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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1931-07-01 · 13 (1.7.1931) · p. Seite 199

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
7 (1931)
Issue
13 (1.7.1931)
Article
Werke jüdischer Volkskunst in Bayern
Date
1931-07-01
Page
Seite 199 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 13 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 199 kv>.. ■ Abb. 8: Synagoge Bechhofen. Wandausschnitt. Hierzu tragen nicht allein solche Werke bei, wie die eben vorgeführten, sondern auch die vielen Schöpfungen auf kleinkünftlerischem Gebiete, wie die Miniaturen in Handschriften und die Auszierung von Zinngeräten. Von ihnen hoffen wir später berichten zu können. Abb. 9: Ehemalige Synagoge Kirchheim (Luitpoldmuseum Würzburg). Deckenausschnitt. Sy. V iS**? mm *•?r-' \ ■ '■» ■ ME t v G- Israelitische Leyrerbildungsanstalt in Würzburg Einweihung des neuen Schulgebäudes Der 14. Juni 1931 ist ein Markstein in der Geschichte der jüdischen Lehrerbildung in Bayern, auf dem zwei Tatsachen eingegraben sind: die Zusammenlegung der Präparandenschule Höchberg mit der Lehrerbildungsanstalt Würzburg zu einer Vollanstalt und die Einweihung des neuen Schulgebäudes dieser Anstalt in Würzburg. Die jüdische Lehrerbildung in Bayern ist den historischen Weg der staatlichen Lehrerbildung gegangen. Rabbiner Lazarus Ottensoser s. A. bildete an der von ihm im Jahre 1841 gegründeten Talmud-Thora- Schule in Höchberg nach dem Muster der damaligen Zeit „Schullehrlinge" zum Eintritt in die staatlichen Seminare vor. Auf Grund einer im Jahre 1859 an die unterfränkischen Rabbinate ergangenen Vorstellung der Negierung, in welcher Weise dem bestehenden Mangel an genügend vorgebildeten israelitischen Volksschullehrern abgeholfen werden könne, gründete Rabbiner Seligmann Bär Bamberger s. A. im Jahre 1864 die Israelitische Lehrerbildungsanstalt in Würzburg. Als im Jahre 1866 die Vorbereitung der Schullehrlinge den neugegründetcn Präparandenschulen zugewiesen wurde, wandelte auch Rabbiner Lazarus Ottensoser s. A. seine Talmud-Thora-Schule im Einvernehmen mit Rabbiner S. B. Bamberger in eine Präparandenschule um. Jedoch wurden anfangs nur zwei Präparandenklassen in Höchberg, die dritte Präparandenklasse und zwei Seminarklasten in Würzburg geführt. Im Jahre 1888 erfolgte die obligatorische Einführung des Musikunterrichtes auch für die jüdischen Lehrerbildungsanstalten. Das hatte zur Folge, daß die Höchberger Anstalt sich in eine dreiklastige Präparandie, die Würzburger Anstalt sich in ein dreiklastiges Seminar umwandelte. Die Lehrordnung von 1912 hat den bisherigen Charakter der drei unteren Klassen der Lehrerbildungsanstalt als reiner „Präparandie" stark gewandelt, die Forderungen bezüglich des Lehrplanes und der Vorbildung des Lehrpersonals haben sie zu einer den übrigen Mittelschulen gleichgestellten höheren Lehranstalt erhoben. Das drängte auch an den staatlichen Anstalten, soweit es dort nicht schon durchgeführt war, schon damals zu einer Vereinigung von Präparandie und Seminar zu einer sechsklastigen Vollanstalt. Diese Entwicklung, durch den Kriegsausbruch zunächst gehemmt, wurde mit Kriegsende mit einem Schlage für das ganze Land durch Aufhebung der isolierten Präparandenschulen zum Abschluß gebracht. Der Lehrplan der Lehrerbildungsanstalten aus dem Jahre 1931 hat

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