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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1931-12-01 · 23 (1.12.1931) · p. Seite 359

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
7 (1931)
Issue
23 (1.12.1931)
Date
1931-12-01
Page
Seite 359 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 23 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 359 Arbeitsgenreinschaft über zeitgemäße Wirtschaftsführung in Gemeinschaft mit der Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes. Drei Nachmittage. Dienstag, 1. Dezember: 1. Theorie, Dr. Rahel Straus. Mittwoch, 2. Dezember: 2. Küche, Jenny Baerwald. Donnerstag, Z. Dezember: 3. Kleidung, Erna Feuchtwanger. Sitzungssaal der Gemeinde. Beginn 17 Uhr. Eintritt frei. Das Wohltätigkeitskonzert ist auf Januar verschoben. Näheres in der I. Januar-Nummer. Die rituelle Speiseanstalt an der Klenzestraß'e im Jahre 1906 von den Eheleuten Gabriel und Rosa Ritter gegründet, konnte anfangs November aus ein fünfundzwanzigjähriges Bestehen zurückblickcn. Aus diesem Anlaß vereinigte am 8. November ein kleiner Festakt die ständigen Besucher der Anstalt mit dem Verwaltungsrat, Vertretern der Gemeindebehörde, des Rabbinats und den Beauftragten der Stiftung. Herr Adolph Lang, seit 16 Jahren vom Gemeindcvorstand mit der Leitung der Anstalt beauftragt, wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, daß die Anstalt in dem Vierteljahrhundert ihres Bestehens viel Segen verbreitet habe; in diesem Zeitraum seien jährlich etwa 33 000 bis 56 000 Speisungen abgegeben worden. Einem allgemeinen Bedürfnis entsprechend wurden die Räume seit einer Reihe von Jahren auch für Zwecke der Nähstube und als Wärmcstube zur Verfügung gestellt. Er hob die Verdienste hervor, die sich die frühere Leiterin Frau Hummel und die jetzige Leiterin Frau Feibusch, geb. Lcvy, durch die sorgsame Erfüllung ihrer Obliegenheiten erworben haben. Der Redner erinnerte schließlich an die wichtigen Aufgaben, die der Stiftung gerade in dieser schweren Zeit gestellt sind. Herr O b e r st l a n d e s g e r i ch t s r a t D r. N e u m e y e r als Vorsitzender der Kultusgemeinde, der die Verwaltung der Stiftung obliegt und die den Betrieb durch nahmhafte Zuschüsse unterstützt, sprach der Anstalt die herzlichsten Wünsche der Gemeinde aus und schloß in den Dank die bei der Anstalt tätigen Personen besonders Herrn Adolph Lang ein. Herr Rabbiner Dr. Baerwald hob hervor, daß der Gedächtnistag seine volle Bedeutung erst dann erhalte, wenn die Erinnerung an die verstorbenen Stifter die Lebenden zur Betätigung sozialer Gesinnung ancifere. Diese Gesinnung werde allen Kreisen Kraft geben, die schwere Zeit zu überwinden. Der anspruchslosen Feier schloß sich das an diesem Tage etwas festlicher gestaltete Mittagsmahl der Spcisegästc in den Speiscräumcn der Anstalt an. Wärmestube in der Rituellen Speiseanstalt Es wird für einige Monate in der Rituellen Speiseanstalt, Klenzestraße 4, eine Wärmcstube für Erwachsene eingerichtet. Um den Erwerbslosen Unterhaltung und Anregung hieten zu können, bitten wir herzlich um leihweise Überlassung oder Schenkung von Büchern und Untcrhaltungsspielen. Außerdem wären wir dankbar, wenn uns für diese Zeit ein Radio-Apparat mit Lautsprecher zur Verfügung gestellt werden könnte. Die Sachen werden angenommen in der Rituellen Speiseanstalt, Klenzestraße 4, bei Frau Feibusch, Telephon 296116. Wohlfahrts- und Jugendamt der Israelitischen Kultusgemeinde. Vom Landheim Wolfratshausen Es ist recht stille geworden um das Landheim Wolfratshausen. Früher konnte man häufig aus Kindermund begeisterte Worte über das Heinr vernehmen. Aber das Kinderheim ist nicht mehr. Die alles verschlingende Not der Zeit hat auch dieses herrliche Kleinod in ihren gierigen Rachen geschluckt. Ein Erholungsheim für Erwachsene ist erstanden. Aber so wenig Leute wissen von dem schönen Heim in der herrlichen, gottgesegneten Gegend, von dem milden Klima dieser bergumrandetcn Landschaft, dem „Jsarmeran", von der wunderbaren, nervcnheilcnden Ruhe, die dort herrscht, und von der guten billigen Unterkunft, die iin Landheim geboten wird. Erst vor wenigen Tagen kanr cs mir zum Bewußtsein, welcher Segen diesem Heim entströmen könnte, wenn von der Erholungsmöglichkeit, die da geboten wird, Gebrauch gemacht würde. Die beiden oberen Klassen der jüdischen Volksschule besuchten dieser Tage auf einem Hcimatausflug zum Starnberger See diese jüdische Erholungsstätte. Welchen Jubel löste es bei unseren Kleinen aus, als sic erfuhren, daß in dem Heime gerastet wird, in dem früher viele von ihnen so schöne Stunden verbracht hatten. Die liebenswürdige, freundliche Leiterin ließ es sich nicht nehmen, die Kinder, die sich gleich im großen Speisesaal wieder heimisch fühlten, zu bewirten. Der herrliche, große Park lud die Kinder zu lustigen Spielen ein. Dabei lachte die iiaiHi Wäscherei Münchener Hausf rauenhilfe Landwehrstr.57/59 -Telefon59685& München Sigmund Schapira Juwelier München / Pilgersheimerstraße 29 / Fernsprecher 40638 Gelegenheitskäufe in Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren Ausführung sämtlicher einschlägiger Arbeiten in eigener Werkstätte. Spezialität: Modernisierung alter Schmuckstücke möglich. Naturhelle BÖdeil9keinGeruch,keineStaubbUdung, da die Möglichkeit des Naßwischens gegeben ist. Hoher Glanz, ohne Glätte. Das sind die Vorzüge der seit 25 Jahren im Handel befindlichen Parkettrose. Vereinigte Farben- und Lackfabriken München W 12 WM MM DAS PREISWÜRDIGE MÜNCHNER HHAUS ■SONNENSTRASSE PHOBUSPALAST

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