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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1929-11-01 · 21 (1.11.1929) · p. Seite 356

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
5 (1929)
Issue
21 (1.11.1929)
Article
Protokoll der Verhandlungen der siebenten Tagung des Verbandes bayerischer israelitischer Gemeinden in Aschaffenburg am 30. Juni und 1. Juli 1929
Date
1929-11-01
Page
Seite 356 (sequence 9)
Language
German
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356 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 21 rechtigt, die Ausgaben entsprechend den Ausgaben des Vorjahres zu bestreiten." Es handelt sich hierbei nur um eine Legalisierung der bisherigen Übung; denn die Ausgaben müssen sortgehen, bis die Körperschaften die Ausgaben beschließen. Es ist dies bei allen öffentlichen Verbänden so. Es werden nur die notwendigsten Ausgaben bestritten und niemals mehr als die Hälfte des Zuschusses des Vorjahres ausgezahlt. Sanitätsrat Dr. Masur: Ich möchte bitten, ausdrücklich festzulegen, daß außer den Gehaltszuschüssen Ausgaben nur bis zur Hälfte der Ausgaben des Vorjahres gemacht werden dürfen. Oberlanüesgerichtsrat Dr. Neumeyer: Ich bitte, uns daran nicht zu binden, es können einmal außerordentliche Verhältnisse eintreten, die die sofortige Auszahlung eines größeren Betrages erfordern, z. B. daß einmal ein Rabbinerseminar in große Not gerät. Wir möchten bitten, daß wir in dieser Richtung keine Bindung haben. Wir können Ihnen die Zusicherung geben, daß wir sehr ökonomisch mit unseren Mitteln umgehen werden. Der Antrag Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer wird angenommen. Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer stellt auch die Zustimmung des Rats zu diesem Antrag fest. (Fortsetzung folgt) 5lus dem Verbände Königshofen i. Grabfeld (Unterfranken). Zu einem imposanten Ereignis gestaltete sich die am Schabbos Nachmu stattgefundene Feier des silbernen Synagogenjubiläums verbunden mit der Weihe einer Kriegergedächtnistafel. Anläßlich dieser Feier und aus notwendigen Gründen hat die Gemeinde ihr Gtteshaus in würdiger Form renovieren lassen. Unwillkürlich ist der Besucher entzückt von Sei einfachen, schlichten Art der Renovierung, die so recht stimmungsvoll auf die Andacht im Gtteshaufe wirkt und so die golden Worte am Almemor zur Wahrheit werden läßt: „En se ki im beth elokim“, „Wahrlich der Raum ist nichts anderes, als ein Gtteshaus." Die eigentliche Feier begann vor dem Abendgttesdienste des Sabbat und wurde eingeleitet von dem Japhetschen Matauwu, der dreistimmig von dem Chor in wunderbarer Weise gesungen wurde. Es darf hier gleich rühmend erwähnt werden, daß wohl selten Gemeinden in dieser Größe zu finden sind, die einen solch schönen geschulten Männerchor aufzuweisen haben. Der Chor besteht nun seit Bestehen des Gtteshauses, also volle 25 Jahre. Als nun nach dem Minchogebet das Jigdal in der Melodie unserer ernsten Feiertage verklang, betrat Herr Distriktsrabbiner Dr. Ephraim aus Burgpreppach die Kanzel, um die eigentliche Weihe der Kriegergedenktafel vorzunehmen. Seine tiefdurchdachte, herrliche Ansprache machte aus alle Anwesenden, insbesondere auf die zahlreich geladenen und erschienenen Gäste wie die Vertreter der Geistlichkeit, der Stadtverwaltung, der Kriegervereine u. m. einen gewaltigen Eindruck. Wie die Kugel draußen im Feindeslande keinen Unterschied kannte und macht und wahllos sich in das Herz des Kriegers bohrte, führte der Redner aus, so sollen auch wir alles Trennende von uns abstreifen. Cs möge unserem schwer darniederliegenden Vaterlande die so überaus nötige Einigkeit beschieden sein, aus daß es sich zu neuer Blüte und Prachjk baldigst entfalte. Die Hülle der Tafel fiel und in goldenen Buchstaben wurden aus einfachem Steine die Namen der vier gefallenen Helden der Kultusgemeinde sichtbar. Das Seelengebet beschloß die ernste, erhebende Feier. Im Morgengttesdienste stand ebenfalls die Ansprache des Herrn Rabbiners Dr. Ephraim im Mittelpunkte. Seine Worte galten einer Betrachtung darüber, ob überhaupt ein Gtteshaus nötig sei, da ja der Allmächtige überall wo wir ihn anrufen, zu finden sei. Auch bei dieser Feier ließ der Chor seine schönen Gesänge hören, in der Hauptsache beim Aus- und Ein-' heben der Thora nud beim Umzug sämtlicher Thorarollen. Nach dem Ausgange des Sabbats vereinte jung und alt ein Tanzvergnügen. Hier wurden verschiedene Ansprachen gehalten, so u. a. von den einstigen Lehrern der Gemeinde Herrn Zucker aus Dresden und Herrn Herrmann aus Bamberg. In teils ernster aber auch launiger Herbst- & Winter-Saison machen wir auf unsere reiche Auswahl nur hochwertiger in unseren eigenen ^Werkstätten gefertigter Wintermäntel aufmerksam Haupt preislage Um unverbindlichen Besuch bitten L®fe & ysusmanniGTi M.ünchen Perusastrafje Wilhelm Steigenberger G.m.b.H. KOHLENGROSSHHNDLUNG München-Bogenhausen Montgelasstraße 21 Telephon 4 80671-73, 4 80 2 85 Kohlen, Koks, Briketts, Holz EISENWERK FRIEDRICH SCHWEITZER MÜNCHEN W Inh.; Dipl.-Ing. Karl Mohr Elsenheimerstraße 32, Telephon Nr. 61843 Abteilung Geldschranku.Tresorbau Fabrikation modernster Kassen-, Bücheru. EffektenschrSnke Hauerschränke Rolljalousienschränke Zahlhauben Geschäftskassen und Kassetten REPARATUREN

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