Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 8 (15.4.1933)
- Date
- 1933-04-15
- Page
- Seite 120 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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120 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 8 Aber während des größten Teils seines Lebens, das sich in Berlin abspielte, nachdem er die Tochter seines Heimatsrabbiners und Lehrers geheiratet hatte, und wie dieser in beiden Eigenschaften fungiert, es war in dem kleinen märkischen Städtchen Arnswalde, war er Historiker, ein bahnbrechender Geschichtsforscher, sei es, daß er sein Standardwerk schuf, die „Geschichte der Juden in Rom" nach den emsigsten Archivforschungen in den verschiedensten italienischen Bibliotheken, namentlich der Vatikanischen zu Rom, sei es, daß er gemeinverständlich über die „Innere Geschichte der Juden im Mittelalter" schrieb oder ihre Berührung mit der christlichen Umwelt in diesem Zeitraum untersuchte. In der Geschichte unserer Vorfahren hat er immer voll Liebe gesucht und so manches vergessenes, verkanntes Gut gefunden. Und er hat sich vertieft in den Geist verrauschter Zeiten, . deren Wellenschlag uns schon längst nicht mehr erreichte, hat mit klarem Blick die Nebel verscheucht und alte Zeiten aus der Gruft der Vergangenheit in der Gegenwart Bereich geholt und heraufbeschworen. Im Gegensatz zu seinem reichen inneren Leben verlief sein äußeres ruhig und ohne besonders bemerkenswerte Ereignisse. Kindersegen war ihm versagt; seine Lebensgefährtin, geb. Struck, begleitete ihn als verständnisvolle Sekretärin auf allen seinen Forschungsreisen. Vier Jahrzehnte war er Bibliothekar und Dozent an dem Berliner Rabbinerseminar. Erst zu seinem 70. Geburtstag erhielt er von der Preußischen Regierung den Professortitel verliehen. Er erlebte noch den ihn aufs äußerste erschütternden Anfang des Weltkrieges und starb hochbetagt am 9. April 1915. Dr. Ernst Falck. Aus der Gemeinde München Herr Bernhard Holzapfel, München, Schwanthalerstr. 3, begeht am 18. April in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit den 70. Geburtstag. Spenden-, Glückwunsch- und Kranzablösungen Frau Finii Bach; Frau Clara Neuhof. Hayndstraße 4, anläßlich der Jahrzeit ihres Sohnes Gustav Löwengart; Frau Helene Neu, Thierschstraße 44; Frau Dr. Kronacher, Jensenstraße 2, zum Andenken an ihre Mutter Frau Railing; Adolf ^Fromm und Sanitätsrat Dr. Eugen Fromm, anläßlich des Todestages ihrer Eltern; Frau Mina Leiter, Maximiliansplatz 12a, anläßlich des Todestages ihres Mannes; Eugen Heß, Hamburg, anläßlich der Jahrzeit seiner Mutter; Theo unid Ludwig Oberzimmer, Lessingstraße 11; Jakob Schulmann, Nußbaumstraße 12. anläßlich seines 70. Geburtstages; E. L., anläßlich Jaihrzeit; Frau Kommerzienrat Ad. Steinharter, Residenzstraße 25a, anläßlich des Todestages ihres Mannes; N. N.; N. N., statt einer Kranzspende; Ludwig Loeb, Trautenwolf Straße 7, anläßlich der Barmizwah seines Sohnes Hans; Frau Kommerzienrat Clothilde Höchstädter, Prinzregentenstraße 12, statt einer Kranzspende; Max Hof mann, Paul-Heyse-Straße 28; Max Ballin, Ainmillerstraße 36/111., anläßlich der Jahrzeit seiner sei. Eltern am 24. März und 30. April; Bayerischer Landesverband des Jüdischen Frauenbundes und Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes, statt einer Kranzspende zur Ehrung des Andenkens von Frau Geheimrat Klara Oppenheimer. 6. Liste der Spenden für die Winterhilfe 1932/33 Adler Dr. Heinrich, Römerstraße; Abeles Ernst, Geröltstraße. Dreiyfuß Betty, Solln. Eckstein Meta, Prannerstraße. 7 Feuchtwanger Siegmund, Possartstraße; Frank Siegmund, Ansprengerstraße. Gottlieb Julius und Frau, Feilitzschstraße; Guldmann Max, Schwanthalerstraße. Hesselberger Franz, Biederstein; Herz-Mandelbaum, K.-R., Möhlstraße 30; Hausmann Emil, Direktor, Kaiserstraße; Hirsch Alfred, Kurfürstenstraße; Haller Martin, Anglerstraße; Hesky u. Lichtstern, Landwehrstraße; Hönigsberger Dr. Max, Landwehrstraße; Hermann Siegbert, Nußbaumstraße; Heß Meta, Briennerstraße; Heilbronner Marie, Hiltensbengerstraße; Hirsch Gottfried, Tengstraße. Jacobsohn Dr. J., Karlstraße 26. Kaphan Jakob, Reitmorstraße; Klopfer Jakob, Tengstraße; Kahn Dr. Ferdinand, Maximiliansplatz; Koller Frieda, Lampadiusstraße; Koch, Musikhaus, Neuhauserstraße; Klau S., Paul-Heyse-Straße; Kahn Nathan, Goethestraße; Koch Fritz, Sendlingerstraße; Kulakowsky H., Agnesstraße; Z.K. Leopold Ilse, bei Photola, Theatinerstraße; Lehmann Karl Direktor, Franz-Joseph-Straße; Lewin Dr. Bernhard, Eisemannstraße; Lehrer & Co., Klenzestraße; Lammfromm Jakob, Königinstraße; Loeb Ludwig, TraoitenwolfStraß e. Michaelis Frieda, z. Z. Wiesbaden; Meyer Sigmund, Leopoldstraße; Mannheimer Gustav, Widenmayerstraße. Neuburger Ludwig, Baderstraße; Nathan Dr. Fritz, Briennerstraße; Neuburger Moritz, Fendstraße. Offenbacher Artur, Auenstraße; Oppler Dr. Berthold, Jakob- Klar-Straße; Oppenheimer Benno, Karlstraße; Oberndorfer Jakob, Schwanthalerstraße. Prager Dr. Max, Pfandhausstraße; Perls Dr. Walter. Üngererstraße; Pelz Hans, Neuhauserstraße; Pelz Emil, Neuhauserstraße. Rosenthal Jacques, Briennerstraße; Reis Max, Elisabethstraße; Rosenblatt Minna, Tengstraße; Riegelmann Emil, Frundsberg- Fortsetzung Seite 123 Nierenu. Zuckerkranke beachten Sie bitte die neuesten großen Erfolge mit Ueberkinger Adelheidquelle Herr Professor Dr. med. Jon. Dück staatl. Professor an der Handels-Akademie in Innsbruck schreibt am 28. Juli 1932: Gerne bestätige ich Ihnen auch unmittelbar, was ich Ihrem Herrn Vertreter hier schon wiederholt mündlich gesagt habe: Mit der Adelheidquelle habe ich seit den 2% Jahren, die ich sie in der Praxis verwende, eine ganze Reihe sehr beachtenswerter Erfolge, von denen folgende 2 Fälle ganz besonders beachtenswert sind: Fall A; 4jähriges Kind, seit l*/2 Jahren post-anginöse Nephritis im längst chronischen Stadium; alle klinische und private Therapie vermochte keine Eiweiß-Freiheit zu erzielen; auf ausschließliche Anwendung ihrer Adelheidquelle nach 6 Wochen keine Spur von Albumen. der Zustand hat sich seitdem — 2 Jahre — gehalten, das Kind ist aufgeblüht und nat nie mehr Eiweiß im Harn gezeigt; es trinkt noch täglich früh ein Glas Adelheidquelle. Fall B; 52jährige Dame, seit vielen Jahren Diabetes Mellitus; trotz langer klinischer und privater Insulin-Behandlung nie ganz zuckerirei; nach 3 Monaten Adelheidquelle — ohne Insulin-Behandlung— vollkommen zuckerfrei;seithei—2 Jahre — nur einmal sehr wenig Zucker nach grobem Diätfehler; der Zucker verschwand bereits am 2. Tage wieder; Patient trinkt ebenfalls morgens ihr GlaS AdelheidqueUe. Ich halte überhaupt die regelmäßige Anwendung der Adelheidquelle auf nüchternen Magen für das beste, und sehr viele meiner Patienten, besonders ältere, nehmen ebenso wie ich selber täglich ohne Ausnahme prophylaktisch nüchtern morgens ein Glas Adelheidquelle und fühlen sich außerordentlich wohl dabei, wohl auch infolge der Stuhlregelung. Ich möchte diese Quelle nicht mehr aus meinem Arzneischatz missen.