Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2720904-2721065--63-2727719- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Bestandteile und Abfassungszeiten unserer Tossafot 41 bürg, der in ihnen als ״Lehrer“ bezeichnet wird224. Ferner wird in ihnen Jedidja aus Nürnberg225 genannt. Allerdings rührt auch einiges, was als T.-J. bezeichnet wird, aus den Giljonot der T.- Touqes her226. In u. T. verweist der Kompilator auf seine T. zu ‘Erubin227, Jebamot228, Gittin229. Von T.-sErubin können wir mit Bestimmt״ heit sagen, daß sie mit T.-Ket. nicht näher verwandt sind. Das Verhältnis zu Gittin werden wir noch zu klären haben. Wie steht es aber mit den Beziehungen zu T.-Jebamot? Unsere Unter־• suchung führte zum Ergebnis, daß T.-Jeb. T.-Touqes sind. Es ist aber nicht zu verkennen, daß T.-Ket. und T.-Jeb. in ihrer Anläge und in ihrem Aufbau voneinander recht verschieden sind. In den letzten haben wir es mit einer genau ausgearbeiteten Sammlung zu tun, während uns in T.-Ket. vielmehr eine Zusammenstellung von Glossen geboten wird, ähnlich wie in T.- Pesahim230. Trotz dieser Verschiedenheit und der inhaltlichen Abweichungen, von denen bereits oben die Rede war, liegt in der Feststellung, daß die T.-Ket. und die T.-Jeb. aus der gleichen Schule hervorgegangen sind, — was durch einwandfreie Zeugnisse bewiesen wurde — kein Widerspruch. In T.-Jeb. hat Eliezer oder einer seiner Schüler nur eine Umarbeitung der älteren T. geboten und das Eigene stillschweigend verarbeitet, während in T.-Ket. und Pesahim mehr die T. der Zeitgenossen und unmittelbaren Vorgänger Eliezers Berücksichtigung fanden. Solche verschiedenen Rezensionen sind in der tossafistischen Literatur nichts seltenes und wurden sogar zu einem und demselben Traktate hergestellt231. O. Qidduschin. In u. T. zu diesen Traktaten wird Simson aus Sens nur ein einziges Mal genannt. Ein Vergleich mit den Werken der zeitgenössischen Literatur232 zeigt zwar die Verbindung u. T. mit 224 47a48 225 ״a״ 226 Die Glosse am Rande zu 30a s. v. הכל מרדים die mit ול'נ לתרץ beginnt und das Zeichen ודי am Schluß auf weist, rührt nach S. M. 76b von El. aus Touqes her, in dem ג־ייון hieß es ומהר׳ר אליעזר אומר dasselbe gilt auch von 32a s. v. אלמא vgl. S. M. 81b. 227 04b. 228 25b, 55b. 229 59b. 230 Vgl. o. S. 22. 231 Vgl. o. Anm. 31. 232 Vgl. T.-Qid. 17a s. v. חלה RGA Maim. 30 קניין und T. 32a s. v. יהודה mit RGA Colon 164 S. 89d.