Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 4 (15.2.1933)
- Date
- 1933-02-15
- Page
- Seite 59 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 59 Zionistische Ortsgruppe München Donnerstag, den 23. Februar, abends 8% Uhr, spricht im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog-Max-Straße 7/1, Herr D r. Raphael Straus über „Die Gegenwart des deutschenJudentumsimLichtederVergangenhei t". Anschließend Diskussion. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintritt von RM. —.20 für Erwachsene, RM. —.10 für Jugendliche erhoben. - Verein zur Abwehr des Antisemitismus e. V. Ortsgruppe München Am Donnerstag, den 23. Februar, findet im Kleinen Saale des Hotel Union abends pünktlich 8 Uhr eine Ordentliche Mitgliederversammlung statt. Die Tagesordnung umfaßt Geschäfts¬ und Kassenbericht, Neuwahlen, ferner ein Referat von Militäroberpfarrer a. D. Dr. Balthasar P ö r t n e r : „Die Makkabäer". Anschließend Anträge und freie Aussprache. Zutritt haben in Anbetracht des internen Charakters dieses Abends nur Mitglieder gegen Vorweis der ihnen per Post zugehenden Einladung; jedoch ist Einführung von Gästen gerne gestattet. — Anträge sind bis spätestens 20. Februar schriftlich an die Geschäftsstelle der Ortsgruppe, Herrn Carl von Sandt, München 13, Jakob- Klar-Straße ll/o, Ghs., zu richten. Jüdischer Jugendverein, München Donnerstag, 16. Februar 1933: Lessiingsaal, Herzog-Rudolfstraße 1, 20.30 Uhr: Vortrag Dr. Werner Cahnmann über „Günthers Rassenlehre". 2. März 1933: Vortrag mit Lichtbildern von Frau .Dr. phil. G. Mayer über Lesser Ury und sein Werk. Näheres wind noch bekannt gegeben, Zirkus Ka-de-Ju Donnerstag, 23. Februar 1933. Leitung: Kabarett der Jungbühne mit größerem Programm. M o 11 o : Eine tolle Faschingsmacht im J. J.V. Große Tombola, Überraschungen! — Achtung: Diese Veranstaltung findet statt im großen Saal der Gesellschaft Concordia, Prannerstraße 4. Einlaß ab 20.30 Uhr. Infolge größerer Auslagen müssen wir einen Unikostenbeiitrag von RM. —.75 für Nichtmitglieder und RM. —.50 für Mitglieder erheben. Der Jüdische Turn- und Sportverein Bar, Kochba, veranstaltet am 18. "Februar im Hotel Der Königshof am Stachus einen Maskenball unter dem Motto „Rendezvous bei Madame Potiphar". Die gesamte jüdische Jugend Münchens ist hierzu herzlichst eingeladen. Beginn 20" Uhr. Eintritt RM. 1.20. Bücherschau C. Leonard Woolley, Mit Hacke und Spaten. — Die Erschließung versunkener Kulturen. Deutsche Ausgabe mit 46 Abbildungen, F. A. Brockhaus, Leipzig, 1932. Geb. RM. 5.30. Der englische Archäologe Wo o 11 e y läßt seinen beiden auch auf Deutsch erschienenen Werken über seine sensationellen Ausgrabungen im Ur in Chaldäa, der Heimat Abrahams. — „Vor 5000 Jahren: Ur und die Geschichte der Sumerer" (1929) und „Ur und die Sintflut" (1930) — jetzt eine gleichfalls verdeutsche Schrift „Mit Hacke und Spaten — Die Erschließung versunkener Kulturen" folgen, in der er fesselnd von den Grundsätzen und den praktischen Methoden moderner Ausgrabungstechnik erzählt. Dies Buch ist sehr zu begrüßen, denn es ist berufen, in weiten Kreisen Verständnis für die Ziele der. Wissenschaft des Spatens zu erwecken, aber auch Respekt für die ungeheuren Schwierigkeiten, die sie zu überwinden hat, und für die Gewissenhaftigkeit, mit der sie ihrer verantwortungsvollen Aufgabe obliegt. Naturgemäß stehen für Woolley seine eigenen Erfahrungen und die Belange der englischen Archäologie im Vordergrund, und seine Beispiele stammen vornehmlich aus Ur, das mitseinem Namen für alle Zeiten verknüpft bleibt, sowie aus den englischen Grabungen von A. Evans in Knosoß auf Kreta, den neuen englischen Grabungen in einer einstigen Ruhmesstätte der deutschen Archäologie, der Residenz des Ketzerkönigs Amenophis IV. in Teil el Amarna, aus der unsere Berliner Nofretetebüste stammt, den amerikanischen Ausgrabungen des Professors Reisner im Pyramidenfeld von Giseh (Grab der Königin Hetep-Heres) und aus der Nachblüte der ägyptischen Kutlur in Meroe (Nubien), aus der auch das Berliner Antiquarium kostbaren Goldschmuck besitzt. Was die deutsche. Archäologie seit Olympia und Pergamon geleistet hat, und daß sie überhaupt erst die Methoden geschaffen hat, denen auch Woolley seine großen Erfolge verdankt, geht aus seiner Schrift nicht hervor, und so muß denn als notwendiges Korrelat G. Rodenwaldts Sammelwerk „Neue deutsche Ausgrabungen" (Münster i. W. 1930) dienen, das übrigens auch mit einem Abschnitt „Die Ausgrabung einer antiken Stadt" beginnt. Davon abgesehen, wäre es sehr erwünscht, wenn auch ein deutscher Archäologe mal so fesselnd und belehrend wie Woolley über das Handwerkliche und Grundsätzliche der modernen Ausgrabungstechnik schriebe und dadurch das Interesse für die deutcshen Leistungen belebte. Es gibt so ungemein viel verstreutes Material darüber, das nur sachkundiger Zusammenfassung bedarf. Damit soll keineswegs etwas gegen Woolleys Schrift gesagt werden. In der Archäologie herrscht Gottlob ein vorbildliches internationales Zusammenarbeiten und edler Wettstreit, der die Nierenu. Zuckerkranke beachten Sie bitte die neuesten großen Erfolge mit Ueberkinger Adelheidquelle Herr Professor Dr. med. Joh. Duck staatl. Professor an der Handels-Akademie in Innsbruck schreibt am 28. Juli 1932: Gerne bestätige ich Ihnen auch unmittelbar, was ich Ihrem Herrn Vertreter hier schon wiederholt mündlich gesagt habe: Mit der Adelheidquelle habe ich seit den 2^ Jahren, die ich sie in der Praxis verwende, eine ganze Reihe sehr beachtenswerter Erfolge, von denen folgende 2 Fälle ganz besonders beachtenswert sind: Fall At 4jähriges Kind, seit l'/s Jahren post-anginöse Nephritis im längst chronischen Stadium; alle klinische und private Therapie vermöchte keine Eiweiß-Freiheit zu erzielen; auf ausschließliche Anwendung ihrer Adelheidquelle nach 6 Wochen keine Spur von Albuinen, der Zustand hat sich seitdem — 2 Jahre — gehalten, das Kind ist aufgeblüht und hat nie mehr Eiweiß im Harn gezeigt; es trinkt noch täglich früh ein Glas Adelheidquelle. Fall B; 52jährige Dame, seit vielen Jahren Diabetes Mellitus; trotz langer klinischer und privater Insulin-Behandlung nie ganz zucker- _frei; nach 3 Monaten Adelheidquelle — ohne Insulin-Behandlung— vollkommen zuckerfrei;seither — 2 Jahre — nur einmal sehr wenig Zucker nach grobem Diätfehler; der Zucker verschwand bereits am 2. Tage wieder; Patient trinkt ebenfalls morgens ihr Glas Adelheidquelle. Ich halte überhaupt die regelmäßige Anwendung der Adelheidquelle auf nüchternen Magen für das beste, und sehr viele meiner Patienten, besonders ältere, nehmen ebenso wie ich selber täglich ohne Ausnahme prophylaktisch nüchtern morgens ein Glas Adelheidquelle und fühlen sich außerordentlich wohl dabei, wohl auch infolge der Stuhlregelung. Ich möchte diese Quelle nicht mehr aus meinem Arzneischatz missen.