Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 11 (15.6.1928)
- Article
- Von Bambergs Natur- und Kunstdenkmälern
- Date
- 1928-06-15
- Page
- Seite 168 (sequence 1)
- Language
- German
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168 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 1 Von vambergs Natur- Bamberg. Concordia WWMLlMi Vor den Tagen des 17. und 18. Juni d. I., welche die würdigen Vertreter der gesamten bayerischen Iudenheit aus allen Gauen in Bamberg, „unserer schönen Stadt", verbringen werden, dürfte es angebracht erscheinen, die werten Gäste wie auch weitere Kreise, die ihr Weg einmal nach Bamberg führt, auf die wichtigsten Natur- und Kunsidenkmäler der Stadt aufmerksam;u machen, die einer Besichtigung oder eines Besuches wert erscheinen und die aufzuwendende Zeit und Mühe reichlich lohnen werden. Eine der prächtigsten Zierden der Stadt, ja der Stolz derselben, ist der vom Schönleinsplatz aus in etwa fünf Minuten zu erreichende „Theresi'enhain", ein alter Naturpark allerersten Ranges, der mit seinen gepflegten Wegen und schattigen Ruhebänken Körper und Geist nach anstrengenden Stunden Ruhe und Erholung bietet. Er enthält eine große Anzahl bemerkenswerter Bäume und eine üppige Flora; östlich schließt sich der neu ange- und Runjtöenhmölern pflanzte Luitpoldhain an und zwischen beiden befindet sich der glücklich angelegte botanische Garten, der mit seinem bunten Blumenschmuck auch das Auge des Laien mit Freude und Bewunderung erfüllt. Weitere besonders sehenswerte Naturdenkmäler sind der Reutersberg mit Kloster und Kirche St. Michael mit seinem Baumbestand und der im Aufstiege zu begehenden alten knorrigen Kastanienallee, dessen schöne Terrasse prächtige Ausblicke auf die Stadt gewährt, und der etwa eine halbe Stunde entfernte 386 Meter hohe Schloßberg mit der „Alienburg", einer mittelalterlichen Burg mit Wirtschaftsbau, von deren Innenhöfen sich eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und deren Umgebung bietet. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß auch die alte, vielseitige, aus Bamberg. Alte Hofhaltung . '.WsSA m v jg*!n km mWeinem Wurzelftock aufragende Pappel auf dem de»- Kultusgemcinde gehörigen freien Platze neben der Synagoge seitens der Behörden für ein unantastbares Naturdenkmal erklärt wurde. Von den K u n ft d e n k m ä l e r n ist für uns an erster Stelle die nach einem preisgekrönten Entwürfe des Bamberger Architekten Johannes Kronfuß 1908 — 10 in der Herzog-Max- Straße errichtete Synagoge zu erwähnen, deren Grundsteinlegung gerade vor zwanzig Jahren erfolgte. Sie ist in einem neuzeitlichen Stile errichtet; ihre Eingangsseite wird von einem »nächtigen, kuppelartig wirkenden Turmbau betont. Die mit Zentralheizung versehene Synagoge bietet zur ebenen Erde Sitze für vierhundert Männer und auf den Emporen, die frei in den Raum hineinragen, für ebensoviel Frauen und enthält Bamberg, Klein-Venedig