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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1933-09-01 · 17 (1.9.1933) · p. Seite 262

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
9 (1933)
Issue
17 (1.9.1933)
Date
1933-09-01
Page
Seite 262 (sequence 6)
Language
German
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262 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 17 Sitzungsberichten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in diesem Jahr die wichtigsten Auszüge aus dem Kommentar des Bagdader Grammatikers Ibn Ginni's zu dem Werke des 936 gestorbenen Koranlesers Ibn Mugahid über die seltenen, von der Tradition der sieben kanonischen Leser abweichenden Lesarten des Korans (in der soeben bei Beck, München, erschienenen Publikation: „Nichtkanonische Koranlesearten im Miuhtasa'b des ibn Ginni"). In der textkritischen, sprachgeschichtlichen und literarhistorischen Würdigung solcher Varianten bleibt Bergsträsser von den heute lebenden europäischen und außereuropäischen Gelehrten der Isiamwissenschaft unübertroffen. Bergsträsser, der mit 47 Jahren aus dem Leben schied, gehörte zu der Generation aufrechter, nur der Sache dienender Universitätsprofessoren, die, indem sie ohne Unterschied der Person nur die Leistung gelten ließen, dem Ansehen der Wissenschaft und der Nation am höchsten dienen. Ausschluß jüdischer Händler vom Oktoberfest Jüdische Händler werden künftighin nach einem Beschluß des Hauptausschusses des Stadtrats in den Versteigerungssaal des städtischen Leihamtes nicht mehr zugelassen, ebenso nicht mehr zum Oktoberfest und zu den Dulten. Appell an die jüdische Kaufmannschaft Münchens Aus unserem Münchener Leserkreis wird uns geschrieben: Als Leserin der Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung und leider stellenlose Buchhalterin, vermisse ich bis heute in Ihrem Blatte einen Appell an1 die jüdische hiesige Kaufmannschaft „nach Möglichkeit doch zusätzliche jüdische Arbeitskräfte einzustellen". Ich verkenne keineswegs die ungünstigen Verhältnisse für die jüdische Geschäftswelt, bin aber andererseits auch unterrichtet, daß die verschiedensten Fabriken und Großhandlungen nicht schlecht beschäftigt sind. Veranlaßt wurde ich zu diesem Schreiben durch den Artikel „Alles muß mithelfen" in der M. N. N. vom 9. August. Wo sollen letzten Endes jüdische Angestellte unterkommen? Selbst wenn christliche Unternehmer den besten Willen haben Juden Arbeit zu geben, können sie es nicht unter den heutigen Verhältnissen. Ich habe leider erst kürzlich diese Tatsache an mir selbst erfahren. Es wurde und wird stets so viel von jüdischem Opfersinn geschrieben; auch in dieser Richtung könnte er praktisch betätigt werden. Arbeiten ist besser als Almosen nehmen, und schließlich wäre das Opfer von Arbeitgeberseite nicht gar zu groß, da ja Gegenleistung dafür erfolgte. Selma Neuhäuser, Thierschstraße 5/1. Lerne hebräisch! Nach längerer Unterbrechung werden die nun im 16. Jahr bestehenden Hebräischen Sprachkurse auch im kommenden VfQnil Trikotagen, Strumpfwaren, Strickwaren, Wäsche, Wolle, Bleyle, Ribana, Prof. Dr. Jaeger, Kübler-Stnckhosen, Juvena d.n„„ur,u. ADoLPH SCHLESINGER ™ München, Prielmayer straBe 12 Zeitgemäße Preis elJ Winterhalbjahr durchgeführt. Zuletzt bestanden 6 Abendkurse für Erwachsene und 3 Nachmittagskurse für Kinder. Dieser Umfang wird nach den Erfahrungen der letzten Zeit den zutage getretenen Bedürfnissen nicht mehr genügen, weshalb dafür Vorsorge getroffen wurde, weitere Kurse für Anfänger wie für Fortgeschrittene einzurichten. Es wird auch auf die Schnellkurse hingewiesen, die für demnächst nach Palästina übersiedelnde Personen besonders geeignet sind. Die Kurse werden wie bisher in dem Lehrraum, Herzog-Rudolf- Straße 1, Rckgb. 1. St., abgehalten. Alle Anmeldungen, auch zum Privatunterricht sind zu richten an Fernsprech-Nummer 20798, täglich vormittags 8 bis 9 Uhr und nachmittags 1 bis 2 Uhr. Zur Einteilung des Stundenplans werden alle, die an Kursen teilnehmen wollen, gebeten, sich am Montag, den 4. September abends 8 Uhr im Unterrichtslokal bestimmt einzufinden. Komitee der hebräischen Sprachkurse, München Kurse für Erwachsene Der Stundenplan kann in dieser Nummer nicht erscheinen, da er bei Redaktionsschluß noch nicht festgesetzt war. Er ist aus dem Anschlag am,schwarzen Brett der Israelitischen Kultusgemeinde, Herzog-Max-Straße 7/1, ersichtlich. Neuanmeldungen werden Herzog-Max-Straße 5/1, Telefon 92 8 83, entgegengenommen. Synagoge „Linath Hazedek - Agudas Achim' Straße 27 Reichenbach- Für die kommenden Hohen Feiertage sind noch einige freie Sitzplätze (von RM. 5.— an) zu vergeben. Interessenten wollen sich an den Sonntagen 3., 10. und 17. September 9—12 Uhr vormittags in der Synagoge Sitzkarten sichern. Ohne Platzkarten kann an den Feiertagen kein Einlaß gewährt werden. Die Vorstandschaft Aus bayerischen Gemeinden Altenstadt. 70. Geburtstag Am 13. August konnte Herr Isidor Neuburger seinen 70. Geburtstag in ungeschwächter Frische des Körpers und Geistes im Kreise seiner Lieben begehen. Seit 1920 bekleidet er das Ehrenamt des Vorstandes in Gewissenhaftigkeit und Selbstlosigkeit. Aus diesem Anlasse ließ die Gemeinde am Samstag, Sidroh Ekef, durch die Herren der Verwaltung einen silbernen Becher als sichtbares Zeichen ihres Dankes überreichen, während Herr Hauptlehrer Rose im Schachrisgottesdienste durch eine Ansprache, anlehnend an das Tehillimwort: „Kos jeschuaus ässoh ufschem Ad äkro", dem Danke der Gemeinde für das verdienstvolle Wirken des Gefeierten als Parnes und langjähriger Hilfsvorbeter geziemenden Ausdruck verlieh. Adolf Rothschild Das führende Haus für vornehmste Maßanfertigung Brienner Straffe 52 Kostüme, Kleider, Mäntel, Pelze

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