Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 12 (15.6.1934)
- Date
- 1934-06-15
- Page
- Seite 247 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 247 auch seinen Lohn!" „Schau hinter Dich!" sprach Gott wieder. Und Moscheh tat es... und sah, wie die Feinde Rabbi Akiba zu Tode marterten. Da schrie Moscheh auf: „Ist das der Lohn für so viel Weisheit? Zahlst Du mit Leid Denen, die sich um Deine Thora mühen?!" — Und Gott der Herr sprach aus der Wolke heraus: „Nur einen Teil des Geheimnisses kann ich Dir offenbaren. Nicht vermag der Mensch das Ganze zu begreifen.. •" Aus der Gemeinde München Ernst Simon am 25. Juni in München Nach längerer Zeit spricht am Montag, den 25. Juni, Ernst Simon wieder vor den Münchener Gemeindemitgliedern. In der „Jüd. Rundschau" berichtet soeben Julius Kollenscher von dem Londoner Abschied Simons: Dr. Ernst Simon, der sich in diesen Tagen nach Frankfurt a. M. begeben hat, um an der Arbeit der neuerrichteten „Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung" teilzunehmen, wurde aus Anlaß seiner Abreise aus London von den hiesigen deutsch-jüdischen Kreisen ein herzlicher Abschied bereitet. Dr. Simon war in der kurzen Zeit seines Londoner Aufenthaltes immer mehr zum Mittelpunkt der deutschjüdischen Kreise geworden, die sich hier zusammenfanden — besonders der in letzter Zeit nach England gekommenen jüngeren jüdischen Generation. In seinen wöchentlichen Vorträgen zur jüdischen Geschichte, in denen er in meisterhafter Sprache ein faszinierendes Bild von den markantesten jüdischen Persönlichkeiten jeder Epoche entwarf, und in hebräischen Kursen über das rein Sprachliche weit in die Tiefen jüdischer Kultur und jüdischen Lebens hineinführend, schuf sich Ernst Simon eine wachsende Gemeinde. Viele verdanken ihm ihre entscheidenden jüdischen Anregungen. Dabei blieb Simon jedem einzelnen jederzeit zugänglich, wenn es sich um persönlichen Rat und Hilfe handelte; niemals verließ man ihn ohne ein Gefühl der Anregung und persönlicher Beglückung. Und deshalb sind ihm viele junge Menschen dankbar. Zu einem Abschiedsvortrag „Von Hiob zu Faust" — dessen Inhalt in Deutschland bekannt ist — versammelte sich eine sehr zahlreiche Hörerschaft, die den Saal bis auf den letzten Stehplatz füllte. Darunter auch Vertreter verschiedener jüdischer Körperschaften. Dr. Lelewer brachte den Dank aller dieser Kreise zum Ausdruck und feierte Ernst Simon als den von jüdischen Voraussetzungen ausgehenden Wissenschaftler, der nicht bei objektiven Feststellungen stehen bleibt, sondern kraft seiner Persönlichkeit seinen Hörern ihr Judesein immer von neuem zum Erlebnis und vor allem zur Aufgabe macht. Isr. Verein für Ferienkolonien und zur Bekleidung von Schulkindern In diesem Jahre wird voraussichtlich nur eine Kolonie entsandt werden, an der nur diejenigen Kinder teilnehmen können, die nach Aussage des Arztes dring e n d s t erholungsbedürftig sind. Die Anmeldungen (Buben bis zu 13 Jahren, Mädchen bis zu 15 Jahren) sind nur schriftlich bis 25. Juni an die unterzeichnete Vorsitzende zu richten. Jenny Baerwald, Pettenkoferstraße 37/11. L.UI>WIO G HI BER Odeonaplatz 17 Ge8Chäft des Qualitätsr auch ers! 75. Geburtstag. Am 12. Juni konnte Frau Friederike Pelz, München, Frundsbergstraße 8, in seltener geistiger und körperlicher Frische ihren /5. Geburtstag feiern. Hebräische Sprachkurse Mitte Mai hat ein neuer Aniängerkurs begonnen, der zweimal die Woche stattfindet und zwar Dienstag 18.30—19.30 Uhr und Sonnabend 7—8 Uhr. Der Unterricht wird nach dem Lehrbuch von Goldmann erteilt. Kurs 1. Lehrbuch: Percik. Lekt. 11. Grammatik: Binjan Pual. Zeit: Montag /—8 Uhr, Freitag 7—8 Uhr. Kurs 2. Lehrbuch: Percik. Lekt. 18. Grammatik: Unregelmäßige Verben. Zeit: Montag 6—7 Uhr, Mittwoch 6—7 Uhr. Kurs 3. Lehrbuch: Percik. Lekt. 19. Grammatik: Unregelmäßige Verben. Zeit: Dienstag 20—21 Uhr. Donnerstag 7—8 Uhr. Kurs 4, Lektüre: Tenach, 2. Buch Moses. Grammatik: Unregelmäßige Verben: Übersetzungen aus dem Deutschen ins Hebräische. Zeit: Mittwoch 7—8 Uhr, Freilag 1—2JUhr. Kurs 5. Lektüre: Natiw. Grammatik: Wiederholung. Übersetzungen aus dem Deutschen ins Hebräische und Sicha. Zeit: Dienstag 7—8 Uhr, Donnerstag 20—21 Uhr. Kurs 6. Lektüre: Hebräische Presse. Sicha und Stilübungen. Zeit: Dienstag 21—22 Uhr, Donnerstag 21—22 Uhr. Kinderkurs I. Lektüre: Hamatchil. Grammatik: Binjan Kai. Hebräische Lieder. Zeit: Donnerstag 18—19 Uhr. Kinderkurs II. Lektüre: Hebräische Märchen. Grammatik: Binjan Kai. Hebräische Lieder. Zeit: Dienstag 17.30—1S.30 Uhr, Donnerstag 17—18 Uhr. In sämtlichen Kursen können noch Neuaufnahmen erfolgen. Anfänger und Fortgeschrittene, die für irgendeinen Kursus Interesse haben, wollen sich bitte unter 297 505 anmelden. Die Zuweisung zu dem passenden Kurs erfolgt durch den Lehrer. Es wird beabsichtigt, die erste hebräische Sicha dieses Jahres für alle Schüler der Sprachschule am Sonnabend, den 23. Juni 1934, zu veranstalten. Programm: Gesprochene Zeitung. Ort: Herzog-Rudolf-Straße 1. Zeit: 23. Juni abends 20 Uhr. Zur Sicha sind Gäste herzlich willkommen. N. Melber, Christoph-Straße 10/1 (bei Mayer). Tel. 27045. Aus der Gemeinde Augsburg Kunstausstellung in Augsburg. Die Wanderausstellung des Jüdischen Kulturbundes in Bayern „Graphik jüdischer Künstler aus Bayern" wird vom 1. mit 8. Juli in Augsburg in den Bibliotheksräumen der Kultusgemeinde an der Haiderstraße gezeigt. Die sehr interessante Ausstellung ist täglich von 10—12 Uhr und 4—6 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Die ausgestellten Werke sind verkäuflich. Aus dem Reiche Die Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung bei der Reichsvertretung der deutschen Juden (Sitz Frankfurt a. M., Fahrgasse 146) bereitet nach der Tagung in Herrlingen und der Der freundliche Herr empfiehlt sich! Sie werden bei ihm eine zuvorkommende, freundliche Bedienung, eine zuverlässige, gewissenhafte Beratung finden! BAMBERGER & HERTZ Die zuverlässigen Kleiderfachleute