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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1928-06-15 · 11 (15.6.1928) · p. Seite 169

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
4 (1928)
Issue
11 (15.6.1928)
Article
Von Bambergs Natur- und Kunstdenkmälern
Date
1928-06-15
Page
Seite 169 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 1.1 Bäuerische Israelitische Gemeindez«llung 169 außer dem einfach gehaltenen Hauptbetraum eine alle Straßengeräusche fernhaltende Vorhalle, eine kleine (Werktags-) Synagoge, Rabbiner- und Kantorzimmer, die nötigen Garderoben, einen Empfangssaal für Trauungen, der zugleich als Sitzungszimmer verwendet wird, und im Souterrain eine Hausmeisterwohnung. Die innere ganz einfach gehaltene Ausstattung zeigt originelle vom Architekten Kronfuß entworfene Beleuchtungskörper und schöne, volles Licht einlassende, mit bunten Ornamenten verzierte Fenster. Oberhalb des Almemors befindet sich der Raum für den Synagogenchor und Platz für eine etwaige Orgel. Die Akustik der Synagoge ist eine ausgezeichnete, deren ganze Einrichtung erwies sich als vollkommen zweckentsprechend. Weitere, historisch bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten sind die alteHofhaltung mit der alten Residenz neben dem Bamberg, Ressource 4? Dom, ein herrlicher Giebelbau mit reichgeschmücktem Portal (156! -77), sowie dieneueResidenz (1697), ein prachtvoller Barockbau des Hofbaumeisters Dienzenhofer, in deren von Melchior Steidl ausgemalten und von Johann Jacob Vogel reich mit Stuck ausgeftattetem Kaisersaal Dank gütiger Erlaubnis der ehemaligen Krongutsverwaltung der Festakt zur Eröffnung der Bamberger Tagung ftattfinden wird. Von hier aus bietet sich ein schöner Ausblick auf den berühmten Rosengarten der Residenz. Ferner ist hinzuweisen auf die im früheren Benediktiner- Kloster St. Michael untergebrachte städtische Kunst - und Altertumssammlung mit Gemäldegale r i e, an deren Eingang den Besucher die alten mit hebräischen Inschriften reich ausgeftatteten Wandverkleidungen und Vorhänge der altw Walsdorf, Friedhof srml; Mi 'mm Synagoge von Horb begrüßen. Die Gemäldegalerie enthält etwa tausend Gemälde und Plastiken, darunter äußerst wertvolle Bilder deutscher Meister, wie Albrecht Dürer, Lukas Cranach, Michael Wolgemut, Baldung-Grien u. a., sowie viele Gemälde niederländischer, holländischer, französischer und spanischer Meister, endlich eine Sammlung für Völkerkunde. Aus den weltbekannten Bamberger Dom, eine Stiftung des Kaisers Heinrich II. (I012), in heutiger Gestalt nach Bamberg, Portal des Prellhauses (Böttinger-Haus)

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