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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1936-01-01 · 1936 · page 52

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1936
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 52)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721065--51-2727707
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Bestandteile und Abfassungszeiten unserer Tossafot 29 u. T. 8a s. v. 130לתקופות, wobei sich noch die deutlichere Angäbe ..וראיתי שכתב רבינו שסשון בתום׳ findet• Eine Bestätigung unserer Ansicht, daß die T. RH. T.-Sens sind, liefert auch der Minhat Jehuda131. I. N. Epsteins Auffassung132־, daß der Autor unserer T. Elia Menahem aus London war, wird durch unsere obigen Ausführungen schon an sich zweifelhaft, wir werden aber sehen, daß sie auch aus anderen Gründen unhaltbar ist. Wir wissen überhaupt nicht, daß der erwähnte Elia, der, wie Epstein selbst betont, mit Elia b. Menahem*33 nicht identisch ist, T. verfaßt hat. Wäre dies der Fall, da müßte er auch der Verfasser von T. zu Ket., Hullin und Sukka gewesen sein. Aus seinen Werken erfahren wir dies genau so wenig, wie aus anderen Quellen. Würden wir auch dies wissen, so ge« nügen noch die Beweise Epsteins nicht, um die Autorenschaft Elia Menahems für u. T. RH. in Anspruch zu nehmen. Vom Beweis 1 sagt er selbst, daß die Möglichkeit bestehe, daß sowohl u. T., wie der Kommentar Elias aus einer älteren Quelle schöpften. Dasselbe möchte ich auf Grund von T.־ Berachot 29b s. v. ,טפד vom Beweis 3 behaupten. Beweis 2 ist genau so wenig zwingend wie 4, von welchem Epstein selbst nicht sehr eingenommen ist, und Beweis 5 beruht auf einer Textausbesserung, die man auch in anderer Richtung vornehmen kann134. Das Datum 1274/5 in u. T. wiederzufinden, ist unmöglich, denn die Worte כגון אס כתוב בכסליו בשנה שלישית בו sind dem Raschi־Kommentar RH. 2a s. v.שטרי entnommen und besagen für die T. genau so wenig wie für Raschi, daß hier das Herrscherjahr eines be~ stimmten Königs und noch dazu dasjenige von Eduard I gemeint ist. Beweis 4 spricht eher für unsere Annahme, daß wir mit T. aus der Schule Simsons aus Sens zu tun haben. I. Taanit. Zu den jüngsten Teilen von u. T. zählen diejenigen zu Ta‘anit. Der Verfasser weiß bereits eine Erklärung, welche er von Isaak aus Tresson gehört hatte, zu überliefern. Dieser Isaak war selbst ein Schüler von Peres aus Corbeil135. Die Abfassungszeit der Ta6anit-T. liegt daher erst im Anfang des 14. Jahrhunderts. Die Stelle in 11b, in welcher der Tur ’Orah hajim des Jakob b. Ascher zitiert wird, scheint allerdings ein Zusatz späterer Zeit zu sein136. Die T. Ta6anit unterscheiden sich auch inhaltlich von 130 92a. 131 Ein Zitat aus dem T. Touqes im MJ (Ms. Vat. Urb. 21 S. 51a) findet sich in u. T. nicht. Dagegen werden die Ausführungen von u. T. RH 17bs. v. שלש als T. schlechthin angeführt. Vgl. MJ Ms. 99b. Das würde eine Bestätigung unserer Vermutung, daß in MJ die Bezeichnung ״Tossafot“ ohne weiteres sich auf die T.-S. bezieht. 132 פרישת ר׳ אליהו מנחם מלונדריש in den כתבי האוניברסיטה Bd. 1 S. 67. 133 RGA Maim. 20 קניין. 134 Vgl. Gross S. 110. * 135 Vgl. Zunz ZGL. 53. 136 Vgl. Chajes in Zion II S. 92 ff.

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