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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-03-15 · 6 (15.3.1934) · p. Seite 116

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
6 (15.3.1934)
Date
1934-03-15
Page
Seite 116 (sequence 12)
Language
German
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116 A Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 6 mer, Berlin und die Pianistin Alma Weiß, München, ausgeführt wurde. Frenkel spielte Tartinis Sonate in g-moll (mit dem Teufelstriller) und das D-dur-Konzert von Paganini mit außerordentlicher Virtuosität und vollendeter Tongebung. Die von ihm komponierte und brillant gespielte Kadenz beim Paganini-Konzert erweckte besonderes Interesse. Kleinere Virtuosenstücke von Kreißler, Smetana, Cui und Ries beendeten die Darbietungen Frenkels, der mit stürmischem Beifall gefeiert wurde. Max Raymer, seit Jahren hier nicht mehr gehört, überraschte durch seine schöne, an Wohllaut bedeutend gewachsene Stimme und die hochkultivierte Kunst seines Vortrags. Er sang Arien aus den Oratorien „Elias" und „Messias" und das Ariosa von Händel, dieses zusammen mit Geige und Klavier. Über Lieder von Schumann, Brahms und Hugo Wolf (Prometheus) und dem Spielmannslied von Mussorgski endete Raymer mit einer besonders schön gesungenen Arie aus der Oper „Andrea Chenier" in italienischer Sprache. Beiden Künstlern war Alma Weiß. München, eine einwandfreie, hingebungsvolle Begleiterin, die sich ihrer schwierigen Aufgabe mit hohem Können widmete. Die in großer Zahl erschienenen Zuhörer konnten den drei Künstlern für diesen wahrhaft festlichen Abend nicht genug danken. ... er Aus bayerischen Gemeinden Nachruf für den verstorbenen Synagogenvorstand Leopold Klein, Speyer Die ehrwürdige israelitische Kultusgemeinde Speyer mit ihren Vereinen, der Rabbinatsbezirk Dürkheim- Frankenthal, der Verband der pfälzisch-israelitischen Kultusgemeinden, die Tagung des Bayer. Gemeindeverbandes, beklagen tief den Heimgang des Synagogenvorstandes Leopold Klein. Das israelitische Altersheim für die Pfalz in Neustadt a, d. Hdt, ein Heim, das mit das Lebenswerk des Verblichenen genannt werden darf, trauert um den langjährigen Vorsitzenden, um den edlen Menschenfreund. Der Tod dieses Mannes bedeutet für das Judentum einen schweren Verlust. Haben wir doch mit ihm so viele Jahre im Dienste unserer Glaubensgemeinschaft zusammengearbeitet und ihn stets als einen erprobten Mann von vornehmer Gesinnung und reichen Gaben des Geistes erkannt, als einen rechten und gerechten Mann von klarem Erfassen, klarem Urteil und warmem menschenfreundlichen Herzen. Dafür sei dem Verblichenen als letzten Abschiedsgruß der aufrichtigste Dank für all das, was er Gutes und zum Wohle des Judentums vollbracht hat, in seine letzte Ruhestätte hinabgerufen. Aus dem Reiche Ausbildungsstätte für jüdische Kindergärtnerinnen Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden beabsichtigt, gemeinsam mit der Reichsvertretung der deutschen Juden und dem Jüdischen Frauenbund eine Ausbildungsstätte für jüdische Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen einzurichten und mit dem ersten Lehrgang Mitte April d. J. in Berlin zu beginnen. Das Ziel der Ausbildung ist, Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen für die Arbeit in Kindertagesstätten, Erziehungsheimen, aber auch in Familien, zu befähigen. Der Lehrgang wird eineinhalb Jahre dauern. Vorbedingung ist abgeschlossene Mittelschul- oder Obersekundareife oder Nachweis einer gleichwertigen Bildung durch die schulwissenschaftliche Vorprüfung und ausreichende hauswirtschaftliche Vorbildung. Nach einem Probemonat, der die hauswirtschaftlichen Kenntnisse festzustellen hat, erfolgt die endgültige Aufnahme in den Lehrgang. In dem Lehrgang können 15 bis 20 Schülerinnen als Internatsschülerinnen und 5 bis 10 Extranerinnen aufgenommen werden. Der Pensionspreis betragt RM. 50.— monatlich: das Schulgeld RM. 25.— monatlich. Anmeldungen sind unter Beifügung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufs, des Schulabgangszeugnisses und des Nachweises der hauswirtschaftlichen Ausbildung und Betätigung an die Geschäftsstelle des Lehrgangs: Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 158 oder an den Jüdischen Frauenbund (Reichsgeschäftsstelle) ebenda zu richten. 125 Jahre „Badischer Oberrat der Israeliten" Am 13. Januar 1934 waren 125 Jahre verflossen, seit Großherzog Carl Friedrich, der Schöpfer Badens, als erster deutscher Fürst der Judenheit des Großherzogtums Baden die Rechte einer anerkannten Religionsgemeinschaft verlieh und die Verwaltung dieser Gemeinschaft „einem an dem Sitz der Staatsregierung aufzustellenden jüdischen Oberrat" unterstellte. Die von ihm geschaffene Einrichtung hat sich im Laufe der Jahrzehnte in manchen Einzelheiten des Aufbaus gewandelt, in ihren Grundzügen beruht aber auch die heutige Organisation der badischen Juden auf diesem Gesetzgebungswerk des großen badischen Fürsten. In Karlsruhe kamen am 25. Februar alle die zusammen, die der Einladung des Oberrats Folge leisteten zu würdiger Gedenkstunde: Rabbiner und Lehrer, Vorsteher und Abgeordnete, Vertreter der Organisation und Vereine. Die Anwesenheit des Präsidenten der Reichsvertretung der deutschen Juden. Rabb. Dr. Baeck, ferner des Ministerialrates Dr. Hirsch von der R. V. und des Oberstlandesgerichtsrates Neumeyer (München) von der Arbeitsgemeinschaft süddeutscher Landesverbände gab der Veranstaltung ihr besonderes Gepräge. In den festlichen, von tiefstem Ernste durchzogenen Worten des Präsidenten der Reichsvertretung, aber auch in den Reden des Präsidenten des badischen Oberrats, Prof. Dr. Stein, Ministerialrat Dr. Hirschs Jka-Strümpfe im Frühjahr Bewährtes wird verHeft, Neues gewagt ...... Jka Solide.....-.95 der Qebrauchsstrumpf Jka Standard . . . 1.25 der „Nichtentbehrliche" Jka Elllnor .... 1.35 der Favorit des Publikums Jka Trotieur . . . 1.45 derplattierte Sparstrumpf Jka Spezlal .... 1.50 der sehr Beliebte Jka Elegant .... 1.65 der Konservative Jka Royal ..... 1.65 der „Feinmaschige" Jka Gold......1.75 derFlüssigeu. dochKernige Jka Esta......1.75 der glasklare Mattstrumpf Jka Esta Baquette . 1.85 mit Zwickel Jka Pavian der Neue . 1.05 Jka Luxus.....1.05 der feinfäd. Qlanzstrumpf Jka Opal......1.05 der feinfäd. Mattstrumpf Jka Grlsette .... 1.05 der Zwickelstrumpf Jka Mattita .... 1.05 der schwere Mattstrumpf Jka Ha».....1.05 der Mattstrumpf mit Elasticrand Jka Garantie . . . 1.05 der Flor auf Seide Plattierte Alles im neuen Farbenkleid Jlc Am Stachus / Neuhausar Strasse Dienerstrasse Reichenbaohatra8«e / Dachauer Str. Den Slipon dem der ungezwungene Sitz und Fall so ein flottes Aussehen gibt. Es ist der passende Mantel fürmoderneMenschen. Bei uns finden Sie ihn in größter Auswahl in unseren Hauptpreislagen zu: 38.-48.-58.-68.-». ISBBBEBBHBBBM Das Fachgeschäft für gute Bekleidung Gegr. 1878 Bayerstr. 5

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