Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 10 (15.5.1933)
- Date
- 1933-05-15
- Page
- Seite 152 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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152 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 10 f=^= ■» 4* M=i Aus der Gemeinde München Legende Mitgeteilt von Max Dienernann Ein Judäer ging an Kaiser Hadrian vorüber und grüßte ihn. Sagte er zu ihm: wer bist du? Er antwortete: ein Judäer. Da sprach der Kaiser: ein Judäer geht an mir vorüber und erfrecht sich zu grüßen? schlagt ihm den Kopf ab. Ein anderer Judäer sah das, und als er vorüberging, unterließ er den Gruß. Sagte der Kaiser zu ihm: wer bist du? Er antwortete: ein Judäer. Da sprach der Kaiser: ein Judäer geht an mir vorüber und erfrecht sich, nicht zu grüßen? schlagt ihm den Kopf ab. Darauf sprachen seine Ratsherrn verwundert zu ihm: wir verstehen nicht, was das bedeuten soll, was du da tust; der dich grüßt, den läßt du töten, der dich nicht grüßt, den läßt du auch töten? Antwortete der Kaiser: wollt ihr mir nachrechnen, wie ich meiner Feinde am besten mich entledige? Und der Heilige Geist schrie auf dazu und sprach: „Du siehst, o Gott, meine Unbill" (Klagel. 3,59). (Midrasch rabbah Echan III 200.) von Jesus zu sprechen, denn Josephus erwähnt ihn nicht. Der Papst hat mich tüchtig gequält, das Manuskript zu bekommen. Soviel steht fest, daß die öffentliche Meinung damals für einen einzigen Gott geneigt war, und daß diejenigen, die davon zuerst gesprochen haben, ausgezeichnet aufgenommen wurden, denn die Umstände waren ihnen günstig." Aus dem Verbände Ausgabe des Fürther Minhag-Buches Es besteht die Absicht eine Ausgabe des Fürther Minhagbuches zu veranstalten, das durch Herrn Hugo Heinemann übersetzt herausgegeben werden soll. Das Buch wird etwa M. 2.—, für Kultusbeamte M. 1.— kosten. Es wird gebeten der unterzeichneten Stelle mitzuteilen, wer ein Exemplar des Buches dieser neuen Ausgabe zu erwerben wünscht. Die Herausgabe des Buches kann nur erfolgen, wenn eine genügend große Anzahl von Zeichnungen erfolgt. Verband bayerischer Israelitischer Gemeinden München, Herzog-Max-Straße 7 Ausschuß für Hilfe und Aufbau Von der Israelitischen Kultusgerheinde München wurde ein Ausschuß für Hilfe und Aufbau gebildet. Dem Ausschuß obliegen die Maßnahmen, die durch die Entwicklung der Verhältnisse notwendig geworden sind. Zur Bearbeitung der einzelnen Sachgebiete wurden Fachausschüsse eingesetzt. Es finden folgende Sprechstunden statt: Für Auswanderung: Montag 18—19 Uhr und Mittwoch 8—9 Uhr. — Wirtschaftsberatung: Dienstag 18—19 Uhr und Donnerstag 8—9 Uhr (für Personen, die ihre Ausbildung bereits abgeschlossen haben). — Berufsberatung und Berufsumberatung: Montag 19—20 Uhr und Freitag 15—16 Uhr (für diejenigen, die vor der Ausbildung stehen oder eine bereits begonnene Ausbildung abbrechen wollen). — Hauswirtschaftliche Beratung: Dienstag 9—10 Uhr. — Beratung in Schulangelegenheiten: Montag 15 bis 16 Uhr. — Beratung für Juristen: Donnerstag 18.30—19 Uhr. Sämtliche Sprechstunden werden in den Räumen, Herzog-Max-Straße 3/1, abgehalten. Telefon 93 7 71. Zur Beratung in ärztlichen Berufsangelegenheiten steht der Ärzte-Ausschuß zur Verfügung. Näheres durch die Gemeindekanzlei. Für alle wohlfahrtspflegerischen Angelegenheiten bleibt das gemeindliche Wohlfahrtsamt zuständig, für die Fragen der Arbeitsvermittlung der Jüdische Arbeitsnachweis. Rechtsberatung: Justizrat Dr. W. Levinger, Frauenplatz 2, Montag mit Freitag von 4 bis 6 Uhr. Diese Stelle arbeitet im Einvernehmen mit dem Fachausschuß. Hirtenbrief der bayerischen Bischöfe zur Klärung und Beruhigung München, 5. Mai. Unterm 5. Mai wenden sich die acht bayerischen Bischöfe mit einem Hirtenbrief „Zur Klärung und Beruhigung, zur Wiederkehr des inneren Friedens, der brüderlichen Gesinnung und christlichen Liebe" an ihre Diözesanen. Darin heißt es wörtlich: Nach einem alten Wort ist die Gerechtigkeit die Grundlage der Staaten. Nicht nach dem heidnischen Machtprinzip, sondern nach dem christlichen Prinzip der Gerechtigkeit und Liebe muß das Verhältnis der Staaten untereinander und das gegenseitige Verhältnis der Glieder ein und desselben t. «to&>*> 43rhon f.nö Inthcnöc grauen! Äuch Sie können lachen, wenn Sie sich nicht mehr mit der Wäsche im Waschhaus herumquälen. ÄUe Ihre Wünsche bezügl. derWäschenach Billigkeit, peinliche Sauberkeit und Schonung erfüllt die als erstklassig bekannte Wäftfyzzti ffBündftitt fjouöftauentyüf t7/ Landwehrstraße 57/59 Fernsprecher 596858