Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 61)
- Language
- German
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38 E. Urbach Traktaten, auch bei der Existenz solcher Hinweise besagen noch auf keinen Fall, daß die betreffenden T. von einer Hand ausgearbeitet worden sind. Die Übereinstimmungen können einfach ihre Ursache in der Tatsache haben, daß die verschiedenen T.-Sammlungen aus den gleichen Quellen schöpften. In bezug auf ‘Erubin wissen wir bereits, daß sie nicht aus der gleichen Redaktion wie die T.-Jebamot hervorgegangen sind. Das Verhältnis der T.-Jebamot zu u. T. zu anderen Traktaten wird sich im Laufe unserer weiteren Untersuchung klären. N. K e t u b o t. Abweichungen inhaltlicher Art der T.-Ketubot von denjenigen zu Jebamot hat bereits Jehuda Minz205 feststellen können. Er vermutet, daß sie auf die Verschiedenheit der Autoren zurückzuführen sind. Wir werden im Folgenden zu sehen haben, ob diese Vermutung berechtigt ist. Der Einfluß der Sens-Tossafot auf u. T. zu Ketubot ist besonders stark. Dem Sammler lagen sicher die T. des Simson aus Sens vor. Er wird nicht nur häufig zitiert206, sondern viele seiner Erklärungen und Entscheidungen werden angeführt, ohne seinen Namen zu nennen207. Simson b. Abraham war nicht der Lehrer des Verfassers. In u. T. 107a treten nämlich beide ״der Lehrer“ und ״Simson“ als zwei verschiedene Personen nebeneinander auf. Neben den Sens-T. hat der Verfasser auch ältere Sammlungen benutzt, so die T. des R. Josef, welche dieser vor Samuel b. Meir ausgearbeitet hatte208, und die T. des R. Tarn209. Einzelnes, 205 Vgl. RGA Ed. Nr. 5 אמנם על השנויים מהתוס׳ אין לתמוה כל כך דהתום׳ מיבמות והתום" מכתובות אפשר דלא הד גאון תקנום• 206 4a, 4b, 7 a, 13a, 20a, 22b, 24a, (24a s. v.שלי muß es ר׳ש״ב״ם heißen, worauf T. A. z. St. und u. T. Berachot 30a s. v. מתני׳ hinweisen, und was auch der Zusammenhang verlangt). 30a, 30b, 32a, 35a, b. 37a, 41a, b. 43a, 44a, 48a, 52a, 68a, b. 72a. 75b. 78a. (gez. RSBA). 81a, 83a, 85b, 87b. 207 Das zeigt ein Vergleich von 28b s. v. על ידי mit IOZ I S. 213a, 64a s. v. מאי mit IOZ I, 176b. 92b s. v. דינא mit IOZ I 209b. 63b s. v. אבל mit den Pesaqim des Isserlein 222. Ebenso stammt 14a s. v. חדא nicht von unserem Redakteur, sondern von Simson, worauf כאן פי״ לנו ר׳י hinweist. Die in den letzten 3 Abschnitten häufig mit מ״ר gezeichneten Tossafotstücke rühren gleichfalls von Simson her. T. 105b s. v. לא למאן wird in RGA Kolon N. 16 S. 15a im Namen Simsons angeführt. Dasselbe in RGA N. 74 S. 81b in bezug auf 92b s. v.דינא• Dieses T.״Stück ist bei uns mit מ׳״ר gez. Der in ihm zitierte ״Lehrer“ ist Ri Eine Bestätigung der Ansicht Aschkenaris vgl. ob. Anm. 30. 208 Vgl. 70a s. v. ובתום׳ הר״ יוסף שפי״ לפני הר״ שמואל: הכי נמי 208 98a s. v. אלמנה mit R. Hajim gezeichnet, 94a s. v. לימא schließt mit den Worten 83 עד כאן לשק ר״ תםb s. v. בוצינא