Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 7 (1.4.1933)
- Date
- 1933-04-01
- Page
- Seite 108 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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108 Bayerische Israelitische Genieindezeitung Nr. 7 satz „Die politische Front des Liberalismus; und der religiösen Mächte in der Volks- und Staatskrise" die Wandlung des liberalen Gedankens und stellt fest, in welcher Weise der Gläubige von heute das Ende-des Liberalismus in seiner Verbindung mit dem Recht der gemeinschäftlichen Organismen zu wahren berufen ist. Rita Hischberg-Neumeyer stellt italienischen und deutschen Fascismus in ihren Grundlagen und Zielen einander gegenüber. Max Dienemann gibt in einer Analyse von Gogartens „Politische Ethik" dessen religiös-ethische Formulierungen und politische Folgerungen wieder und stellt ihnen die jüdische Lehre von der religiösen Ethik und dem Staat gegenüber, wobei insbesondere die Gogartensche Definition der Humanität kritisiert wird. Alfred Hirschberg faßt dann das Ganze nochmals zusammen und zeichnet die Situation der indischen Menschen von heute. Die Zeitschrift „Der Morgen" erscheint zweimonatlich (jedes Heft ist zirka 100 Seiten stark) und ist durch jede Buchhandlung oder direkt durch den Philo- Verlag, Berlin W 15, Emser Straße 42, zum Jahrespreise von RM. 12.— zu beziehen. Geschäftsnadirichien Mit dem neuen Schuljahr beginnen auch an den privaten Handelsschulen, .die im Verbände deutscher Privathandelsschulen zusammengeschlossen sind und in Bayern den Namen „Private kaufmännische Kurse" zu führen habeji. die neuen Unterrichtskurse. Die Anstalten bieten in ihren geschlossenen Jahres- und Halbjahresklassen sowie durch den Unterricht auch in einzelnen Fächern eine jedem Bedürfnis entsprechende Vorbildung für den kaufmännischen Beruf und die Schrift- und Rechnungsführung im eigenen Geschäft. In allen Fällen, wo heute der Besuch einer höheren Schule nicht ratsam erscheint oder nicht ermöglicht werden kann, ist hier eine günstige Gelegenheit zu fachlicher Vorbildung gegeben. Schulpflichtige Schüler und Schülerinnen sollen den Jahreskürsus besuchen. Er vermittelt ihnen nach einem 26 bis 28stündigen Wochenstundenplane alle die Kenntnisse und Fertigkeiten, die heute für eine Kaufmannslehre Voraussetzung sind. — Während des Jahres, ruht die Berufsschulpflicht. — Absolventen <und Absolventinnen von höheren Schulen erlangen durch einen Halbjahrkürsus mit erweitertem Lehrstoff zu ihrer höheren Allgemeinbildung ein sehr gutes kaufmännisches' Wissen und Können, was ihnen die Anstellung und Betätigung in einem wirtschaftlichen Betriebe oder im. Kanzleidienst noch weiter wesentlich erleichtert. Von allen Schularten dürfte keine so lebensnahe stehen wie die privaten kaufmännischen Kurse. Ihre Arbeit eilt unmittel-, bar dem Berufsleben und sie sind in ständiger Fühlung mit der Praxis. Jahrzehntelange Unterrichtserfahrung von Leitern und Lehrern^ kleine Klassen, die eine sorgsame Beobachtung und Förderung der einzelnen Schüler ermöglichen, sichern die besten Erfolge. Viele Tausend junger Leute haben sich hier das Rüstzeug für ihren Beruf geholt. Die Anstalten unterliegen gleich den öffentlichen Schulen der staatlichen Genehmigung, sowohl hinsichtlich' des Lehrplanes wie der an ihnen tätigen Lehrer und Lehrerinnen und sie unterstehen der Aufsicht der staatlichen Schulbehörde. Im Verband deutscher Privathandelsschulen e. V. besitzen sie ihre berufständige Vertretung und sind durch diesen dem Reichsverbande deutscher freier Unterrichts- und Erziehungsanstalten angeschlossen, in welchem sich das gesamte deutsche Privatschulwesen vereinigt. Näheres wolle aus den Anzeigen der einzelnen Schulen ersehen werden. ^1 'tfteunfecfhifgtn^Ffe unreceldtung/fitöenröfe 6ei öen Jnfecenten (ifefe* $latte$ fmifet! und auf öle&efteffcttöen&njrigen $esug nehmen! 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