Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 11 (1.6.1933)
- Date
- 1933-06-01
- Page
- Seite 166 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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166 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 11 =11811mt=m i&tkfia imö Synagoge am IDom $u Bamberg w Worte, bte bte Jett tu ftd> begraben Würben ©tetn unb ftaitten ftd> im ftetlen Faltenwürfe gotifd>er ©ewanber. TDorte bte wir faft vergeben I>aben tTPufien warnenb unter une Derweilen: X£wig£ett gefd>müdrter ©aitlenranber. SDae (£>efpräd> ber beiben grauen ^at ben üDom Bamberg langft verlaffen ©o wie (Blodrentöne gottwarts fliegen. VOae wir ©taunenbe am <£ore flauen ©inb bte Pfeiler wuchtiger <£vamnm<xf[cn üDie ben T&üäen bes 3ai>rtaufenbs biegen. SDiefer 3Sampf wirb nie perftegen Unermeftltd> ift ber &ebe (B»runb, etilem 5eitlid>en <5>efd>el>en fern. 2Uq aus ©teinen fold>e Silber ftiegen ©tarrte 43unb im ©teine gegen -23unb: Unb warb um bte &ed>te bes >5errn. cfn'Q "Jlofentbal w Tfc =m ii äs* -7?^r **—* Deutschland zum Zwecke ihrer Erziehung in Palästina untergebracht werden können: a) Internat, b) Siedlungsschule, c) Schul-Siedlungen. In den Internaten (wie z. B. der hebräischen Realschule in Haifa) ist allen Erweiterungsplänen zum Trotz der Raum fest umgrenzt. Außerdem sind die Internate nicht billig, werden sich aber dennoch wahrscheinlich rasch füllen. Dafür sollte es aber möglich sein, gegen geringeres Entgelt etwa 600—700 Kinder in den Schulen der Siedlungen unterzubringen. Man sollte heute in En Charod, Beth Alpha oder auch Nahalal die Schulen bedeutend erweitern können, wenn die Eltern der Kinder ihre Verpflegung (die in den landwirtschaftlichen Siedlungen nicht kostspielig ist) und ein Schulgeld entrichten. Die Hauptschwierigkeit dabei liegt meines Erachtens in der angemessenen Unterbringung der Kinder. Dafür werden in diesen Siedlungen brauchbare Gebäude schnell errichtet werden müssen. Alles das kann bei sachgerechter Organisation so rasch erledigt werden, daß keine Verzögerung in der Überführung der Kinder in die palästinensischen Siedlungsschulen einzutreten braucht. Demgegenüber brauchen besondere Schul-Siedlungen (nach dem Muster des Kinderdorfes Ben Schemen) größere Auslagen und eine kompliziertere finanzielle Organisation. An und für sich aber ist nicht einzusehen, warum nicht nur Ben Schemen nicht noch bedeutend erweitert werden soll, sondern warum Ben Schemen nicht mit zehn multipliziert und in zehn neuen Schulsied'ungen für 2000—3000 Kinder Platz geschaffen werden kann. Diese Schul-Siedlungen oder Kindsrdörfer, wo unsere Jugend in einer eigenen Gemeinschaft, in Freiheit und dem Boden und der Arbeit nahe aufwächst und mit ihren Erziehern lebt, sind ja keine Profitunternehmungen, die von Marktverhältnissen und Rentabilität abhängig sind. Sie brauchen die finanziellen Zuschüsse, die jedes Erziehungswerk dieser Art braucht. Es hängt alles nur von den Fonds ab, die für diesen Zweck zur Verfügung gestellt werden, um festzustellen, wo die Grenze für die Entwicklungsmöglichkeit solcher Schul-Siedlungen liegt. Dagegen wäre es notwendig, sofort mit der Palästina-Regierung in Unterhandlungen einzutreten, um die Prozedur der Oberführung von Kindern der Schulalter nach Palästina zu erleichtern. Ich zweifle nicht daran, daß, wenn die Jewish Agency, in deren Schulen ja auch bisher etwa 25 000 Kinder erzogen worden sind, ein solches Schulwerk für 3000—4000 Kinder aus Deutschland zu organisieren unternimmt, sie bei der Regierung auf Verständnis und Unterstützung rechnen kann. Ich brauche nicht hinzuzufügen, daß in allen Schulen der Kategorien, von denen ich gesprochen habe, nicht auf Buchwissen allein gesehen werden wird, sondern daß ihre allgemeine Richtung auf die Arbeit, eiu Leben in handwerklichen oder garten-.und landwirtschaftlichen Berufen gehen wird. Die nächste Frage, die zu dem im eigentlichen Sinne ökonomischen Teil des Plans überleitet, ist die sogenannte Umschichtungs-Frage. Sie berührt im wesentlichen die Altersklassen von 17—22 Jahren. Sie geht vor allem die älteren Gymnasiasten an, die den Plan aufgegeben haben, die Universität zu besuchen, die jüngeren Studenten, die zu der späten Erkenntnis gekommen sind, daß es sinnlos ist, heute Medizin oder Jura oder Literatur weiter zu studieren, die jüngeren kaufmännischen Angestellten, die ihre Betriebe haben verlassen müssen. Für sie alle ist heute die Frage der Berufsumschichtung ein dringendss Lebensprobleiri. Nun fragt es sich sehr, ob in größerem Maßstab auch das Problem der Berufsumschichtung in Deutschland oder in den Nachbarländern Deutschlands gelöst werden kann. Ich glaube es nicht. Wenn es sich darum handelt, auch nur einige Tausende der Menschen dieser Altersklasse heute in Arbeitsberufe überzuführen, so weiß ich nicht, ob und wo man Plätze