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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1936-01-01 · 1936 · page 62

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1936
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 62)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721065--61-2727717
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Bestandteile und Abfassungszeiten unserer Tossafot 39 obwohl anonym, rührt sicher aus den Werken des Ri her210. Drei Tossafisten werden von dem Redakteur der T.~Ketubot als Lehrer bezeichnet. Den einen nennt er mit Namen, er ist der Schüler und Nachfolger des Jehuda Sir Leon, Jehi’el aus Paris211. Der andere wird nicht genannt, sondern gewöhnlich mit מורי oder רבי bezeichnet. Daß unter מורי nicht Jehi’el gemeint ist, beweist 86a s. v. לאשה, wo von einem Schriftwechsel zwischen den beiden die Rede ist. Dieses anonymen Lehrers, der viel־• leicht mit dem in 39b ״zitierten Lehrer-Onkel“ identisch ist, geschieht besonders oft Erwähnung212. Der dritte Lehrer R. M.213 ist vielleicht mit Moses aus Evreux zu identifizieren. Sonst werden nur noch die Tossafisten ’Elhanan214, Isaak b. Abraham21״, Jehuda aus Corbeil216, Salomo aus Dreux21T zitiert. Da der Kompilator Jehi’el als seinen Lehrer bezeichnet, dürfen wir die Abfassungzeit der T. auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts verlegen. Wir erinnern uns, daß in T. Pesahim die Verhältnisse ähnlich lagen218, und daß wir dort Eliezer aus Touqes als Redakteur feststellen konnten. Wir sind imstande, eine Reihe von Gründen anzuführen, die beweisen, daß der Schüler Jehi’els, dem wir das Zustandekommen der T. zu Ketubot verdanken, Eliezer aus Touqes ist, und daß u. T. entweder sein eigenes oder mindestens ein unter seiner Führung abgefaßtes Werk sind219. Vor allem beweisen das eine ganze Reihe von Zitaten in M. J., welche eine wörtliche Wiedergabe von u. T. sind und dort als T.-Touqes bezeichnet werden220. Besal’el Aschkenazi war auch 210 So z. B. 15b s. v. ומודה, worauf T. 16a s. v. התם eindeutig hinweisen. 211 86a. 212 107a, 120a, 91b, 92b, 93b. 213 47a s. v. השתא 214 26a, 29a, 39a, 56a. 215 26b, 34a. 216 17a. 217 32b. 218 Vgl. o. 219 Der ״Lehrer Onkel“ wäre demnach Hizqia aus Magdeburg, der auch in u. T. B. Batra 44b angeführt wird; vgl. G. J. S. 166 u. ff. 220 M. J. Ms. Vat. urb. 21 S. 46a ist eine Erklärung, die sich in u. T. 67b s. v. דכתב findet, und im Namen des R. Hanan’el angeführt wird, mit der Schlufibemerkung לשון ר׳א ממוך versehen. Im Ed. M. J. heißt es falsch לשון ר׳י׳א* Das gleiche ist in bezug auf 47a s. v. השתא und M. J. Ed. 44a zu sagen. Die Schlußworte כך מפורש בשימת מוך מכתוב׳ פ׳ד beziehen sich nicht auf die ganze frühere Ausführung, die eine Zusammenstellung verschiedener Ansichten zum gleichen Thema durch den Autor des M. J. sind, sondern auf die letzte Äußerung, die mit den Worten וע׳י׳ל eingeleitet wird. Be*• merkenswert ist, daß diese Ansicht in u. T. als persönliche Meinung des Redakteurs mit ולי בראה beginnt. T. 72a s. v. וספרתם in M. J. Ms. 116a (in Ed.

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