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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1929-11-01 · 21 (1.11.1929) · p. Seite 355

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
5 (1929)
Issue
21 (1.11.1929)
Article
Protokoll der Verhandlungen der siebenten Tagung des Verbandes bayerischer israelitischer Gemeinden in Aschaffenburg am 30. Juni und 1. Juli 1929
Date
1929-11-01
Page
Seite 355 (sequence 8)
Language
German
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Nr. 21 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 355 Es wird ausdrücklich festgestellt, daß der Umlagensatz von drei Prozent bestehen bleibt. Die weitergehenden Anträge des Blocks bezüglich des Fürsorgevereins in Aschaffenburg, des Vereins für rituelle Speisehäuser in Hamburg und der Studentenküchen werden ebenfalls zurückgezogen. Über den Antrag Rechtsanwalt Feilchenfeld auf Bewilligung von RM. 10 000.-- für den Mittelstand wird abgestimmt. Der Antrag wird abgelehnt. Es wird nunmehr über die Anträge der Verbandsleitung an den Rat, die im Rat bereits angenommen sind nud die nunmehr vom Rat der Tagung in Vorlage gebracht werden, abgestimmt. Die Anträge werden angenommen, ebenso der Zusatzantrag von Rechtsanwalt Feilchenfeld und Engel zu 1: „Auf den Widerspruch des Bezirksrabbiners oder Bezirksausschusses entscheidet der Rat." Dr. Vamberger (Nürnberg): Ich möchte folgenden Antrag stellen: „Stiftungen für Studierende u. ä. sollen dahin abgeändert werden, daß auch Nichtreichsdeutsche, die in Deutschland ansässig sind und nicht eingebürgert werden, daraus bedacht werden können. gez. Dr. I. Bamberger. gez. Dr. Feuchtwanger." Justizrat Dr. Straus: Der Antrag kann nur eine Anregung sein, daß der Verband darauf hinwirkt, da er ja selbst keine Stiftungen hat. Dr. Bamberger (Nürnberg): Ich habe den Antrag deshalb hier eingebracht und nicht bei den einzelnen Gemeinden, weil ja der Verband z. B. auch der Gabriel Rießerschen Stiftung in Fürth Beihilfen gewährt. Hier könnte man die Gelegenheit benützen und die Mittelbewilligung von dieser Bedingung abhängig machen. Die Gesuchsteller sind doppelt geschädigt, wenn sie nicht einmal von jüdischer Seite unterstützt werden, weil die Satzungen der Stiftungen dies nicht gestatten. Ich bitte die Anregung seitens des Verbandes an die Gemeinden hinauszugeben. Kommerzienrat Be chm ann: Es ist nicht möglich, dem Wunsche des Herrn Dr. Bamberger zu entsprechen, die Stiftungsurkunde lautet so und wir können nicht darüber hinaus. Ich möchte bitten, im Interesse des Wirkens der Gabriel-Rieher-Stiftung wegen der Beihilfe von RM. 500.— keine Bedingung daran zu knüpfen. Wo wir Ausnahmen machen können, geschieht dies ohnedies. Wir haben einen Fall gehabt, wo es nicht möglich war, aus der Rieher-Stiftung ein Stipendium zu gewähren. Wir haben deshalb von Gemeindewegen einen Zuschuß gegeben. Rabbiner Dr. Wohlgemuth stellt fest, daß der Antrag zur Würdigung der Verbandsleitung übergeben wird. Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer: Ich darf mit kurzen Worten der Anerkennung und Freude Ausdruck geben, daß Sie das große Werk des Etats in einer die Zwecke des Verbandes so fördernden Weise zu Ende geführt haben. Unter Festhaltung der idealen Ziele des Verbandes find diese Beschlüsse gefaßt worden. Es entringt sich mir der innige Wunsch und ich glaube im Namen aller zu sprechen, wenn wir den beiden Männern den den Dank aussprechen, welche die unendlichen mühsamen Vorarbeiten zu diesem Werke geleistet haben. Es ist dies unser Schatzmeister, Herr Kommerzienrat Rosenzweig, und unser lieber Kollege Straus. Solange solche Männer an der Spitze unseres Verbandes wirken, solange wird alles gut gehen. Dann ist der Aufstieg unseres Verbandes verbürgt. Nun wollen wir auch unseren herzlichsten Dank für die Bemühungen dem Büro, vor allem unserem Syndikus, Herrn Rechtsanwalt Flaschner, und den Damen des Büros zum Ausdruck bringen. Die Sitzung wird hierauf eine halbe Stunde unterbrochen. Fortsetzung der Verhandlungen nachmittags 2 Uhr Rabbiner Dr. Wohlgemuth erteilt Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer das Wort zu Punkt III, IV und V der Tagesordnung. Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer: Zu Punkt III der Tagesordnung, Bestreitung der Verbandsausgaben bis zur Genehmigung des Haushaltsplans, möchte ich folgenden Zusatz zu § 23 der Verfassung beantragen: „Bis zur Beschlußfassung über den Voranschlag ist das. Präsidium des Rats im Benehmen mit dem Schatzmeister des Verbandes bedPefxmoden Wenn Sie an einen guten und preiswerten Pelz denken, dann denken Sie an ij.Ov0ansky X ScfSohn A Deutsche Neuwhscherei Felix Dränier G.i.h.H. München, Thlerschstr. 21 Tel. 23 7 08 Annahmestelle auch Jägerstr. 16 Spezial-Dampfwaschanstalt, nur Herren-Stärkwäsche Augsburg A 432, Vorderer Lech M. odellha?niei /chultdlj 9.mix. TPeinstraße Das fühlende vornehme Spezialhaus für Damenhleidung nachMah Stets neueste Modelle Kleider * JS/Läntel * Hüte * Pelze Der”*’" ' das Lokal jedes Einheimischen und Fremden NEUER PÄCHTER J HANS FÜRST

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