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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1928-05-01 · 8 (1.5.1928) · p. Seite 116

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
4 (1928)
Issue
8 (1.5.1928)
Article
Jüdische Buchmalerei im 18. Jahrhundert
Date
1928-05-01
Page
Seite 116 (sequence 4)
Language
German
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116 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung . Nr. 8 lifo jnn D^^jj.Vra jWI 2vQ? li ö» Trat!!»-rt '.1 t>Wi& v. -ron!>-i T»»jr.3D?wt4rj 6* or*!7 -nsfe! J’j»'3V Trjin» Sp^jnJ, WJJ - f'j ’J (rus^n ü.*Tp; r-aa rW* nnjo i 3?1°>s5r p -*• «'"ap tid* oib p^r P7pj ^*ipi :^7pik3CS3B^I?3) T’7u r>vr "L r>TO»ja yjs U'mx “ nr-N ’pniy N->2 '^2X22 ^LX a-'h Abb. 7. Sabbatgebete des R. Js. Lurja: Neumondsegen Privatbesitz: Herr Kunsthändler Jakob Spaeth, München Abb. 8. Th'chinnah-Büchlein: Titelseite Privatbesitz: Herr Bankier I. Wassermann, Bamberg i\va'->aiiqt».i po 7, Tal üj M hasten Gestaltung beobachten, die auch wegen der vorkommenden Wiedergabe der jüdischen Trachten von hohem kulturgeschichtlichem Werte ist. Von malerischer Bedeutung ist weiters ein Th'chinnah-Büchlein in Bamberger Privatbesitz (Abb. 8), dessen erster Besitzer der wohltätige Herr David, Sohn des Herrn Nathan Moseö, des Priesters war, für den das Büchlein (Format: 6,5X9,5 Zentimeter) im Jahre 1726 entstand.-Die ganze Art der künstlerischen Durchführung weift uns, auch ohne textlichen Hinweis auf die gleiche Provenienz, wie bei den vorigen Stücken. Von einer anderen Kunstauffaffung, die allerdings von der böhmischen Kunstschreibeschule nicht unbeeinflußt blieb, zeugt ein ebenfalls sehr kleines Gebetbüchlein mit den gebräuchlichsten Segenssprüchen und kleinen Gelegenheitsgebeten, das am ersten Kislev 5516, d. i. 5. November 1755 von Moses, Sohn des verstorbenen Herrn Jakob Moses aus Schnaittach vollendet wurde. Es ist im Auftrag des Jünglings, des Bräutigams David Lewi, Sohnes des Herrn Nastali aus Schnaittach geschrieben worden und war als Geschenk an seine Braut, die Iung- Abb. 9. Hausgebetbüchlein: Vorsatz- und Titelseite Privatbesitz: Herr Geh. Justizrat Dr. B. Meyer, München -®pnrrc ■7YOUTH smna iw pn. Intel Dins». n-swrWaVKrt?SP imi 2 S®>H LNteN 'ib TiaWäp»' ••yOJföb«- , stau Chanah aus Baiersdorf bestimmt. Das Büchlein (Format: 10,5X7 Zentimeter) befindet sich heute in Münchener Privatbesitz (Abb. 9). Durch die stärkere Deckung des Hintergrundes wird eine weniger klare Wirkung erzielt, das Ganze erscheint schwerfälliger und primitiver. Dennoch ist das Bild der Kutsche (Abb. 10), das als Illustration zum Gebete auf einer Reise gewählt ist, nicht nur in der Wahl des Vorwurfs reizvoll, sondern auch in der Durchführung ansprechend. Das in hübschem Original-Lederband erhaltene Büchelchen ist uns wegen seines Verfertigers besonders wertvoll, weil wir ihn wohl mit einer Ssoferim-Familie in Zusammenhang bringen dürfen, aus der um die Wende zum 19. Jahrhundert Moses Schnaittach in Fürth hervorging, der u. a. auch das Kriegshaberer Memorbuch^ schrieb und mit einer linear-dekorativen Eingangsseite schmückte. Während die meisten Memorbücher eine nur ganz einfache Verzierung aufweisen, erweist sich das in Fischach aufbewahrte als das Werk 3 Abgebildet in der Darstellung des Herrn Rabbiner Dr. M. Weinberg, Das Memorbuch (Bayer. Israel. Gemeindezeitung, 1926, Nr. 5).

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