Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 21 (1.11.1932)
- Date
- 1932-11-01
- Page
- Seite 323 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 21 Bayerische Israelitische Gemeindezeiturig 323 Zum 300. Geburtstag Baruch Spinozas geb. 24. November 1632 * Bisher unbekanntes Bild, nach einem Stich von J. Bader aus dem Jahr 1692, im Besitz der Bibliotheca Rosenthaliana zu Amsterdam, erstmalig in Bd. V des Jüdischen Lexikons veröffentlicht. Mit Erlaubnis des Jüdischen Verlags G. m. b. H., Berlin W 50. Nachdruck verboten. bTlNo,sA // A ^araBBi 6 B13S7O S A | C7?j t rix r t/ fjecjtt. u’ei'u' af-~/.-■ Jlra.ny’<k ... __!r ■ Wenn die lautere Klarheit seiner Gedanken noch durch etwas übertroffen werden kann, so ist es durch die fleckenlose Reinheit seines Charakters; in ihm ist kern Winkel, in de?n sich die Lüge verkrieche?i kattn, und alles, was er tut, was er lebt, was er lehrt, trägt an sich den Stempel reinster Wahrhaftigkeit und vollster Überzeugtheit. Es ist in dieser reinen Selbstgenügsamkeit keine Spur von der unruhigen und leidejischaftlichen Hast des Rcf ormatorentums, denn es mangelt ihm die Einbildung, „er körnte was lehren, die Welt zu bessern tind zu bekehrena: er, der auf dem festen Boden der Religion den Religionen frei gegenüberstand, besass nichts von dem unreifen Proselytentum des Unglaubens, das spätere Geschlechter gesehen haben. Aus der Gedächtnisrede Wilhelm Windelbands zum 200.Todestag Spinozas (1877)