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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1932-09-01 · 17 (1.9.1932) · p. Seite 267

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
8 (1932)
Issue
17 (1.9.1932)
Date
1932-09-01
Page
Seite 267 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 17 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 267 Vorzügliche Betten ^^<0^ mono* Qm Paot in seltener Vollkommenheit Ulvllul Olli IldSl sind Merkmale von J >Hotel Bayerischer Hof Augsburg individualistischen Züge vorwiegend unter dem Einfluß des Exils empfangen habe, wird von den meisten Geschichtsschreibern des Volkes Israel angenommen. Auch Causse vertritt diese Ansicht. Er unterscheidet sich aber von der herrschenden Lehre dadurch, daß er schon eine vorexilische Diaspora größeren Ausmaßes annimmt und dieser für die synkretistischen Tendenzen im Judaismus einen Einfluß zuschreibt. Causse betont, daß ohne diese Annahmen weder die ältere Prophetie noch diejenige der Exilzeit verständlich wäre. Alles spreche dafür, daß die von den Assyrern deportierten Israeliten ebensowenig spurlos verschwunden seien wie die anderthalb Jahrhunderte später von den Babyloniern deportierten Juden. Vielmehr müsse angenommen werden, daß sowohl Handelskolonien nach Art der durch I Reg. XX, 34 für die Zeit der Omridenherrschaft in Israel verbürgten, als auch Militärkolonien nach Art der durch den Papyrusfund von Elefantine für die Zeit der Achämenidenweltherrschaft bezeugten auch schon in der Vorexilzeit häufiger gewesen seien. Bei dieser Annahme erkläre sich das Wunder der Erhaltung des Yahweglaubens im babylonischen Exil und die Wiederherstellung eines jüdischen Staatswesens unter persischer Oberhoheit und die verblüffende Ausdehnung der jüdischen Diaspora in der hellenistischen Zeit viel besser als nach der herrschenden Lehre. Der Hauptteil der Ausführungen des Verfassers gilt der Verfechtung seiner These, daß auf die Entwicklung der nachexilischen jüdischen Frömmigkeit die Diaspora der Perserzeit den bestimmenden Einfluß geübt habe. Er stützt diese These u. a. durch eine feinsinnige Analyse der Prophetie des Ezechiel und des zweiten Jesaija, der späteren Psalmendichtung, der er schon früher unter dem Titel „Les Pauvres d’Israel“ eine interessante Studie gewidmet hat, der Weisheitsliteratur und des apokalyptischen Schrifttums. Dabei verfällt er nie in den so häufigen Irrtum vieler Bibelkritiker beim Gleichlauf jüdischer mit anderen altorientalischen Geistesströmungen, vorschnell die Abhängigkeit der ersteren zu behaupten. Er begnügt sich weise damit, soweit er synkretistische Einflüsse annimmt, die von der Perserzeit an im ganzen vorderen Orient festzustellende Neigung zum Synkretismus zu betonen und der Diaspora bei der Überwindung dessen, was er den jüdischen Sektengeist nennt, den Haupteinfluß zuzuschreiben. Letzteren Gedanken hat der Verfasser schon früher in seiner Schrift „Israel et la Vision de l’humanite“ in geistvoller Weise ausgeführt. Auch wer ihm nicht in allen Punkten zustimmt, wird die Klarheit seiner Beweisführung und sein Bestreben nach Unparteilichkeit bewunderrn. M. P. D. Dr. Ildefons Herwegen, Abt von Maria Laach, Antike, Germanentum und Christentum. Bücherei der Salzburger Hochschuhvochen, herausgegeben vom Direktorium der Salzburger Hochschulwochen, Band I. Salzburg, Verlag Anton Pustet 1932. Die Salzburger Vorlesungen des Abtes von Maria Laach im August vorigen Jahres liegen hier ausgearbeitet und erweitert, mit den nötigen literarischen Nachweisen versehen, in erfreulicher Ausstattung vor. Das Problem ist in der Tat ein sehr aktuelles, denn unsere geistige Werttafel und unser gesamtes Kulturbewußtsein ist auf Antike, Germanentum und Christentum ausgerichtet, wobei „Christentum“ den Namen für das verpönte jüdische Gedankengut nach seiner Verchristlichung abgeben muß. Als vor Jahresfrist das große Werk von Schaafhausen „Der Eingang des Christentums in das deutsche Wesen“ fertig wurde, war hier (Gem.-Ztg vom 1. 8. 31) ausführlich von den Vorgängen die Rede, die seit langem im hisorischen Schrifttum unter dem Schlagwort Verchristlichung des Judentums — Germanisierung des Christentums — Romanisierung der deutschen Kirche zusammengefaßt werden. Es war damals vor allem eingehend auseinandergesetzt, warum in den landläufigen Darstellungen des Bündnisses, das zwischen dem deut- ZIMMER MIETEN Enoch, Widenmayerstraße 52/1 1, gut möbliertes Zimmer mit 1—2 Betten, evtl, mit Küchenbenützung, oder auch leer abzugeben. Preis nach Vereinbarung. Stettauer, Hohenzollernstraße 120, 2 schöne, saubere, möblierte Zimmer, Preis RM. 30.—. Frank, Ainmillerstraße 31, sauberes, hübsches Zimmer. Preis RM. 25.—. Neuinan, Walterstraße 25, (Medizinerviertel) hübsches, möbliertes Zimmer. Preis RM. 30.—. Wertheimer, Nymphenburger Straße 29Rgb., 2 leere Zimmer mit Gasofen. 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