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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1936-01-01 · 1936 · page 57

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1936
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 57)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721065--56-2727712
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34 E. Urbach u. T. 75b s. v. פשיין mit Semag Verbot 110, 113b s. v. אמר mit JOZ I 231a, und 74a s. v. ליקח mit MJ Ms. Vat. Urb. 21 154b. Aus methdologischen und sprachlichen Gründen ist auch T.~ Jebamot 104 a s. v. מר סבר Simson aus Sens zuzuweisen186. Die einzelnen Bestandteile der Jebamot~T. lassen sich leicht aufdecken. Wann fand aber die Abfassung der Sammlung statt, die uns heute vorliegt? Darüber geben uns die sog. ״alten" T. zu diesem Traktate187 Aufschluß. Der ganze Aufbau dieser Glossen zeigt, daß sie als Ergänzung einer bereits vorhandenen Sammlung gedacht waren. In der späteren Zeit der tossafistischen Tätigkeit waren solche Glossen, welche teilweise als Kritik, andererseits als Ergänzung zu anderen Sammlungen 186 Die Stellungnahme zu einer Jerusehalmi-Stelle in dem genannten T.-Absatz lautet genau so, wie in dem Kommentare des Simson zu Mischna Pe’a I, 1 und VI, 2. Der Jeruschalmi fand nicht bei allen Tossafisten die gleiche Berücksichtigung. Qiduschin 3a s. v. ואשת wird eine Frage aufgeworfen, die bereits im Jeruschalmi behandelt wurde. In der älteren Tossafistenzeit war der J. nicht sehr verbreitet. Raschi und R. Tarn streiten um die Erklärung des Mischnasatzes Sanhedrin I, 1 ohne zu bemerken, daß beide von ihnen gegebenen Erklärungen sich im Jeruschalmi finden. Das bemerkte aber Simson B. Abraham T. daselbst 8b s. v. והביא• Vgl. auch 21a s. v. דאי Qidduschin 22a s. v. שלא und Schebufot 5a. Die Heranziehung des J. und seine Behandlung kann als besonderes Merkmal der S.-T. aufgefaßt werden. Sie mag verursacht worden sein durch die eingehende Kom־־ mentierumg der Mischna-Ordnungen, Zera'im und Taharot, wobei die Heranziehung des J. unvermeidlich ist. Simson selbst war sich auch bewußt, daß er auf dem Gebiete der Interpretierung des J. ein neuerer war. Das beweist ein Responsum, welches ich im Ms. Vat. 324 S. 37 gefunden habe (der Codex enthält einen Siddur mit Erklärungen und Auszügen fast aus allen dezisorischen Schriftstellen des Mittelalters und ist literar-historisch von besonderem Wert). Da es meines Wissens sonst nicht bekannt ist, mag es hier angeführt werden: שלח ריצ״ב״א אל אחיו ר" שמשון משאבץ מר תפרש לי מה ר ל הירושלמי דקא' כשהחזן או' נא או יאמרו וכר הצבור עונים הודו כו' וכשיא' הודו מה הם עונים הא כיפה קמך עכ׳ל והשיב לו מה לך אצל הירושלמי ושלי הוא ועתה הפי' כך הוא כיפה הוא תרגום של סלע ושאדם צועק אצל סלע נראה לו שהסלע יאמר מה שאומר הוא כך כשהחזן יאמר הודו הציבור יענו הודו ליי כי טוב כי לעולם חסדו• In unserem Jeruschalmi habe ich die Stelle nicht gefunden. (Über Jeruschalmistellen, die in unseren Texten sich nicht finden, vgl. Aptowitzer MGWJ 1908 S. 307 A. 2, wo die ganze Lit. zu diesem Thema zusammengestellt ist und in vielen Noten seiner R’abiaedition). Dies ist auch der Fall bei einem Zitat, das eng mit dem oben angeführten zusammenhängt. Vgl. Rabia ed. Aptowitzer II S. 385 A. 5. 187 Zum erstenmal aus einem Ms. des Brit. Mus. in Ed. Wilno 1883 erschienen (vgl. אחרית דבר zu Traktat Nidda). 188 Vgl. o. S. 29.

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