besonders möchte ich erwähnen, daß gerad* di e Typenkorb-Umschaltnng für den Zehnfingerschreiber ganz besondere Vorteile in sich hat." So schreibt ein Corona-Schreiber. Verlangen Sie unverbindliche Vorführung Kleine Anzahlung Kleine Raten Büro CORONA »S« die Schreibmaschine für < Heim | Reise Hauptverfreiung: Alfred Bruck, Sonnenstrafje 12 Schreibmaschinen — Bürobedarf Inh.: Rudolf Lewin Tel. 907 86