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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-01-15 · 2 (15.1.1934) · p. Seite 31

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
2 (15.1.1934)
Date
1934-01-15
Page
Seite 31 (sequence 11)
Language
German
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Mr. 2 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 31 Der in Bildung begriffene jüdische Tum- und Sportverein München ersucht alle Interessenten für Turnen und Sport sich bei Unterzeichneten schriftlich melden zu wollen. Siegfried Gerson, München 8, Schließfach 7. Sprachkurse für Erwachsene Die englischen und französischen Sprachkurse für Erwachsene werden in den kommenden Monaten weitergeführt. Neubeginn am 15. Januar 1934. Neuaufnahmen sind jederzeit möglich. Anmeldungen werden entgegengenommen bei den Lehrkräften der Kurse oder beim Wohlfahrtsamt, Herzog-Max-' Straße 5/1. Kursgebühr 3 RM. monatlich. Ermäßigungen sind beim Wohlfahrtsamt zu beantragen. Es finden statt englische und französische Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Ferner sind Kurse für Stenographie und Buchhaltung in Aussicht genommen. Interessenten hiefür wollen sich baldigst beim Wohlfahrtsamt melden. Aus der Gemeinde Augsburg Der Israelitische Frauenverein, Augsburg, bietet seinen Mitgliedern Gelegenheit sich Kenntnisse zu verschaffen: 1. In Damenschneidern (Anfertigung einfacher Garderobe). Leitung: Fräulein Siddy Kapp. 2. In Putzmachen, Umändern älterer Hüte, Anfertigung von Mufftaschen, Lampenschirmen, Kissen usw. Leitung: Frau Maly David. 3. Im Ausbessern von Wäsche in jeder Art. Leitung: Fräulein Paula Thormann. 4. In kunstgewerblichen Arbeiten: Stricken, Häkeln, Sticken usw. Leitung: Frau Erna Grünbaum. Die Stunden finden jeweils nachmittags von 2.30—5.30 Uhr und abends von 7.30—10.30 Uhr statt. Drei zusammenhängende Nachmittags- oder Abendstunden kosten RM. —.80. Nähere Auskunft bei der I. Vorsitzenden, Frau Clemy Heymann, Völkstraße 24, Fernruf 656. Augsburg. Am 9. Dezember gastierte in der hiesigen Synagoge das „Hebraikon-Quartett", über dessen hohe künstlerische Leistungen wir schon anläßlich des Münchener Gastspiels berichteten. Das Programm umfaßte Beethoven, Mozart und Haydn. Die Zuhörer erlebten einen sehr genußreichen Abend. Aus bayerischen Gemeinden Nürnberg In der Nacht auf den 20. Dezember 1933, zum Ausgang des Chanukkafestes verstarb plötzlich Herr Oberlehrer Heß an den Folgen einer Embolie. Mit ihm ist ein selten gütiger Mensch dahingegangen. Diese Herzensgüte hat der Heimgegangene in allen Orten seiner Wirksamkeit und in allen Lagen des Lebens bewiesen. In einer Tätigkeit von über 40 Jahren hat er sich nur Freunde erworben. In einer kl. Gemeinde in Unterfranken hat er seine Tätigkeit begonnen und war dann viele Jahrzehnte in Burghaßlach als Lehrer, Kantor und Schochet im Amte. Als im Jahre 1921 die Volksschule der Adas Israel gegründet wurde, ernannte ihn die Regierung zum Schulleiter dieser Schule, so daß er an ihrem Aufbau noch regen Anteil nehmen konnte. Lange hat er an der Adas-Synagoge in uneigennütziger Weise als Bai Kore fungiert. — Heß hat ganze Generationen von Schülern und Schülerinnen erzogen, sie alle trauern ihm nach und bewahren ihm ein treues Andenken. Unser jüd. Lehrerverein betrachtet es als seine besondere Ehrenpflicht der Gattin und den Kindern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um Liebe mit Liebe und Treue mit Treue zu. belohnen. Es soll unvergessen bleiben, mit welch inniger Treue Heß gerade in diesem Kreise wirkte und mit welchem Eifer er sich an den Fortbildungskonferenzen beteiligte. Er war der erste und letzte bei dem Schiurim, die er bis zum letzten Male vor den Ferien besuchte, sowie er bis zum letzten Tage vor seinem Tode noch seinen Unterricht erteilte. Er ist in den Sielen gestorben. Setzen seinem Andenken. Is. B. Hljähriges Jubiläum des Herrn Isidor Ullmann in Kitzingen Am 1. Januar 1934 konnte Herr Großkaufmann Isidor Ullmann von Kitzingen auf eine 40jährige ununterbrochene Amtstätigkeit in der Verwaltung der israelitischen Kultusgemeinde Kitzingen, seiner Heimatgemeinde, zurückblicken. Nachdem er sich zuerst 15 Jahre als Kassier betätigte, war er anschließend 13 Jahre lang Kollegiumsmitglied und bekleidet seit 1921 das Amt des 1. Vorstandes. Seiner Rührigkeit verdankt die Gemeinde eine Reihe gemeinnütziger Einrichtungen und die Verschönerung der Synagoge. Sein Ansehen in der israelitischen Gemeinde sowie in der ganzen Stadt hat auch durch die Umwälzung nicht gelitten. Obwohl Herr Ullmann sich jede Ehrung verbeten hatte, ließ es sich die Kultusverwaltung nicht nehmen, am 24. Dezember eine kleine interne Feier im Sitzungssaal der Gemeinde zu veranstalten. Herr Bezirksrabbiner Dr. Wohlgemuth feierte in einer Festrede Herrn Ullmann als wahren Parnes und Manhig der Gemeinde. Herr Kultusvorstand Gerst würdigte namens der Verwaltung des Jubilars Verdienste. Herr Ign. Feldhahn sprach zum Freunde für die Gemeindemitglieder, Herr Max Stein als Kassier, Herr Bernh. Sonder im Auftrag der Bezirksvorstandschaft, Herr Kantor Bamberger für Synagoge und Chor und Herr Hauptlehrer Heippert für die israelitische Volksschule, Herr Ullmann dankte jedem einzelnen für die ihm gezollten Worte und betonte, daß er jederzeit bemüht war, seine Pflicht zu erfüllen, in dem Verantwortungsgefühl für die Gemeinde das Beste zu leisten. Schopfloch in Mittelfr. Am 1. Januar 1924 wurde Herr Kaufmann Sam Herz zum Kultusvorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde gewählt. Seit 10 Jahren versieht Herr Herz sein Ehrenamt in vorbildlicher Weise zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde. Möge es ihm vergönnt sein, noch viele Jahre zum Wohle der Kultusgemeinde Schopfloch zu wirken. Bad Dürkheim (Pfalz). Am Sabbat Waichi wurde in der Synagoge der goldenen Hochzeit des Gemeindemitglieds und Synagogenrates Max Reiß und Gattin durch Festansprachen des Rabbiners Dr. Steckelmacher und des Synagogen-Vorstandes Ludwig Strauß in feierlicher Weise gedacht. Dieser wies dabei in seiner Ansprache auf die Notwendigkeit treuen Zusammenhalts in Freud und Leid gerade in dieser Zeit hin und richtete an das Jubelpaar, das mit Kindern, Enkeln und Verwandten sich eingefunden hatte, warme Worte über die Bedeutung des Ehrentages. Aub (Ufr.). Am 1. Januar 1934 hat Herr Abraham Oppenh e i m e r, unser langjähriger 1. Vorstand, unser Städtchen verlassen. Der Wegzug dieses Mannes reißt eine tiefe Lücke in unsere Reihen und bedeutet für unsere Gemeinde einen unersetzlichen Verlust. -Von seinem aufopfernden Sinn und seiner Tatkraft zeugen u. a. die pietätvolle Umgestaltung unseres Friedhofes durch eine massive Umfassungsmauer, ferner das darin errichtete Kriegerdenkmal, auf dem auch der Name seines auf dem Felde der Ehre gefallenen ältesten Sohnes verewigt ist, der kostbare aus dem 17. Jahrhundert stammende Thoravorhang, der heute die Synagoge ziert. Wir werden, unseres hochverdienten Mitgliedes stets gedenken! Israelit. Kultusgemeinde Aub. fjausfcaucn! Wit trjaffficn biüiQcz, als <$ie Sit £)Duft! ßearf)ten Sit unfere pceife! Mietwäsche unter Ihrer Mithilfe getrocknet u. gemangt: Mindest-Quantum 20 Pfund Pfund . . . 25Plg. Pfundwäsche, glatte Stck. gemangt Pfd. 50 Pfg. ab 20 Pfd. 28Pfg. Pfundwäsche auch Leibwäsche gebügelt.......40 Plg. Naß-Wäsche 20 Pfg. ab 40 Pfund.........18 Pfg. 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