Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 17 (1.9.1933)
- Date
- 1933-09-01
- Page
- Seite 264 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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264 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 17 tendes Dokument der gewaltigen jüdischen Wandlung der letzten 50 Jahre. Nur mit Hilfe solcher Dokumente wird uns das eigene Schicksal verständlich und die Zukunft erträglich und hoffnungsvoll. F. Die Psalmenverdeutschung von deii ersten Anfängen bis Luther. Beiträge zu ihrer Geschichte mit tabellarischen Übersichten, zweite Hälfte. Herausgegeben in Gemeinschaft mit Fritz JUlicher und Willy Lüdtke von Prof. D. Hans Vollmer, Hamburg. (Aus der Sammlung „Bibel und deutsche Kultur". Veröffentlichungen des Deutschen Bibel-Archivs in Hamburg Band III. Neue Folge der „Materialien zur Bibelgeschichte und religiösen Volkskunde des Mittelalters".) 8°. 288 Seiten. Preis 20 Reichsmark. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion m. b. H., Potsdam. Die in den Vorjahren erschienenen Teile dieses Unternehmens („Deutsche Bibelauszüge des Mittelalters zum Stammbaum Christi" und „Die Psalmenverdeutschung" I. Teil) haben in diesen Blättern früher ausführliche Würdigung erfahren. Der neue Band bringt das vom Deutschen Bibel-Archiv in Hamburg herausgegebene zweibändige Werk über die Geschichte der deutschen Psalmenübersetzung des Mittelalters bis auf Luther zum Abschluß. In übersichtlicher Anordnung führen 194 Seiten Tabellen eine Fülle verschiedenster Übersetzungen, alt- und mittelhochdeutscher, niederdeutscher, niederländischer, angelsächsischer, aus dem so viel benutzten Psalterbuch vor Augen. Neben einer großen Zahl einzelner Verse und Versgruppen wird Psalm 139 in 38 verschiedenen Übersetzungen ganz dargeboten, ebenso von den den mittelalterlichen Psalterien angeschlossenen alt- und neutestamentüchen Cantica diejenigen der Anna (1. Reg. 2, 1—10) der Maria, des Zacharias und des Simeon, sowie das Vaterunser in 48 verschiedenen Übersetzungen, von der gotischen des 4. Jahrhunderts an bis auf die Luthersche letzter Hand von 1546. Eine Reihe beigegebener Abhandlungen geht, in Ergänzung der Ausführungen des ersten Bandes, den Verwandtschaftsverhältnissen der Handschriften nach und macht auf beachtenswerte Einzelheiten in den verschiedenen Texten aufmerksam, oder beleuchtet das zum Psalter gehörige Beiwerk, wie die volkskundlich so hochinteressanten Gebrauchsanweisungen der einzelnen Psalmen im täglichen Leben und die bis in altbyzantinische Muster zurückzuverfolgende Psalterillustration des Mittelalters, deren Veranschaulichung die 8 beigefügten Bildtafeln dienen. Ein Glossar stellt den für die Sprachkunde wichtigsten Gehalt der mannigfaltigen Texte beider Bände zusammen. Neuhebräisch schnell gelernt. Von Rabbiner Dr. Emil Cohn. (Verlag von Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg, Hauptstraße 8.) Berlin 1933. Preis 2.85 RM. Das Buch ist entstanden aus Schnellkursen, die die Not der Zeit erforderte und die den Versuch machten, im Rahmen von etwa 15 Lektionen dem Anfänger über die ersten Schwierigkeiten des Neuhebräischen hinwegzuhelfen und ihn soweit zu fördern, daß er sich einigermaßen verständigen kann. Es handelt sich nicht, oder jedenfalls nicht allein, um einen sogenannten Sprachführer, sondern gleichzeitig um ein Übungsbuch für Kurse und Selbstunterricht. Das Buch besteht aus drei Teilen: 1. einer Grammatik, die mit Einzelheiten nicht beschwert sind, sondern das Wesentliche so instruktiv und einleuchtend herauszuarbeiten sucht, daß Lehrer und Selbstlerner gleicherweise mit ihm fertig werden können; 2. einer Einführung in die wichtigsten Begriffe der Gesprächswelt des neuen Palästina in methodisch aufgebauten Dialogen und Gesprächsübungen. Jedem Übungsgespräch ist ein Vokabelschatz der wichtigsten Begriffe aus dem Gebiete des betreffenden Gesprächs vorangesetzt, damit auf seiner Kenntnis dann das Gespräch aufgebaut und durchgeführt werden kann; 3. ein deutsch-hebräisches Lexikon von 2000 Worten und Begriffen des praktischen Lei ens. Selbstanzeige v. Rabbiner Dr. Emil Cohn. Ein neues Heft der Monatsschrift. In die Spuk- und Zaubersphäre internationalen Volksglaubens führt ein Aufsatz des gelehrten Rabbiners Max Grunwald, eines vorzüglichen Kenners der allgemeinen Volkskunde, im letzten Heft der „Monatsschrift Schuhhaus MAX BRUCK Sendingerstraße Ecke Hacken straße 1 Braune Rabattmarken Siegfried Gerson,Kohlengrosshandlung XX Alle Sorten Kohlen, Koks, Briketts und Holz Jt\ ✓\ von I Ztr. an aufwärts Prima Qualität Fernsprecher 402 57 Friedenstrassel Zigarren nur noch b e i 5. LcVINOCK BAYERSTRASSE 21 / HOTEL RHEINISCHER HOF Reklame-Kalender und tZaoaliearHkel-GroOhaDdlung THEODOR SCHERBEL NACHFOLGER Inhaber A. 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