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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-03-15 · 6 (15.3.1934) · p. Seite 117

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
6 (15.3.1934)
Date
1934-03-15
Page
Seite 117 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 6 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 117 und Oberstlandesgerichtsrat Neumeyer kam es zum Ausdruck, in welch starker Weise diese alte badisch-jüdische Organisation verbunden ist mit der Reichsvertretung, deren Präsident, ferner Herr Oberstlandesgerichtsrat Neumeyer und Ministerialrat Dr. Hirsch als erste „Nichtbadener" vom Oberrat durch Verleihung der Plakette für bedeutsames jüdisches Scharfen geehrt wurden. Die Gelegenheit der Anwesenheit so vieler Männer aus den badischen Gemeinden — besonders auch aus den Kleingemeinden — bot dem Oberrat Anlaß, am Nachmittag durch den Vorsitzenden des Ausschusses der R. V. Ministerialrat Dr. Hirsch, Wesentliches und Wissenswertes über „die Arbeit der Reichsvertretung" sagen zu lassen. Es war u. W. zum ersten Male, und es ist besonders zu werten, daß hier Menschen aus den kleinen Städtchen und Dörfern, denen heute oft so Vieles zur Bereicherung ihres jüdischen Lebens fehlt, aus berufenem Munde Dinge hören durften, die auch ihnen nun gestatten, manches im neuen Lichte zu sehen. Daß der Redner den Einheitsgedanken stark in den Vordergrund stellte, bedarf bei ihm keiner Begründung. Seit mehr als elf Jahren steht an der Spitze des Oberrats Prof. Dr. Nathan Stein, Karlsruhe. Er hat trotz Inflation und Wirtschaftskrise die finanzielle Basis der Landessynagoge auf sichere Grundlagen gestellt und durch Schaffung eines ausreichenden Pensionsfonds den Kultusbeamten der Gemeinden die Möglichkeit gegeben, sich unbeschwert durch wirtschaftliche Sorgen und gestützt auf ein neuzeitliches Beamtenrecht ihren religiösen und geistigen Aufgaben widmen zu können. Mit seiner unbeirrbaren Unparteilichkeit ist es ihm gelungen, die Einheit des badischen Judentums zu erhalten und zu festigen und in schwerster Zeit durch aufrechte Haltung und die Würde seiner Persönlichkeit den badischen Juden ein wahrer Führer zu sein. Seine Leitung ist die beste Bürgschaft dafür, daß es dem Oberrat gelingen wird, die bewährte Organisation zu erhalten und zu festigen und das badische Judentum wieder besseren Zeiten entgegenzuführen. Wirtschaftsförderung Die schwierige Wirtschaftslage, in der sich ein erheblicher Teil jüdischer Gewerbetreibender befindet, läßt in zunehmender Anzahl Unternehmungen entstehen, die sich zur Intereessenwahrnehmung zur Verfügung stellen, ohne Gewähr für einwandfreie und sachkundige Geschäftsgebarung zu bieten und ohne einer wirksamen Kontrolle zu unterstehen. Im Einverständnis mit den führenden Organisationen der deutschen Judenheit hat sich deshalb zum Zweck der Beratung auf diesem Gebiete und zur Förderung der wirtschaftlichen Interessen deutscher Juden eine Gesellschaft gebildet, deren Eintragung in das Handelsregister bereits beantragt ist. Bei rein privatwirtschaftlicher Grundlage ist der gemeinnützige Charakter dieses Unternehmens, das unter fachmännische Leitung gestellt wird, dadurch gewahrt, daß laut Gesellschaf tsvertrag keinerlei Gewinne verteilt werden dürfen, etwaige Uberschüsse vielmehr gemeinnützigen Zwecken zuzuführen sind. Den Aufsichtsrat bilden: als Vorsitzender Herr Ministerialrat a.D. Dr. Otto Hirsch, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Reichsvertretung der deutschen Juden; ferner die Herren Justizrat Dr. Julius Brodnitz, Vorsitzender des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens; Dr. Leo Loewenstein, Dr. Siegfried Moses, Vorsitzender der Zionistischen Vereinigung für Deutschland; Dir. Heinrich Stahl, Vorsitzender des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Dem Vorstand gehören an, die Herren Dir. Friedrich Borchardt. Generalsekretär des Zentralausschusses der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau, und Dir. Ernst Lehmann, Hypothekenbankdirektor. Das Gründungskapital ist der Gesellschaft durch eine Anzahl von Banken zur Verfügung gestellt worden, die dem Unternehmen beratend zur Seite stehen. Bücherschau Leonhard Bauer, Oberlehrer am Syrischen Waisenhaus in Jerusalem, Das Palästinensische Arabisch. Die Dialekte des Städters und des Fellachen. Grammatik, Übungen und Chrestomathie. 4. Aufl. X, 264 S. Leipzig (Hinrichs 1926). Preis: RM. 7.50. Der Nutzen von diesem Buch für jeden, der das Heilige Land besuchen und mit seinen arabischen Einwohnern ver- Familienschuh Gemeinnütziger Verein für Hinterbliebenenfürsorge der Mitglieder jüdischer Gemeinden, E.V. j Alle Arten Versicherung j Unsere Vertreter machen Ihnen bereitwilligst vorteilhafteste Angebote. | Bez.sDir. Frau Tilly Landauer, Königinstr. 85/1, Tel. 313 30 ( JOS.WANINGER Maximilianstraße 43 Entresol früher Residenzstr. 21/1, Telefon 21432 Das Haus für ff. Maßschuhe Familien-Anzeigen jetzt billiger! Uebßrtinger Sprudel ond Adelbeidmielle Teinacber Hirscbqaelle and Sprudel Dilzefflwcber Jura-Sprudel u. Süuerbmnn lmnsuer flpolIo-Spraflel Remstal-Sprudel Beinstein Ueberall erhältlich. Prospekte durch die Mineralbrunnen A. Q. Bad Ueberkingen Ihr Freund zuhause und auf der Reise! die sechseckige Konzertina und die Hohner-Harmonika Leicht zu lernen Leicht zu spielen Fachmännische Beratung durch unseren Diplom-Hand- Harmonika-Lehrer Odeon- Musikhaus ißiiCOb NeunauserslaBe 12 (Neben Pschorr) Telefon 91217

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