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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-04-01 · 7 (1.4.1934) · p. Seite 134

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
7 (1.4.1934)
Date
1934-04-01
Page
Seite 134 (sequence 6)
Language
German
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134 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 7 ii m «—%$=immt=$fc Ohasjug von tltanfreb 6 t u r m « nn ÜDie VJac^t war büfter, beim ber tTTonb X>erbarg ftd>, el>' er wed>felte. i£s ftanb bte iluft wie warmer 3ltem Um bte TDartenben. i£tn Xu$ t>on 3£l>renretfe trug ber TOtnb "Dom <$elb herüber, bo<i> er Farn VTur feiten: I>etf$ war btefe t7ad>t. ©egürtet ftanben fte, bte (Erdge Hut Ungefäuertem bereit 5um 2tufbrucf>. Crofj unb Uict>. Uttb HTfitter, welche ZKinber trugen, Unb WTänner, ber %üdHe^r tl>ree» ^ül^rers «Stebernb I>arrenb. 25er rang bei pI>arao Um biefen 3lufbvud> unb errang ilyn. Cmbefien ftanb bte tTac^t um fte, iEtn fd>war$er Barg, bte fernen Iocften Sur VDanberung, unb ungebulbtg TDaren mand>e. Bte murrten fcJ>on. zuweilen brang ein ZRlagelaut Tins ben 3fcgypterl>äufern, wo Bte tt)ad>e i>telten um bte toten ^rftgebomen. £r Barn 3htf tueic^en Flögeln fenBte ftd> 5Der HTorgen auf bas =£anb, ein Cor, i£in rofenrotee, ri£ er auf 3m V7ad>tgetü6lf, unb es burc^fd>rttt 3Das PoIF. 25a waren aufQctan SDie ^arrenben unb jung geworben. iDte TDeite wtnft unb aufgerichtet XOie nie zuvov — Bte waren 3$ned>te — Bo stehen fte in 11> r e n tHorgen, Von beffen ©lang bte Häupter glühen. Die landwirtschaftliche Ansiedlung deutscher Juden in Palästina' Infolge der in den letzten Monaten stark angestiegenen Einwanderung deutscher Juden nach Palästina und des damit in Verbindung stehenden weitgehenden Interesses an landwirtschaftlicher Betätigung, ist es zweckmäßig, über die Voraussetzungen und Möglichkeiten landwirtschaftlicher Ansiedlung, wie sie im augenblicklichen Zeitpunkt bestehen, im Einzelnen kurz einzugehen. Diese Zeilen bezwecken daher, dem Interessenten in Deutschland, der sich neu mit dem Problem der landwirtschaftlichn Ansiedlung in Palästina befaßt, einige wichtige, feststehende Informationen zu erteilen. Die Landwirtschaft in Palästina verlangt, wie die Landwirtschaft in jedem anderen Lande, körperliche Arbeit des Siedlers unter freiem Himmel und bei jedem Wetter. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Leute, die bisher in ihrem Berufe keine körperliche Arbeit geleistet haben, sich nicht mehr auf landwirtschaftliche Arbeit als Hauptberuf umstellen können, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben. Dieses Alter richtet sich nach der Schwere der Arbeit und kann je nachdem auf 30, 40 oder 45 Jahre angesetzt werden. Sehr wichtig für das Gelingen jeder Ansiedlung, ob leicht oder schwer, ist die Mitarbeit der Frau. Eine Frau, die in den Nebenzweigen der Wirtschaft hilft und den Haushalt sparsam und ordentlich zu führen weiß, ist eine außerordentliche Hilfe und in vielen Fällen überhaupt eine Voraussetzung für das Gelingen der Ansiedlung. Die Lebenshaltung landwirtschaftlicher Siedler in Palästina ist in Wohnung und Ernährung sehr einfach, aber durchaus genügend, um den Siedler mit Familie gesund zu halten. Im allgemeine besteht das Haus eines Siedlers aus zwei Zimmern mit Küche, Zubehör und Terrasse, aus Zementblock oder Beton gebaut, und kostet je nach Größe der Zimmer 200—250 Pal. Pfd. Es handelt sich hierbei allerdings nur um ein bescheidenes Wohnhaus. Die Kosten des bäuerlichen Lebensunterhaltes für eine Familie von Mann, Frau und zwei Kindern in jugendlichem Alter betragen (einschließlich Ernährung, Bekleidung, Kosten für medizinische Hilfe, Schule, Abgaben usw.) 100—150 Pfund jährlich, wobei zu berücksichtigen ist, daß dieser Betrag sich um den Wert der Produkte, die der Siedler aus seiner eigenen Wirtschaft erzeugt und verbraucht (Gemüse, Geflügel, Eier, Milch, Käse, Butter, später auch Obst) vermindert. Die für die landwirtschaftliche Arbeit notwendige Vorbildung kann der Siedler entweder in seiner eigenen Wirtschaft unter Anleitung eines Fachmannes bekommen oder er muß mindestens ein Jahr lang in einer fremden Wirtschaft lernen. Der erstere Weg ist vorzuziehen für diejenigen Siedler, die eine Wirtschaft hauptsächlich auf Grundlage des Orangenbaues anlegen wollen, insbesondere für diejenigen, die bereits über 30 Jahre alt sind und mit Familienangehörigen hierher kommen. Der zweite Weg ist notwendig für die Siedler, die eine gemischte Wirtschaft (Milch, Gemüse, Geflügel und Baumzucht) anlegen wollen. Die fachmännische Aufsicht kann in der Weise erfolgen, daß ein besonderer Fachmann als Instruktor angestellt wird. Die Ansiedlungsmöglichkeiten sind verschieden, je nach der Person des Siedlers und dem Kapital, das ihm zur Verfügung steht. Mit 1000 Pfund kommt nur eine Ansiedlung auf Boden des Keren Kajemeth in Betracht, der in langjährige oder gar Erbpacht gegeben wird und dem Siedler keine unumschränkte Verfügungsbefugnis gibt. Weitere Voraussetzung ist hier auch mindestens ein voll arbeitsfähiges Familienmitglied. Im Gebiet von Wadi Chawarith sowie in der Haifa-Bay sind Böden zu diesem Zweck vom K. K. L. zur Verfügung gestellt worden. Eine solche Wirtschaft umfaßt ca. 20 Dunam (1 Dunam 1000 Quadratmeter), die verteilt werden auf Zitruspflanzung, Futter, Gemüse, für den Bauplatz und für Reserveboden, um später die >*=^= 1 Wir haben einen deutschen Auswanderer gebeten, uns von Zeit zu Zeit unbefangene Originalsachberichte für die Gemeinde- Zeitung über die für deutsche Leser interessierenden Verhältnisse in Palästina zu geben. Diese Berichte werden fortgesetzt.

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