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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1933-02-15 · 4 (15.2.1933) · p. Seite 56

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
9 (1933)
Issue
4 (15.2.1933)
Date
1933-02-15
Page
Seite 56 (sequence 8)
Language
German
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56 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 4 Kurs I. Ausgewählte Abschnitte aus M. Rath und aus der Bibel, Konversation, Übersetzungen und die 7 Biujamin. K u r s 11. Lesestücke aus der Zeitschrift „Hagesch er". Teil I für Anfänger und aus „Laschon Wasefer", Teil II, Konversation nach ausgewählten Abschnitten aus der Bibel, schriftliche Nacherzählungen, Übung in Grammatik. Kurs III. „Hagescher", Konversation wie in Kurs II, schriftliche Nacherzählungen, unregelmäßige Verba. Kurs IV. „Hagescher", schriftliche Übersetzungen und Nacherzählungen, Konversation nach der Bibel, Übung in der hebräischen Grammatik an Hand von Lektüre. Kurs V. „Hagescher" (der Teil für Fortgeschrittene), Konversation und schriftliche Übung. Übung wie in Kurs IV. Kurs VI. Ausgewählte Abschnitte aus der hebräischen Literatur (gegenwärtig Joman Bagalil von Sch. Schalow), schriftliche Übersetzungen (früher Hiob von Roth, jetzt aus „Die Geschichte der Juden" von Dubnow), Konversation. Kinderkurs I. Schreiben, hebräische Lieder, Konversation und Grammatik: das Hauptwort und Kail. Kdnderkurs IL Lesen, schreiben und Konversation nach „Laschon Wasefer" von J. Fischmann, Teil I, Grammatik: die Binjanim. Kinderksurs III. Das Buch „Richter" und „I^aschon Wasefer", Teil II, schriftliche Nacherzählungen, Konversation und Übung in Grammatik. Bibelsirbeitsigemeinsclhaf-t Das Buch „Samuel" mit Mi drasch (Jalkut Schimoni) und Raschi. Außerdem erhält das israelitische Lehrlingsheim hebräischen Unterricht, dessen Programm ungefähr dem von Kurs I entspricht Nach der neuen Einteilung hat das 2. Halbjahr am 1. Februar begonnen und dauert bis Ende Juli. Das Schulgeld wird pro Semester und zwar in 5 Monatsraten von Februar bis Juni bezahlt Gesuche um Ermäßigung des Schulgeldes sind an Herrn P. Grünbaum, Rothmundstraße 6, zu richten, und zwar bis zum 15. März. Gesuche, die später eingereicht werden, können nicht berücksichtigt werden. Der Stundenplan für das 2. Halbjahr wird demnächst bekanntgegeben. Auskunft über den Unterricht erteilt das Büro der hebräischen Sprachkurse, Herzog-Rudolf- Straße 1, Tel. 29 74 49, und der Leiter der Kurse Dr. A. Percdkowitsch, Gewürzmühlstraße 12. Tel. 28 253. Heinrich Schalks Freitagabend-Liturgie im Druck Die Liturgie für den Freitagabend-Gottesdienst in der neuen Vertonung von Heinrich Schalit ist soeben im Selbstverlag des Komponisten erschienen (München 23, Degenfei d s t r a ß e 1). E i n >z e 1 partitüren zu beziehen durch Ewer -Buchhandlung, Ottostraße 2. Die vorliegende Liturgie ist durch den tatkräftigen Chordirigenten der Jüdischen Gemeinde Berlin, Alexander W e i n b a u m und Oberkantor Hanns John, im September 1932 im Freitagabend-Gottesdienst der Synagoge Lützowstraße (Berlin) vor der versammelten Gemeinde in vorbildlicher Weise erstmalig zu Gehör gebracht worden. Auf die außerordentlich starke Resonanz und hohe Anerkennung, die die Musik in der jüdischen Öffentlichkeit ausgelöst hat, ist in der Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung bereits früher hingewiesen worden. 75jähriger Geburtstag 75jähriger Geburtstag. Frau Marie Lefkowitsch, Fraunhoferstraße 20/11, feierte am 12. Februar ihren 75. Geburtstag. Erklärung. Herr Rabbiner Dr. Prys bittet um Aufnahme folgender Erklärung: Ein Aron Kamin aus Wien versendet unter Beigabe eines jüdischen Kalenders gedruckte Bittbriefe mit seinem Lichtbild und dem Faksimile einer ärztlichen Bescheinigung über seine Krankheit an zahlreiche Adressen in München. Am Schlüsse gibt der Bittsteller mich als Referenz auf. Ich erkläre Merzu, daß mir Kamin vollständig unbekannt ist und nie von mir -ermächtigt wurde, mich als Referenz anzugeben. Das „Messiasspiel" des Münchener jüdischen Schriftstellers Fritz Rosenthal, dessen Uraufführung durch die Münchener .Jungbühne" aus technischen Gründen scheiterte, wurde soeben den Wiener Jüdischen Künstlerspielen zur alleinigen Erstaufführung angeboten. Die Buchausgabe des Stückes, auf die der Verlag B. Heller, München, seit einigen'Wochen die Subskription eröffnet hat, wird in der nächsten Zeit erscheinen. Der außergewöhnlich niedere Preis von RM. —.90 ermöglicht den weitesten Schichten die Anschaffung dieses wesentlichen jüdischen Buches. Aus der Gemeinde Bamberg Am 15. Januar feierte die Zionistische Ortsgruppe Bamberg ihr lOj ähriges Bestehen durch eine Veranstaltung: „Die gesprochene Zeitung". Der außerordentlich zahlreiche Besuch aus allen Kreisen der Gemeinde zeigte das große Interesse, das die Bestrebungen der Ortsgruppe in diesen 10 Jahren in Bamberg erworben hatten. Die Gemeindeverwaltung und die Gemeindekammer waren durch ihre Vorsitzenden vertreten; am Schlüsse des ernsten Teiles der Feier sprach Herr Julius Wassermann der Ortsgruppe in warmen Worten die Glückwünsche der Gemeindeverwaltung aus. Im Auftrage der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und des Zionistischen Gruppenverbandes für Bayern beglückwünschte Herr Dr. Liebstädter (Nürnberg) die Bamberger Zionisten zur ihrer Tätigkeit im Dienste der zionistischen Idee. Aus bayerischen Gemeinden Grabsteinsetzung für Rabbiner Dr. Raphael Breuer s. A. in Aschaffenburg Auf dem Friehofe zu Aschaffenburg fand sich am Sonntag vormittag eine andächtige Gemeinde zusammen, um am neugesetzten Grabdenkmal für Rabbiner Dr. Raph. Breuer s. A. eine Feierstunde des Gedenkens zu begehen. Zu der gesamten Aschaffemburger Gemeinde kamen auch, noch die Familienangehörigen und Gäste aus Frankfurt a. M. hinzu. Nach einer Ansprache des Herrn Freund für den Vorstand hielten Gedenkreden der derzeitige Aschaffenburger Raw, Herr Rabbiner Dr. Bloch und Herr Rabbiner Dr. Josef Breuer, Frankfurt a. M. Vereine Verein Bikur Choulim, München Der Verein hielt am Samstag, 14. Januar abends 8 Uhr, seine diesjährige ordentliche Generalversarnmlunig ab. Nach Erstattung des Rechenschafts- und Kassenberichts wurde der rücktretenden Vorstandschaft der Dank und die Anerkennung ihrer Leistungen ausgesprochen. Im vergangenen Jahre konnte wiederum ein ansehnlicher Betrag für Unterstützungen an Mitglieder und Nichtmitglieder aufgewendet werden. Obwohl mitunter nur sehr geringe Mittel zur Verfügung standen, wurde dennoch jedem Unterstützungsgesuch stattgegeben. Infolge der, leider fortschreitenden, allgemeinen Wirtschaftslage, ist der Verein zu einer der wichtigsten Wohlfahrtseinrichtungen geworden; es sollte sich daher jeder angelegen sein lassen, denselben durch zahlreiche Spenden und Beitritt als Mitglied zu fördern. Schochtim-Verband Bayerns. Unsere Mitglieder werden höfl. ersucht, die fälligen Mitgliedsbeiträge von RM. 4.— pro erstes Halbjahr 1933 und die noch rückständigen vom Jahre 1932 auf Postscheckkonto 36 559, Amt Nürnberg (unter I. Lubinski) einzuzahlen. Schweinfurt, den 25. Januar 1933. Lubinski, Kassier.

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