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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-07-01 · 13 (1.7.1934) · p. Seite 269

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
13 (1.7.1934)
Date
1934-07-01
Page
Seite 269 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 13 Ba)7erische Israelitische Gemeindezeiturig 269 auf RM. 16 975.— im Berichtsjahre; die Reserven des Verbandes mußten deshalb angegriffen werden. Auf Antrag der beiden Revisoren: Synagogenräte Nathan Strauß (Ludwigshafen) und Adolf M a n d e l (Bad Dürkheim) wird die Rechnung gut geheißen und die Verbandsleitung dankend entlastet. Der Voranschlag 1 9 33/1 9 34 wird ohne Erinnerung genehmigt. Er schließt ab in Einnahmen und Ausgaben mit je RM. 52 950.—. Herr Landesgerichtsrat Dr. R o s e n b e r g (Frankenthal) referierte hierauf über: Die Regelung der Kirchensteuer für 1934/1935. Das Gesetz über die Kirchensteuer für 1934, vom 27. März 1934, d as eine Einheitsumlage vorsieht, also die Zweiteilung der Kirchenumlagen nach ortskirchlichen und landeskirchlichen Umlagen beseitigt, schneidet tief ein in die Finanzen unserer Kultusgemeinden. Es wird wohl nötig sein, durch freiwillige Leis t u n g e n den Gemeinden die nötigen Mittel zur Weiterführimg ihres Haushalts zu verschallen. An das äußerst instruktive Referat schloß sich eine lebhafte Aussprache. — Herr Synagogenvorstand Strauß (Bad Dürkheim) begründet hierauf die Anträge des Rabbinatsbezirks Dürkheim-Frankenthal: D i e R a b b i n a t s - B e z i r k e d e r P f a 1 z b e t r. Die Anträge fordern, daß nach der bevorstehenden Pensionierung des Herrn Bezirks-Rabbiners Dr. E i n - s t e i n (Landau), ein vierter Rabbiner in der Pfalz nicht mehr angestellt werde, daß die Bezahlung der pfälzischen Rabbiner in Zukunft durch den V erba n d erfolge und daß somit die Rabbinatsbezirke und Rabbinatskassen aufzulösen seien. Die Anträge wurden einer K ommissio n , die aus den drei Mitgliedern der Verbandsleitung, den vier Bezirksrabbinern, den vier RabbinatsVorsitzenden und den Vertretern der Kultusgemeinden Ludwigshafen, Frankenthal, Speyer, Neustadt, Zweibrücken, Rülzheim, Mutterstadt und Haßloch bestehen soll, überwiesen. — Herr Synagogenvorstand Professor Koburger (Ludwigshafen) weist darauf hin, daß Ende dieses Jahres die Neuwahlen der Synagogenräte stattzufinden hätten, hält es aber für ratsam, von diesen Neuwahlen angesichts der gegenwärtigen bewegten Tage abzusehen. Herr Vorsitzender Kommerzienrat Joseph schließt sich dieser Anschauung an und erklärt, daß die Verbandsleitung rechtzeitig den einzelnen Gemeinden das Nötige hinausgeben werde. Mit den Worten herzlichen Dankes an alle Anwesenden (Rabbiner, Lehrer und Kantoren waren zahlreich vertreten) schloß Herr Vorsitzender Joseph die dreieinhalbstündigen ernsten, von erfreulicher Einmütigkeit getragenen Verhandlungen. 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Dies muß insbesondere bei Ausflügen sowie in Sommerfrischen unbedingt berücksichtigt werden. •» Wir erwarten zuversichtlich, daß niemand durch auffälliges Benehmen Anlaß zu einer irgendwie begründeten Beanstandung bietet. Der Frontbund hält sich für berechtigt und verpflichtet, solche Glaubensgenossen, die gegen diese Mahnung verstoßen, durch eine, wenn es not tut, öffentliche Warnung an ihre Pflichten gegen die Gesamtheit zu erinnern. Reichsb u n d jüdischer Frontsold at e n Ortsgruppe München Dr. B r et z f cid e r. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe München Ordentliche Mitgliederversammlung Am 18. Juni berief die Ortsgruppe München nach langer Pause zum ersten Male wieder ihre Kameraden zu einer ordentlichen Mitgliederversammlung in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2, zusammen. Eine stattliche Anzahl von Kameraden hatte dem Rufe Folge geleistet. Kamerad Jakob Krämer, der bisherige Vorsitzende, eröffnete die Sitzung mit einem ehrenden Gedenkwort an die 12 000 jüdischen Gefallenen des deutschen Heeres und an die Kameraden, die seit der letzten Zusammenkunft dahingegangen waren. Er gab sodann einen Bericht über die verantwortungsvolle Tätigkeit der letzten eineinhalb Jahre und begründete schließlich die Absicht, von der Leitung der Ortsgruppe zurückzutreten. Kam. Adolf Schaalmann berichtete dann über die Delegiertentagung, welche die Bundesleitung in Frankfurt für den deutschen Westen und Süden veranstaltet hatte. Nach dem Kassenbericht von Kam. Siegfried Marx wurde der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt. Im Auftrage der Bundesleitung und des Landesverbandes Bayern begrüßte Kam. Elsbach (Berlin) die Mitglieder der Ortsgruppe und bekundete unsere unerschütterliche Liebe und Treue zum deutschen Boden und die sich daraus ergebenden Grundsätze in der Leitung des Bundes. Darauf wurde Kam. Dr. Max Bretzfelder einstimmig zum Vorsitzenden der Ortsgruppe erwählt. Er verbreitete sich nach Annahme der Wahl über die Aufgaben, die ihm als die vor-

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