Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 13 (1.7.1931)
- Article
- Werke jüdischer Volkskunst in Bayern
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 197 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 13 Bayerische Israelitische Gemeindezeilung 19-7 terO sind in den Jahren 1732, 1735r’, 1739 und 1740 entstanden. Unsere Kenntnis von Kunstwerken aus der Hand des Elieser Sußmann C«Z hat sich seit zwei Jahren erweitert, da es mir glückte, bei der im Auftrag des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden unternommenen Inventarisation der jüdischen Kunftdenkmäler in Bayern in dem außer Gebrauch gekommenen Betsaal von Colmberg (Mfr.) unter der Jahrzehnte alten Tünche die Spuren ehemaliger Ausmalung aufzufinden- Die nähere Untersuchung 4 Rabbiner Dr. A. E ck st e i n , Die Synagogenmalereien von Horb ain Main in der Städtischen Gemäldesammlung zu Bamberg (Barnberger Volksblatt 1922; gleichlautend: Bamberger Blätter für fränkische Kunst und Geschichte, Mai 1924, S. 29 ff.). Erich Tocplitz, Synagogale Wand- und Deckengemälde (Fcstnummer zum Ordcnstage, Großloge für Deutschland V III U. O. B. B. Oktober 1926). Erich Toeplitz, Die Malerei in den Synagogen (besonders in Franken). (Menorah, Jüdisches Familienblatt für Wistenschaft, Kunst und Literatur, Berlin-Wien, VI. Jahrgang, November-Dezember 1928; gleichlautend: Beiträge zur jüdischen Kulturgeschichte. Herausgegeben von der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler, Heft III, Frankfurt a. M. 1929). * Die Angabe bei E. Tocplitz, daß die Ausmalung der Horber Synagoge im Jahre 1707 erfolgt sei, ist zu berichtigen. Die Auflösung der 'Jahrcsangabe ergibt, wie bereits A. Eckstein erwähnt, das Jahr 1735. Damit rückt dieses Werk in den engeren zeitlichen Zusammenhang mit den anderen Arbeiten des Sußmann Ca Z. Die Spannung zwischen 1707 und 1732 (Ausmalung von Bechhofen) oder gar 1740 (Ausmalung von Kirchheim) wird damit beseitigt und das Gesamtwert geschlossener. IeSSS Etz. mm 'rtsirSiv rerb’ 77? STj* i WP VW ifcnnäw w Abb. 5: Synagoge Mohilew. Ornamentprobe. TSZT7 -V« . >< J l - K vcrr-/ 'i f; i h ~-fr ' r Abb. 4: Ehemalige Synagoge Kirchheim (Luitpoldmuseum Würzburg). Raumausschnitt. und sachkundige, vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege beaufsichtigte Freilegung ergab, daß der vorhandene Bestand leider nicht mehr vollständig war; vermutlich sind die bemalten Teile nicht ursprünglich in Colmberg gewesen, sondern aus einem größeren, frei gewordenen Gotteshause dorthin übertragen worden. Erhalten sind der Thoraschrein, die Trennungswand zwischen dem Männer- und Frauen-Betraum und ein großer Teil des Tonnengewölbes. Diese Reste werden zur Zeit in München beim Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden sorgsam verwahrt. Die charakteristischen Züge des Meisters finden sich in allen seinen Werken wieder. Er bevorzugt Helle, blaue oder